Querdenken-Demonstration in Leipzig.Foto: Omer Messinger/Getty Images

Leipzig: 1989 vs. 2020 – „Die Partei hat immer recht und das wiederholt sich jetzt wieder“

Epoch Times13. November 2020 Aktualisiert: 13. November 2020 17:14
Am 7. November 2020 interviewte ein Team von Epoch Times auf der Querdenken-Demonstration in Leipzig Teilnehmer, die 1989 schon einmal in Leipzig demonstriert hatten und fragte sie nach ihren heutigen Beweggründen.

In Leipzig trafen wir viele Personen, die bereits 1989 auf dem Augustusplatz gegen das SED-Regime demonstrierten. Wir fragten Sie, welche Parallelen sie zur heutigen Situation ziehen.

Eine Teilnehmerin sagte: „Ich glaube, die Angst in der Bevölkerung war genauso groß. Es war früher auch nicht einfach, Widerstand gegen den Staat zu leisten und gegen die Regierung. Nicht im Stream mitzulaufen, das war auch schon ’89 sehr schwierig.“

Es habe damals auch schon Repressalien gegeben, erzählt sie weiter, Leute seien privat untersucht worden.
„Ich halte heute alles für möglich, weil ich die neuen Paragrafen als Ermächtigungsgesetz sehe, das Tür und Tor öffnet, dass die Bürger aller ihrer Rechte beraubt werden.“

„Ich habe schon Angst gehabt, aber …“

Eine weitere Teilnehmerin erzählte, damals sei sie ohne Angst hier gewesen, „weil ich nicht wusste, dass um die Ecke sozusagen ein Schießbefehl bestand, und mit den Bildern aus den letzten Monaten mit der Polizeigewalt, habe ich schon Angst gehabt, her zu fahren“. Aber sie wollte sich davon nicht aufhalten lassen, weil sie überzeugt sei, dass sich etwas ändern müsse. „Es kann nicht sein, dass wir rückwärts gehen, in das, was wir schon mal hatten. Also das will ich auf keinen Fall“, sagt Kerstin.

„Man konnte damals natürlich mit Freunden reden, aber man wusste nie, wer hängt mich hin. Das ist heute wieder so – mit wem treffe ich mich, werde ich hingehängt? Und jeder der etwas anderes sagt als die Regierung sagt – so wie es früher war, wie es damals war – wird abgestempelt, wird in irgendwelche Ecken gestellt und das sind Sachen, wo ich ganz klare Parallelen sehe zu früher.“

„Das war zu DDR-Zeiten genauso“

Ein Demonstrationsteilnehmer, Stefan, ist verärgert darüber, „dass einem vorgeschrieben wird, was man zu denken hat, was man zu tragen hat (zum Beispiel der Mundschutz) und wir sollen den öffentlichen Medien glauben, sollen niemandem anderes glauben – das war zu DDR-Zeiten genauso. Da wurde gesagt, die Partei hat immer recht und das wiederholt sich jetzt wieder.“ Er hätte nicht gedacht, dass sich das so schnell wiederholen würde.

„Die sogenannte Elite, die da oben in Berlin sitzt, und behauptet, sie haben immer recht, das ist ja wie die SED damals zu DDR-Zeiten. Das bewegt uns halt, weil wir das schon einmal mitgemacht haben“, sagte Stefan.

„Ohne parlamentarische Rechte, das geht nicht“

Thomas sagt, „wir haben damals für Freiheit gekämpft, für Rechte, und einfach um menschliche Rechte durchzusetzen und das ist so eine Sache wo ich mir sage, irgendwo ist eine Grenze. Und die ist jetzt erreicht und deshalb sage ich, es ist nicht viel anders. Und alle die sagen, das hat mit ’89 nichts zu tun – es ist ähnlich.“

Die Einschränkungen seien sogar größer, meinte er. „Und deshalb müssen wir für unsere Rechte einstehen, die ja auch im Grundgesetz letztendlich stehen und die 17 Leute in Berlin einfach beschneiden.“ Ohne parlamentarische Rechte, das ginge gar nicht, so Thomas.

„Gesetze ohne Volksentscheid, das stört mich sehr“

Ein weiterer Teilnehmer, der auch schon ’89 in Leipzig demonstriert hat, sagte, dass der Untergang der DDR damals prophezeit gewesen sei und dass die Diktatur heute noch schlimmer sei als damals. Abstand halten wegen Corona fände er in Ordnung, aber der Mundschutz bringe nichts. „Merkel macht Gesetze, die von ihr ausgehen, ohne Volksentscheid, das stört mich sehr.“ (nmc)

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