Merkel, Renzi und Hollande beraten über Zukunft Europas

Ziel ist es, einen gemeinsamen Ansatz der verbleibenden 27 EU-Staaten zu suchen. Merkel und Hollande seien in Italien, um die die Europäische Union „von Grund auf“ neu zu beleben, sagte Renzi am Vorabend des Treffens. „Das braucht sie.“
Titelbild
Wie geht es weiter mit Europa in der Krise?Foto: Wolfgang Kumm/Archiv/dpa
Epoch Times22. August 2016
Bundeskanzlerin Angela Merkel berät diesen Montag (ab 1600 Uhr) mit dem französischen Präsidenten François Hollande und Italiens Regierungschef Matteo Renzi über die Zukunft Europas.

Bei dem Dreiergipfel auf der italienischen Insel Ventotene und einem davor gelagerten Flugzeugträger wollen sie einen Weg aus der Krise nach dem Brexit-Votum finden. Die drei Staats- und Regierungschefs waren bereits kurz nach dem Nein der Briten zu Europa Ende Juni in Berlin zusammengekommen.

Ziel ist es, einen gemeinsamen Ansatz der verbleibenden 27 EU-Staaten zu suchen. Merkel und Hollande seien in Italien, um die die Europäische Union „von Grund auf“ neu zu beleben, sagte Renzi am Vorabend des Treffens. „Das braucht sie.“

Auf der Agenda stehen auch Gespräche über die Flüchtlingskrise und über die Verteidigungs- und Sicherheitspolitik nach den Terroranschlägen in Frankreich und Deutschland. Außerdem dürfte es um wirtschaftliche Fragen gehen. Vor allem Italien ist hoch verschuldet und versucht in der Bankenkrise, mehr Flexibilität von Brüssel herauszuschlagen. Auch Frankreich plagt eine lahme Wirtschaft. „Das Wort Sparpolitik hat in Europa nur Schaden angerichtet“, sagte Renzi, der für mehr Investitionen plädiert.

Die Insel Ventotene ist ein symbolischer Ort, da hier während des Zweiten Weltkriegs politische Widersacher gefangen gehalten wurden. So hat hier der Antifaschist Altiero Spinelli mit Gleichgesinnten in Haft das „Manifest von Ventotene“ verfasst, indem sie für ein vereintes Europa plädieren und damit als Vordenker der EU gelten. Merkel, Hollande und Renzi wollen auf der Insel Spinellis Grab besuchen.

Anschließend ist das Trio auf dem Flugzeugträger „Garibaldi“. Das Schiff der italienischen Marine ist das Flagschiff der „Operation Sophia“, die unter anderem Menschenschmuggler im Mittelmeer aufspüren soll. An der Operation ist auch die deutsche Bundeswehr beteiligt.

(dpa)


Epoch TV
Epoch Vital
Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Dies umfasst ebenso abschweifende Kommentare, die keinen konkreten Bezug zum jeweiligen Artikel haben. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.


Ihre Epoch Times - Redaktion