In deutschen Archiven finden sich auch Firmenakten und andere Dokumente als Kulturgut wieder. So werden Dokumente vor der Auslagerung in das Ausland geschützt.Foto: Carsten Koall/Getty Images

Hessen erklärt Firmenarchiv der Deutschen Bank zum national wertvollen Kulturgut

Epoch Times7. Oktober 2019 Aktualisiert: 7. Oktober 2019 16:09
Nicht nur staatliche Akten finden sich in den Landesarchiven, auch so manche Firmenarchive stehen zur Verfügung für die Historiker.

Das Land Hessen hat zentrale Bestände des Firmenarchivs der Deutschen Bank in sein Verzeichnis national wertvoller Kulturgüter aufgenommen. Die Dokumente ermöglichten einen umfassenden Blick in die Geschichte eines der wichtigsten Kreditinstitute des Landes der vergangenen 150 Jahre, teilte das Wissenschaftsministerium in Wiesbaden am Montag mit. Durch den Eintrag in das Verzeichnis wird etwa untersagt, die Bestände ins Ausland zu bringen.

Jedes deutsche Bundesland führt eine solche Liste. In Hessen befinden sich darauf nach Angaben des Ministeriums unter anderem bereits die historischen Archive der Chemie- und Pharmafirmen Merck sowie Hoechst.

In den Beständen der Deutschen Bank befinden sich demnach zahlreiche Dokumente zu politisch und gesellschaftlich relevanten Themen, etwa der Enteignung jüdischer Geschäftsleute während der NS-Zeit oder der Finanzierung einer Eisenbahnstrecke zwischen Istanbul und Bagdad vor dem Ersten Weltkrieg im früheren Osmanischen Reich. Diese sogenannte Bagdadbahn vergrößerte die geopolitischen Spannungen zwischen dem Deutschen Reich und konkurrierenden Großmächten wie Großbritannien.(afp)

 



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion