Pegida Demo in Dresden am 19.10.2015.Foto: Getty Images

„Ein Jahr Pegida“ – Tatjana Festerling: „Der psychopolitische Wandel des Meinungsklimas ist nicht mehr zu stoppen.“

Epoch Times19. Oktober 2015 Aktualisiert: 19. Oktober 2015 21:48
In Dresden steht heute alles im Zeichen des “Pegida-Geburtstags”. EPOCH TIMES ist live dabei. Ab 18.30 berichten wir von der Kundgebung im Live-Ticker und bereits ab 16.00 Uhr im Vorfeld. Acht Gegenveranstaltungen wurden angemeldet.

+++ 21:26 Uhr Ende der Veranstaltung +++

Die Pegida-Demonstranten ziehen aus und es gibt Pfiffe der Gegen-Demo und laute “Wir sind das Volk”-Rufe der Pegida-Demonstranten als sie den Platz verlassen.

+++ 21:15 Uhr Singen der Hymne – Eine Lichtkuppel über dem Platz +++

Polizei versucht mit Wasserwerfern einen Weg durch die Gegendemonstration freizukämpfen um die Demonstrationsteilnehmer vom Platz lassen zu können. Bachmann bittet um Geduld.

Die National-Hymne wird gesungen. Eine ergreifende Szene: Tausende Taschenlampen werden eingeschaltet und der Nachtnebel zusammen mit dem Licht lassen eine leuchtende Kuppel über dem Platz entstehen. Währenddessen geht die Mondsichel (ein Symbol des Islam) hinter dem Zwinger unter. 

Bachmann bedankt sich noch einmal herzlich bei der Polizei. "Wir warten, bis wir vom Platz können."

"Wir kommen wieder", rufen die Teilnehmer der Pegida-Demo. 

Zwei Ausgänge werden angekündigt. Die Polizei wird Spaliere bilden und die Demonstranten begleiten.

Lutz Bachmann verkündet, dass alle Ausgänge des Platzes bis auf einen blockiert worden seien von Gegendemonstranten. Die Polizei versuche sich gerade „durchzukämpfen“ Er nennt es ein Komplettversagen Versammlungsbehörde.

„Wir sollen heute provoziert werden, dass wir versuchen auszubrechen“. So Bachmann. Für ihn sehe das ganz klar gesteuert aus.

„Das Ding wird für das Ordnungsamt und die Versammlungsbehörde in Dresden ein Nachspiel haben“ kündigt Bachmann an. 

Er fordert zu folgendem auf: Jeder Pegida-Teilnehmer soll an das Ordnungsamt schreiben und den Rücktritt des Chefs fordern.

+++ 21:00 Uhr Robbins: Europa steuert gerade entweder auf eine Scharia-Gesellschaft oder den totalen Marxismus zu. +++

Tommy Robbins von der British Defence League ist der letzte Redner: Pegida werde eine Rolle bei der Rettung Europas spielen, sagt Robbins.

Er erinnert an die Zerstörungen der zwei Weltkriege, die innerhalb Europas stattfanden und an die Kreuzzüge, welche sechs Jahrhunderte dauerten und nötig waren um muslimische Invasionen abzuhalten.

Nun sehe Europa sich wieder einer ähnlichen Bedrohung gegenüber. Er zählt die Ereignisse der Geschichte auf uns sagt: Wir sollten auf die Vergangenheit schauen und uns an die berühmten Schlachten erinnern in denen Europa gerettet wurde.

Während der Kreuzzüge vereinten sich Menschen aus ganz Europa um die Bedrohung durch den Islam abzuwenden und den bedrängten und verfolgten Christen im Nahen Osten zu Hilfe zu kommen.

"Wir sind eine Bewegung. Jedes Land der Welt hat das Recht, sich selbst zu verteidigen, Israel eingeschlossen. Und natürlich auch jedes Land in Europa und auch Deutschland", so Robbins.

