Angela Merkel.Foto: Sean Gallup/Getty Images

Merkel zu Westafrikareise gestartet – Jobs und Sicherheit im Zentrum

Epoch Times29. August 2018 Aktualisiert: 29. August 2018 12:23
Kanzlerin Angela Merkel ist am Mittwoch zu einer dreitägigen Westafrika-Reise gestartet. Am Abend will die Kanzlerin in der senegalesischen Hauptstadt Dakar zunächst mit Präsident Macky Sall zusammenkommen.

Mit mehr wirtschaftlichen Perspektiven für Afrika und Unterstützung bei Reformen will Kanzlerin Angela Merkel (CDU) den Migrationsdruck auf Deutschland und Europa mindern.

Zu Beginn ihrer dreitägigen Westafrikareise wollte die Kanzlerin am Mittwochabend in der senegalesischen Hauptstadt Dakar zunächst mit Präsident Macky Sall über die wirtschaftliche Entwicklung seines Landes und Migrationsthemen sprechen. Zudem sollte es um Möglichkeiten zur Unterstützung Senegals bei dessen Engagement für die Stabilität in der Region gehen. Anschließend wollte sich Merkel mit Vertretern der Zivilgesellschaft unter anderem über die Perspektiven der Jugend austauschen.

Am Donnerstag reist Merkel nach Ghana weiter, am Freitag wird sie politische Gespräche in Nigeria führen. Im Mittelpunkt stehen in allen drei Ländern Bemühungen im Kampf gegen illegale Migration. Senegal, Ghana und Nigeria sind Herkunftsländer von Migranten mit Ziel Europa.

Die Kanzlerin will mit ihrem Besuch auch die demokratische Entwicklung in den Ländern fördern. Die Regierungen in Dakar, Accra und Abuja setzen sich in der Region aktiv für Frieden, Sicherheit und Demokratie ein. Auch für die Stärkung multilateraler Strukturen – ein wesentlicher Politikansatz Merkels – spielen sie als Mitglieder der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas eine aktive Rolle.

Die Kanzlerin wird von einer Wirtschaftsdelegation mit Vertretern unter anderem aus den Bereichen Elektrifizierung, Automatisierung, Digitalisierung, Infrastruktur, Wasserwirtschaft und erneuerbaren Energien begleitet.

Bei dem Gespräch mit Präsident Sall sollte es unter anderem um Möglichkeiten für eine Stärkung des Wachstums in dem Land gehen. In dem mehrheitlich muslimischen Land mit 15 Millionen Einwohnern gibt es Wachstumsraten von über 6 Prozent – allerdings vor dem Hintergrund einer sehr kleinen Volkswirtschaft.

Die Bedeutung Chinas als Kooperationspartner nimmt wie in vielen afrikanischen Ländern zu und ist nach Angaben aus deutschen Regierungskreisen an vielen Orten schon sehr stark. Auch der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte sich vor einiger Zeit um einen Verbesserung der Beziehungen zum Senegal bemüht, ebenso wie Vertreter der Golfstaaten. Ein Ziel Merkels ist es bei der Reise daher auch, Chancen und Investitionssicherheit für die deutsche Wirtschaft in Afrika zu verbessern.

Am Donnerstag will Merkel nach Ghana weiterreisen und sich mit Präsident Nana Akufu-Addo treffen. Das Land gilt als Stabilitätsanker in der Region und ist die zweitgrößte Volkswirtschaft in Westafrika. Neben der Wirtschafts- wird dort auch die Migrationspolitik eine zentrale Rolle in den Gesprächen spielen. Ghana ist sicherer Herkunftsstaat im Sinne des deutschen Asylrechts. Merkel dürfte bei der Reise auch die Probleme bei der Rückführung von ausreisepflichtigen abgelehnten Asylbewerbern ansprechen. (dpa)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion