Nach dem Sturm: Ein Toter und viele Schäden – Erste Züge in NRW rollen wieder

Epoch Times11. März 2019 Aktualisiert: 11. März 2019 7:57

Nach dem sturmbedingten Ausfall des Zugverkehrs in Nordrhein-Westfalen sind am Morgen die ersten Züge im Fern- und Regionalverkehr wieder gefahren.

„Pendler sollten mit Verspätungen rechnen und sich in den Informationssystemen auf dem Laufenden halten“, sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn am Montagmorgen.

Viele der verursachten Schäden hätten in der Nacht behoben werden können, so dass im Fernverkehr wieder ein „stabiler Betrieb“ hergestellt sei. Lediglich einzelne Züge sollten noch ausfallen, etwa auf der Schnellstrecke zwischen Köln und Frankfurt am Main. Einschränkungen gebe es noch auf den Strecken zwischen Köln – Dortmund, Altenbeken – Hamm (Westfalen) sowie zwischen Rosenheim und Kufstein.

Auch S-Bahnen und Regionalzüge seien in weiten Teilen Nordrhein-Westfalens wieder in Betrieb, auf einzelnen Strecken sei ein Ersatzverkehr mit Taxis oder Bussen eingerichtet. Weil Sturm „Eberhard“ Bäume auf die Gleise geweht und für einen Stromausfall im wichtigen Stellwerk Essen gesorgt hatte, war der Zugverkehr im bevölkerungsreichsten Bundesland NRW am Sonntagnachmittag komplett gestoppt worden.

Ein Toter und viele Schäden durch Sturmtief

Sturmtief „Eberhard“ hat am Sonntag im Westen Deutschlands viele Sachschäden verursacht, mindestens eine Person kam ums Leben. So wurden in Bitburg Teile des Dachs der Stadthalle heruntergerissen. Im Hochsauerlandkreis wurde ein 47 Jahre alter Mann während der Fahrt im Auto von einem Baum erschlagen.

Der Bahnverkehr kam im Westen, in der Mitte und im Süden Deutschlands in großen Teilen zum Erliegen, viele Züge waren verspätet. In NRW wurde der Zugverkehr vorübergehend komplett eingestellt. Nach Angaben der Bahn konnten viele durch das Sturmtief verursachte Schäden an den Strecken bis Montagmorgen behoben werden. Die Aufräumarbeiten dauerten aber noch an, teilte das Unternehmen mit.

Deshalb gehe man davon aus, dass die Sturmschäden auch am Montag noch zu Beeinträchtigungen im Zugverkehr führen werden. Unter anderem fallen auf der Schnellfahrstrecke zwischen Köln und Frankfurt einzelne Züge aus. Fahrkarten, die für Sonntag gültig waren und für Montag gültig sind, behalten für den Fernverkehr ihre Gültigkeit und können entweder kostenfrei storniert oder bis eine Woche nach Störungsende flexibel genutzt werden, auch wenn sie zuggebunden waren. (dpa/dts)

 

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