"Ich möchte Sie ermutigen, verweigert Euch diesem Spiel der Schande, weigert Euch, euch schuldig zu fühlen. Deutschland ist nicht verpflichtet, die Flüchtlingskrise zu lösen."

"All Euer Fortschritt ist nun in Gefahr. Lasst Deutschland nicht zurück ins Chaos, in Gewalt und Zerstörung sinken."

Aktuell werde behauptet, die Flüchtlingskrise sei ähnlich wie die nach dem 2. Weltkrieg.

"Aber wir werden oft zum Schweigen gebracht", so Robbins. Terrorismus und ideologische Gefahren des Islams dürften nicht genannt werden, außer wie hier bei Pegida, sagt der Brite.

Er grüßt die Mitglieder der Deutschen Defence League. Solche Vereinigungen seien in ganz Europa notwendig, weil die Regierungen sich weigern, sich um die Sicherheit ihrer Völker zu kümmern. "Wir müssen uns vereinen, und ein Programm entwickeln, welches die Interesse der Mehrheit in unseren Ländern vertritt", schlägt er vor.

Länder, deren Grenzen man einfach überrennen könne, seien eigentlich keine Länder mehr. Es sei nicht rassistisch, nationale Grenzen zum Schutz der Bürger zu kontrollieren. Laut Robbins steuert Europa gerade entweder auf eine Scharia-Gesellschaft oder den totalen Marxismus zu. 

Robbins erklärt, dass der Islam von seinen Anhängern verlange, jeden Ort an den sie gelangen in eine Scharia-Gesellschaft zu verwandeln. Das würde steigenden Druck auf die Gesellschaft ausüben. Wer das nicht verstehen wolle sei entweder blind, wissentlich ein Lügner oder sogar ein Verräter.

+++ 20:53 Uhr Horst: "Deutschland scheint sich erst jetzt befreien zu müssen aus dem Chaos das nach dem 2. Weltkrieg und dem Kalten Krieg kam." +++

Lutz Bachmann präsentiert noch ein Video, diesmal mit berühmten Zitaten. Und er erzählt "noch etwas Lustiges":
Der MDR habe von 10.000 Pegida-Demonstranten und 14.000 Gegendemonstranten gesprochen.
Die Demonstranten lachen schallend und rufen "Lügenpresse!"

Der nächste Redner ist Horst. Horst zitiert aus der Johannes-Apokalypse und vergleicht das darin entworfene Bild des Todes mit der aktuellen Politik, die wir erleben und mit ihren Führern.

"Nie war eine junge Generation dümmer", so Horst. "Nie war eine Arbeitergeneration unmotivierter und hoffnugsloser diesem Verschachern von Gesellschaft und Kultur ausgeliefert." Die Gesellschaft sei gelähmt.

„Das ist Plünderung, der größte Raubzug der Geschichte!“ ruft Horst. Widerstand-Chöre aus der Menge sind zu hören.

Merkels „Wir schaffen das“ sei der reinste Hohn. Der Büger werde jahrelang bluten, um das aktuell Geschehende auszubaden.

Horst sagt: „Es stellt sich heraus, dass Pegida punktgenau den Nerv dieses Volkes getroffen hat.“

Hier solle offensichtlich ein Verbrechen an einer ganzen Nation vollzogen werden. Ob es volle Absicht, Unfähigkeit oder Größenwahn war, lasse er dahin gestellt, das werde die Geschichte zeigen. 

Über Deutschlands Politik schüttele die Welt den Kopf, sie fühle aber mit dem Volk mit. Es scheint so, als ob Deutschland sich erst jetzt befreien müsse aus dem Chaos das nach dem 2. Weltkrieg und dem Kalten Krieg kam, so Horst. Die Wiedervereinigung sei nicht am Volk am Arbeiter oder an der Gemeinschaft gescheitert. Die seien bereit die Lasten zu tragen. Deutschland sei an der Verblendung und Unfähigkeit seiner Politik gescheitert. Viele Vereinbarungen wurden in letzten 15 Jahren für nichtig erklärt. „Egal was, CDU SPD Grüne und Linke sind sang und klanglos gescheitert“, so Horst. 

Die Elite zeige dass sie den Ämtern, die sie inne habe, nicht gewachsen sei.

Sie werde nicht von Nächstenliebe geleitet, sondern von Feigheit und Furcht. Dies sei eine blinde Abkehr von der eigenen Identität, wenn nicht gar Volksverrat.

+++ 20:25 Uhr Pirincci: Deutschen ist Fußball wichtiger als Meinungsfreiheit, sexuelle Freiheit und körperliche Unversehrtheit. +++ 

Pirincci kündigt an, dass er entgegen der Ankündigung nicht aus seinem Buch vorlesen wird, sondern eine eigens für diesen Geburtstag geschriebene Rede halten werde. 

Der Begriff Umvolkung stammt von den Nationalsozialisten ab, klärt der Autor auf. Das Hauptmerkmal der Umvolkung sei ihre Künstlichkeit. Menschen, die ein gemeinsames Erbe, einen gemeinsamen Erinnerungsschatz oder eine Heimat hätten, würden an einen anderen Platz verfrachtet.

Er vergleicht das Vorgehen der Bundesregierung mit dem der nationalsozialistischen Gauleiter. Sie lassen immer mehr die Maske fallen, so Pirincci. 

Pirinccis Text ist wie seine aus Büchern und Internet bekannten: Scharf formuliert, faktisch fundiert und streckenweis sehr, sehr vulgär mit haufenweise Phäkalausdrücken. „Ein Vorgschmack auf die Rechtlosigkeit der Einheimischen“ und die islamische Vorzivilisationshölle“ gehört noch zu den netteren Formulierungen.

Seine bitteren Formulierungen werden mit streckenweise schockiertem Gelächter und einer Mischung aus Pfiffen und Beifall aufgenommen. 

Er wettert auf das Schärfste gegen den Islam und das deutsche Establishment.

Deutschland werde derzeit von seinen künftigen Schlächtern durchflutet, aber trotzdem seien die meisten Leute immer noch sehr entspannt. Denen seien Details wie Meinungsfreiheit, sexuelle Freiheit und körperliche Unversehrtheit als Grundrechte vermutlich egal, solange von den Änderungen der Zukunft nicht die Fußballübertragungen berührt würden. 

Über Heiko Maas: „Justizminister kann man ihn ja nicht nennen, denn sonst hätte er die in Serie gegangen Rechtsbrüche der in die Irre gegangenen“ Regierung ahnen müssen. 

Pirincci erzählt, dass es Familien im Dritten Reich geschafft hätten, die Ermordung ihrer Anghörigen durch Widerstand zu verhindern. Aktuell sieht er aber nicht die Chance, dass die Deutschen sich im großen Stil zusammentun und zum Beispiel gegen die Beschlagnahmung von Sozialwohnungen wehren.

Hinter den Forderungen der „Invasoren“ werde in Zukunft immer die Drohung mit Gewalt durch Massen junger Männer stehen. „Sobald nur einer von ihnen von der Polizei erschossen wird, wird die Kacke am Dampfen sein“, prophezeit Pirincci.

(Nun sind einige Gegendemonstranten so nahe an die Bühne gekommen, dass man ihre Sprechchöre laut hören kann. )

Die Umvolkung des deutschen Staatsgebietes sei "eine Fanatsie von geisteskranken Linken, Grünen und Perversen“, schließt der Autor. 

+++ 20:11 Uhr Tatjana Festerling: "Der psychopolitische Wandel des Meinungsklimas ist nicht mehr zu stoppen." +++

Tatjana Festerling tritt auf. Sichtbar emotional. "Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!", ruft sie.

"Überall in Europa gehen Menschen gemeinsam auf die Straße gegen Politiker, die ihnen Entscheidungen aufzwingen", so Festerling. Die mutigen Dresdener hätten gezeigt, dass sie eine Wende möglich sei. Der psychopolitische Wandel des Meinungsklimas sei nicht mehr zu stoppen.

"Was macht die Faszination von Pegida aus? Es ist das starke Gefühl von Zugehörigkeit, Selbstbestimmung und Freude", so Festerling. Die Spaziergänge seien feste Verabredungen und eine Fluchtmöglichkeit aus dem täglichen Wahnsinn. Bei Pegida könne man sich mal zwei Stunden der "riesigen Irrenanstalt Deutschland" entziehen. Das Gemeinschaftselebis bei Pegida sei das Gegenteil dessen, was in Deutschland derzeit ablaufe – eine Spaltung der Gesellschaft.

Offenheit, Vertrauen, Ehrlchkeit und Mut seien die Stärken der Pegiden vor und hinter dem Mikrophon, so Festerling.

Sie kündigt Akif Pirincci an, den politisch unkorrekten türkisch-deutschen Bestseller-Autor. 

+++ 20:00 Uhr Lutz Bachmann: "Jetzt kommt für mich der emotionalste Moment" – Die Hymne ist ein getragenes, feierliches Stück, eine Mischung aus Klassik und Pop. +++

Bachmann kündigt die eigens für Pegida komponiere Hymne an und verliest ein Grußwort des Komponisten: „Liebe Freunde, wie stehen hier und heute zuschaut tatsächlich die ganze Welt auf Dresden, selbst in Japan berichtet das Fernsehen, dass wir hier jede Montag auf die Straße gehen.“ In der deutschen Presse werde Pegida beschimpft. In der übrigen Welt werde Pegida als die einzig wahre deutsche Opposition wahrgenommen. „Unsere Ahnen haben in allen bereichen riesige Fußspuren hinterlassen“, so der Musiker , der namentlich nicht genannt werden wollte aus Furcht vor Repressalien. Deutschland habe Wissenschaftler wie Einstein und Künstler wie Albrecht Dürer, Musiker wie Bach Wagner und Beethoven hervorgebracht. Was diese Leute geschaffen hätten, müsse man bewahren. "Wir werden es beschützen, bewahren und verteidigen", so der Musiker. 

Pegida stehe hier nicht nur für all die Menschen auf dem Platz und alle, die heute abend nicht da sein könnten. Sondern auch für alle die in der Gegendemo stünden und deren Kinder.

Die Hymne ist ein getragenes, feierliches Stück, eine Mischung aus Klassik und Pop.

Sie wird als Video präsentiert zu Bildern vergangener Pegida-Demos.

Es ist ein reines Musikstück ohne gesungenen Text. Die Pegiden klatschen. Lutz Bachmann muss erst mal Luft holen, so gerührt ist er. Der Text komme noch, sagt er.

Die Hymne werde für alle Pegidas stehen und in jedem Land einen eigenen Text bekommen. Er bittet um einen riesigen Applaus für den anonymen Komponisten. 

+++ 19:45 Uhr Ed Utrecht aus Holland:  „Hier habe ich zum ersten Mal gespürt, dass hier etwas bewegt werden kann.“ +++ 

"Lutz, ich bin heute ohne Galgen, aber mit Galgenhumor nach Dresden gekommen. " sagt Ed Utrecht, der bekannte  Pegida-Redner aus Holland. "Ohne Euch hätte Pegida nichts erreicht", so Ed zur Menge.

"Es geht bei Pegida nicht gegen Ausländer, sondern um die Akzeptanz von Deutschland und seinen Werten", so Ed. Das könne er als Ausländer selbst bezeugen.

"Es geht nicht darum, welchen Pass Du hast, sondern wie Dein Herz tickt“, so Ed. Bei Merkel stimme etwas im Herzen nicht.

Ed sagt, er habe noch nie zuvor politisch etwas unternommen. Pegida sei für ihn der Startschuss gewesen. „Hier habe ich zum ersten Mal gespürt, dass hier etwas bewegt werden kann.“ Seit seinem ersten Mal bei Pegida war er süchtig gewesen und wollte unbedingt dabei sein und mitmachen. Ihm geht es nicht darum Personen zu folgen, sondern ums Prinzip.

