Schulen und COVID-1?Foto: Armin Weigel/dpa/dpa

Offizielle Zwangspause an Schulen noch bis Mai

Epoch Times15. April 2020 Aktualisiert: 15. April 2020 20:36
Die Schulen in Deutschland sollen ab Anfang Mai wieder aufmachen - "ganz behutsam", so die Bundeskanzlerin. Prüfungen dürfen vorher schon stattfinden. Die Notbetreuung für Kinder wird ausgeweitet.

Der in der Corona-Krise eingestellte allgemeine Schulbetrieb in Deutschland soll schrittweise ab dem 4. Mai wieder aufgenommen werden.

Zuerst sollen Abschlussklassen, Klassen, die im kommenden Jahr Prüfungen ablegen und die obersten Grundschulklassen wieder zurück in die Schulen kommen können. Darauf haben sich die Ministerpräsidenten der Länder und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch bei einer Schaltkonferenz verständigt.

Anstehende Prüfungen und Prüfungsvorbereitungen der Abschlussklassen dieses Schuljahres können aber auch vorher schon stattfinden, „nach entsprechenden Vorbereitungen“, wie es in einem gemeinsamen Beschlusspapier heißt. Verschiedene Bundesländer kündigten das am Mittwoch auch umgehend an. Die Notbetreuung für Kinder soll ausgeweitet werden.

„Ich weiß, wie viele Menschen in Deutschland gerade diese Diskussion verfolgen. Denn es ist natürlich eine ganz, ganz schwierige Situation für Eltern“, sagte Merkel am Mittwoch nach den Beratungen mit den Länderregierungschefs. Mit Blick auf den Schutz von Menschenleben müsse man hier „ganz behutsam, ganz schrittweise vorgehen“. Die Kultusministerkonferenz der Länder (KMK) soll nun bis zum 29. April ein Konzept vorlegen, „wie der Unterricht unter besonderen Hygiene- und Schutzmaßnahmen, insbesondere unter Berücksichtigung des Abstandsgebots durch reduzierte Lerngruppengrößen, insgesamt wieder aufgenommen werden kann“, heißt es in dem Beschluss.

Dabei geht es konkret um Hygienepläne für die Schulen, um die Organisation von kleineren Lerngruppen, versetzte Pausen und den Betrieb der Schulbusse. Die KMK wollte noch am Mittwochabend in einer ersten Schaltkonferenz über die nächsten Schritte beraten.

Besonders vom Virus betroffene Länder können nach den Worten von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) von der gemeinsamen Bund-Länder-Linie bei den Schulen abweichen. Bayern beispielsweise will mit dem Schulbetrieb erst ab dem 11. und nicht dem 4. Mai schrittweise wieder beginnen. Man habe Spielräume und einen Rahmen entwickelt, weil die Länder unterschiedlich betroffen seien, sagte Söder. Bayern zählt in der Corona-Pandemie bundesweit die meisten nachgewiesenen Infektionsfälle und die meisten Toten.

Andere Länder wollen bereits vor dem 4. Mai schrittweise beginnen. In Nordrhein-Westfalen etwa sollen Schüler von Abschlussklassen bereits nach dem 20. April in die Schulen zurückkehren.

Konkrete Entscheidungen über eine Wiederöffnung von Kitas wurden nach dem Beschlusspapier nicht getroffen. Es heißt darin lediglich, die Notbetreuung werde fortgesetzt und auf weitere Berufs- und Bedarfsgruppen ausgeweitet. An den Hochschulen sollen neben der Abnahme von Prüfungen auch wieder Praxisveranstaltungen stattfinden dürfen, allerdings nur eingeschränkt, wenn dafür spezielle Labor- und Arbeitsräume nötig sind. Bibliotheken und Archive dürfen unter strengen Hygiene- und Abstandsauflagen wieder geöffnet werden. (dpa)


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Unsere Buchempfehlung

Alle Völker der Welt kennen den Teufel aus ihren Geschichten und Legenden, Traditionen und Religionen. Auch in der modernen Zeit führt er – verborgen oder offen – auf jedem erdenklichen Gebiet seinen Kampf gegen die Menschheit: Religion, Familie, Politik, Wirtschaft, Finanzen, Militär, Bildung, Kunst, Kultur, Medien, Unterhaltung, soziale Angelegenheiten und internationale Beziehungen.

Er verdirbt die Jugend und formt sich eine neue, noch leichter beeinflussbare Generation. Er fördert Massenbewegungen, Aufstände und Revolutionen, destabilisiert Länder und führt sie in Krisen. Er heftet sich - einer zehrenden Krankheit gleich - an die staatlichen Organe und die Gesellschaft und verschwendet ihre Ressourcen für seine Zwecke.

In ihrer Verzweiflung greifen die Menschen dann zum erstbesten „Retter“, der im Mantel bestimmter Ideologien erscheint, wie Kommunismus und Sozialismus, Liberalismus und Feminismus, bis hin zur Globalisierungsbewegung. Grenzenloses Glück und Freiheit für alle werden versprochen. Der Köder ist allzu verlockend. Doch der Weg führt in die Dunkelheit und die Falle ist bereits aufgestellt. Hier mehr zum Buch.

Jetzt bestellen - Das dreibändige Buch ist sofort erhältlich zum Sonderpreis von 50,50 Euro im Epoch Times Online Shop

Das dreibändige Buch „Wie der Teufel die Welt beherrscht“ untersucht auf insgesamt 1008 Seiten historische Trends und die Entwicklung von Jahrhunderten aus einer neuen Perspektive. Es analysiert, wie der Teufel unsere Welt in verschiedenen Masken und mit raffinierten Mitteln besetzt und manipuliert hat.

Gebundenes Buch: Alle 3 Bände für 50,50 Euro (kostenloser Versand innerhalb Deutschlands); Hörbuch und E-Book: 43,- Euro.

Weitere Bestellmöglichkeiten: Bei Amazon oder direkt beim Verlag der Epoch Times – Tel.: +49 (0)30 26395312, E-Mail: [email protected]

Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion