Meuthen weist Kritik an Chemnitzer Demonstranten zurück: „Merkel verbreitet gezielt Fake-News“

Epoch Times3. September 2018 Aktualisiert: 4. September 2018 6:35
Jörg Meuthen kritisierte bei einer Bürger-Gesprächsrunde am Freitag im sächsischen Meißen und am Montag bei seinem Auftritt auf dem Gillamoos-Volksfest im niederbayerischen Abensberg die "pauschale Verunglimpfung" der Chemnitzer Demonstranten und des Bundeslandes Sachsen. Es gebe eine gewisse Gruppe von Menschen, meint er, die sich für Intellektuelle halten, und denen man mal klar sagen muss, was die Wahrheit ist in diesem Land.

AfD-Chef Jörg Meuthen hat die Kritik an den rechtsgerichteten Demonstranten in Chemnitz durch Medien und Politik zurückgewiesen. „Ein ganzes Bundesland und seine Menschen werden hier pauschal verunglimpft, weil sich dort ein vernehmlicher und nur zu nachvollziehbarer Unmut über die hereinbrechenden Umstände regt“, sagte er am Montag bei seinem Auftritt auf dem Gillamoos-Volksfest im niederbayerischen Abensberg. Dass die Menschen auf die Straße gingen und laut vernehmlich, aber friedlich ihren Unmut kundtäten, könne er bestens nachvollziehen.

Die AfD schüre keine Ängste, wie unterstellt werde, „sondern diese Ängste haben die Menschen und das bei dieser Regierungskonstellation auch völlig zu Recht. Wir sind die, die das aufgreifen. Das ist Aufgabe von Politik“, sagte Meuthen. „Ich bin sogar stolz auf viele dieser Menschen in Sachsen, weil sie der lebende Beweis dafür sind, dass es doch noch Bürger dafür gibt, die so etwas wie Mut, Stolz und den Antrieb haben, sich und das eigene Land zu verteidigen.“

Meuthen betonte, auch die AfD lehne „die von einigen, tatsächlich sehr wenigen Demonstranten ausgehende Gewalt gegen unschuldige Menschen mit vermutetem Migrationshintergrund komplett“ ab. „Ebenso widerlich sind rassistische Beschimpfungen und Hitlergrüße. Ich wüsste ganz gerne mal, wie viele von denen, die das tun, eingeschleuste Provokateure sind.“

AfD stellt Kandidat für Oberbürgermeisterwahl auf

Am 9. September wählt die sächsische Stadt Meißen einen neuen Oberbürgermeister.  Derzeit amtierend ist der parteilose Olaf Raschke, unterstützt von der CDU. Große Hoffnungen auf einen Personenwechsel machen sich hier SPD, Linke und Grüne gemeinsam mit dem bürgerschaftlichen Bündnis „Bürger für Meißen-Meißen kann mehr“ die den über Sachsens Landesgrenzen hinaus bekannten Frank Richter als Kandidaten ins Rennen geschickt haben.

Große Hoffnung macht sich aber auch die AfD, die mit dem Dresdner Juristen Dr. Joachim Keiler das erste Mal einen Kandidaten stellt. Weitere Kandidaten sind Martin Bahrmann für die FDP und Heiko Lorenz für die Volkspartei.

Um Dr. Keiler in seiner Kandidatur zu unterstützen, kam am Freitag AfD-Chef Prof. Jörg Meuthen nach Meißen. Es gab eine ausgiebige Bürger-Gesprächsrunde, an der auch AfD-Landeschef Jörg Urban beteiligt war. Kurz nach dessen einleitenden Worten hielt Meuthen eine rund zehn-minütige Ansprache, in der er sich vor allem über Sachsen und auch Chemnitz äußerte.

(dpa/mcd)

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