Ed kritisiert die Bigotterie der deutschen Regierung. De Maiziere und Heiko Maas sollten endlich aufhören zu hetzen und Deutschland in zwei Lager zu spalten. „Sie sollten mal in den Spiegel schauen, wer hier der wirkliche Nazi in Nadelstreifen ist!“

Ed fordert die Pegiden weiterhin zu friedlichem Widerstand auf. Nur damit könne man siegen.

"Widerstand"-Rufe verabschieden ihn.

+++ 19:38 Uhr Pegida-Spaziergänger mit Eisenstange schwer verletzt. "Wir lassen uns nicht provozieren. Dresden zeigt, wie´s geht!", so Bachmann.

Lutz Bachmann berichtet, dass heute und hier in Dresden ein Pegida-Spaziergänger mit einer Eisenstange schwer verletzt wurde. "Wir lassen uns nicht provozieren. Dresden zeigt, wie´s geht", so Bachmann.

+++ 19:34 Uhr Alicia vom Orgateam Pegida in Polen: "Das Deutschland angeblich Zuwanderung brauche liege an der familienfeindlichen Politik." +++

Die nächste Rednerin ist Alicia vom Orgateam Pegida in Polen. Sie begrüßt die Pegiden mit den ersten Zeilen der Nationalhymne die lauten: "Noch ist Polen nicht verloren, solange wir noch leben…". 

Das sollte man auf Europa ummünzen, so die Rednerin. Europa sei noch nicht verloren, solange wir zusammenstehen. "In Polen finden es" alle ganz toll, was ihr hier tut." 

Sie dankt Deutschland für "die tollen 13 Jahre" die sie in Deutschland gelebt habe und selbst habe sie niemals Rassismus oder Ausländerfeindlichkeit erlebt. Rund 3000 Menschen waren bei der ersten polnischen Pegida-Demo dabei, die sie organisierte.

Sogar die Polnische Polizei trug Armbinden mit der polnischen Fahne. Es gab keine Gegendemo. Ein Beamter sagte, ich zeige damit meine Verbundenheit mit dem Land dem ich die Treue geschworen habe.

Nun ein Wort an Angela Merkel. Sie haben gesagt, der Islam gehört zu Deutschland. „Gehört dann der Koran auch zu Deutschland?“ Darin würde jedoch die Ermordung von Christen gefordert. Gehört dies auch zu Deutschland? Die traurige Wahrheit ist, Sie sind nicht mehr unsere Kanzlerin. Merkel sei mit ihrer Hetze gegen das eigene Volk das Vorbild für Rassismus.

Die Polin sagt: Das Deutschland angeblich Zuwanderung brauche liege an der familienfeindlichen Politik. Sie und ihr Mann hätten gerne noch ein zweites Kind, könnten es sich aber finanziell nicht leisten, obwohl sie beide arbeiten.

Sie erzählt noch eine Geschichte, welche zeigt, wie Knauserig der Staat ist wenn es darum geht etwas wie eine sicherheitstechnisch nötige Feuerleiter in eine Grundschule einzubauen.

„Wie kann das sein, dass für Fremde, die noch nie für ein Land etwas geleistet haben, Geld da ist, aber für das eigene Volk nicht?“ Fragt sie. 

Alicia fordert die Deutschen und Polen zum Zusammenhalten auf. Gemeinsam schaffen wir es.

+++ 19:18 Uhr Bachmann sagt: "Es steht fest beim Ordnungsamt, dass auf diesen Platz nur 39.000 Menschen hinpassen … Der Platz ist voll!" +++

Lutz Bachmann kündigt noch ein Video an mit dem Titel: 365 Tage Pegida.

Ein kleines technisches Problem tritt auf. Bis das Video läuft rufen die Pegiden ein paar mal „Wir sind das Volk!“, auch um den Lärm der Gegendemo, die man in den Redepausen hört, zu übertönen.

Das Video ist eine Bildercollage mit Fotos aus der Socialmedia, dass die Geschichte von Pegida Revue passieren lässt, zu dramatischer Musik. 

Bachmann sagt: "Es steht fest beim Ordnungsamt, dass auf diesen Platz nur 39.000 Menschen hinpassen." 

Wenn er sich das so anschaue, würde er sagen, der Platz ist voll und die 32.000 von Pegida am 12. Januar 2015 gezählten Personen seien Geschichte.

+++ 19:10 Uhr "Die Politiker fragen uns nicht mehr, sondern zwingen uns ihr Entscheidungen auf." +++

Der nächste Redner ist ein italienischer Abgeordneter der Lega Nord: “Guten Abend Dresden! Unsere Partei verfolgt in Italien dieselben Ziele wie Pegida in Deutschland.”

Vor meiner Reise nach Dresden habe ich mir eine Frage gestellt. Wie kann es möglich sein, dass so viele Deutsche das gleiche Ziel verfolgen wie wir in Italien?

In den Medien werde propagiert, dass Deutschland ein Paradies sei und alle Deutschen hinter Angela Merkel stehen! "!Es freut mich sehr zu sehen, dass das nicht stimm!" so Vincenzo. Dies gebe ihm Hoffnung für die Zukunft Europas.

Unsere Zukunft ist von einem großen gemeinsamen Ziel geprägt. Dem Schutz der Vielfalt und der unterschiedlichen Völker Europas. Wir müssen unsere Kultur beschützen unsere gemeinsame Geschichte und unsere Tradition

„Die Politiker fragen uns nicht mehr, sondern zwingen uns ihr Entscheidungen auf.

Masseneinwanderung, Identitätsverlust und Zerstörung der Familie, dagegen sollten wir gemeinsam kämpfen.“

Dieser Kampf wird in Italien von der Lega Nord geführt. (—) In Brüssel arbeitet unser Lorenzo Fontana an einem Netzwerk für europäische Patrioten, die sich gegen das europäische Diktat wenden.

“Im Februar hatten wir einen Massenprotest in Rom. Damals kam Götz Kubitschek als Pegida-Vertreter und die Lega Nord beschloss, gemeinsam mit Pegida zu kämpfen. Das tun wir seitdem. Macht weiter so, lasst uns gemeinsam kämpfen, wenn wir zusammenstehen, wird die Zukunft uns gehören!“ lässt der Vertreter von der Lega Nord-Leitung ausrichten.

+++ 19:04 Wenn wir die Migrationswelle nicht sofort stoppen, wird unsere Kultur ruiniert." +++

Der erste Redner wird begrüßt. Ein tschechischer Politiker (Marek): "Wir sind Nachbarn, wir haben sehr vieles gemeinsam. Was wir gemeinsam haben ist, dass uns unsere Kultur und unser Schicksal nicht egal sind. Im Moment fallen in unser Europa hundertausende Menschen ein, die unser Europa die unsere Regeln und Gesetze nicht respektieren. Wenn wir diese Migrationswelle nicht sofort stoppen, werden unser soziales System und unsere Kultur ruiniert. Wir werden gegen eine große Gefahr, gegen radikale terroristische Gruppen kämpfen müssen. Unsere Könige in der Geschichte haben unsere Kultur genauso überliefert (…) Wir machen es nicht nur für uns, sondern vor allem für unsere Kinder."

Marek wird mit Applaus und Widerstand-Rufen verabschiedet.

+++ 18:50 Lutz Bachmann „Herzlich Willkommen zum ersten Geburtstag von Pegida. Ich hab Gänsehaut". +++

Lutz Bachmanns Eröffnung: „Herzlich Wilkommen zum ersten Geburtstag von Pegida. Ich hab Gänsehaut (…) Keiner von uns hätte sich vor einem Jahr erträumt, dass wir derart viele werden. Ein einmaliger Protest wurde zu einer breitaufgestellten und in der Form noch nie dagewesenen Bürgerbewegung. Wir wurden mit dem Tod bedroht, es gab Anschläge auf unsere Fahrzeuge und Häuser. Aber wir sind noch da. Wir sind gekommen um zu bleiben und geblieben um zu siegen. Wir tun das für unser Land, unsere Kultur und für die Zukunft unserer Kinder.”

+++ 18:46 Uhr Super Stimmung bei den Pegiden. Böller in der Gegen-Demo.

Die Antifa macht ihre Buh-Rufe und Pfeif-Konzerte und mehrere Böller sind in der Gegendemo explodiert. Der Lärm ist riesig. Noch ein Antifa-Böller. “Haut ab, haut ab”-Rufe und die üblichen Parolen der Gegendemo.

Pegida-Anhänger rufen: "Merkel nach Sibirien Putin nach Berlin". Die Stimmung ist riesig.

"Guten Abend Dresden, guten Abend Patrioten!", Lutz Bachmann verliest die organisatorische Belehrung.

Danach bedankt er sich bei der Polizei und bei den Ordnern. Der Stellenabbau bei der Polizei soll gestoppt werden und es sollen mehr Stellen geschaffen werden, zitiert er eine neue Nachricht und fürgt an, das war eine der 10 Pegida-Forderungen.

+++ 18:25 Auf dem Theaterplatz sind inzwischen sehr viele Menschen angekommen. Viele Fahnen sind zu sehen. +++

Auf dem Theaterplatz sind inzwischen sehr viele Menschen angekommen. Viele Fahnen sind zu sehen. Eben kam ein Zug von Tschechen, erkennbar an ihren tschechischen Fahnen, auf den Platz gelaufen und wurde mit großem Applaus begrüßt. 

Der erste “Merkel muss weg!” – Chor zum Aufwärmen erschallt aus einigen tausende Kehlen. Klingt aber auch schnell wieder ab.

Lutz Bachmann sagt die ersten Worte. Viele Menschen haben schon seit drei Stunden gewartet.  

+++ 17:00 Uhr Der Platz füllt sich langsam. Die Großbildleinwand läuft bereits. +++

Das Pegida-Team hat es geschafft eine Großbildleinwand in Betrieb zu nehmen. Dort ist ist das  LIVE-Bild vom Platz zu sehen.

Die Semper Oper hat bereits vorgesorgt und gleichfalls eine LED-Leinwand in ihr Portal gespannt. Dort ist zu lesen: “Wir sind kein Bühnenbild für Fremdenhass” und “Wir sind keine Kulisse für Intoleranz.”

Währenddessen füllt sich der Platz. Die ersten zwei Reihen um die Pegida-Bühne sind schon belegt. Der Platz füllt sich langsam. 

Auf den Stufen des Reiter-Denkmals sitzen schon seit einer Stunde Leute, um den besten Überblick zu haben.

+++ 16:00 Uhr Theaterplatz von Polizeiwagen umringt – Lage entspannt +++

Dutzende Polizeiwagen umstehen den Theaterplatz in Dresden, sogar aus NRW wurden Beamte geschickt. Noch sieht alles aus wie an einem ganz normalen Nachmittag. Touristen fotografieren die Semper-Oper, aber die ersten Kamerateams haben sich bereits die besten Plätze gesichert.

Die Rednerbühne wird gerade aufgebaut und befindet sich heute nicht vor dem Zwinger, sondern an der Elb-Seite des Theaterplatzes.

Im Moment scheint die Sonne und der Himmel ist heiter bis wolkig. 

Der Pegida-Geburtstag bekommt große Aufmerksamkeit – der IC nach Dresden war voll mit internationalen Reportern. 

+++ Live Ticker beginnt +++

“Ein Jahr Pegida – Kundgebung mit internationalen Gästen” unter diesem Motto findet heute die vielleicht größte Pegida-Demo statt, die Dresden je erlebt hat. Zehntausende Menschen werden von der Polizei erwartet. Entweder werden sie bei Pegida gegen das Asylchaos der Bundesregierung und gegen unkontrollierte Massenzuwanderung demonstrieren – oder bei acht anderen Veranstaltungen gegen Pegida.

Die Liste der internationalen Pegida-Redner ist noch geheim, angekündigt wurde der Auftritt des deutsch-türkischen Bestellerautors Akif Pirincci. Eingeladen wurde unter anderem Marine Le Pen, die laut Gerüchten absagte. Der bisher prominenteste Pegida-Redner war der holländische Rechtskonservative Geert Wilders.

Vor einem Jahr ging die erste Kundgebung unter dem Motto „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ in Dresden auf die Straße – als Reaktion auf einen Krawall zwischen Kurden und Türken. Sie wuchs spontan von 50 auf 350 Personen und fand wegen überraschend großen Zulaufs von da an wöchentlich statt. Das Phänomen Pegida beschäftigt seitdem Politik und Medien.

Vor dem Jahrestag wurden in den Medien sämtliche Register gezogen, um die Dresdener Bürgerbewegung zu diffamieren und potentielle Demonstrations-Teilnehmer abzuschrecken. So machte Justizminister Heiko Maas Pegida-Spaziergänger für Brandanschläge und Übergriffe auf Asylbewerberheime mitverantwortlich und Dresdens OB Dirk Hilbert (FDP) startete eine Socialmedia-Kampagne gegen Pegida.

Die überparteiliche Bewegung hat sich mehrfach ausdrücklich von Gewalt und rechtsextremen Parteien distanziert. Die Veranstalter riefen auf Facebook nun ausdrücklich ausländische Mitbürger zur Teilnahme auf: Unter dem Titel “Liebe Einwanderer, kommt am 19.10 zu Pegida nach Dresden” schrieb Sebastian Nobile von Pegida NRW:

Pegida ruft Einwanderer zum Mitmachen auf

“Ich selbst habe vier Nationen in meiner Familie vereint. Vor bald einem Jahr habe ich PEGIDA in NRW mit gegründet, wo wir zeitweise mehr Menschen mit Migrationshintergrund im Organisationsteam waren, als ohne. Ich habe einen dunkelhäutigen Sohn. Viele Ex-Moslems aus dem Irak, aus Pakistan, etc. haben auf den PEGIDA-Demos bisher gesprochen und viele Einwanderer, die die medialen Lügen durchschaut haben, haben auch an den Demos teilgenommen. Es wird nur nicht gezeigt in den Nachrichten, da es nicht in das Bild passen würde, was man von den Protesten zeichnet.

Ihr seid wichtig für dieses Land! Ihr seid hier immer willkommen gewesen und die allermeisten Deutschen wünschen sich eine Zukunft mit Euch! Ihr, die Ihr integriert seid und dieses Land liebt: Lasst euch von den Lügen in den Leitmedien über PEGIDA nicht davon abbringen, diesen Protest mitzugestalten. Habt Mut! PEGIDA ist weder rassistisch, noch in sonst einer Weise menschenverachtend orientiert. Wenn Ihr teilnehmt, werdet Ihr das feststellen. Wir brauchen EUCH. Deutschland braucht Euch.

Ihr kennt die Zustände in den islamisierten Ländern besser als viele Deutsche. Ihr wisst, welche Gefahren uns drohen und vielleicht seid Ihr selbst geflohen davor. Lasst uns nicht alleine mit denjenigen Deutschen, die nichts begreifen können oder wollen und denen nichts an der Zukunft, der Freiheit und dem Frieden im Land liegt. Ihr wisst viel besser, als so mancher wohlstandsverwahrloster Deutscher, was diese Freiheit und was dieser Frieden wert sind.”

Das will Pegida aktuell:

Pegida hält die Flüchtlingskrise für ein politisches Komplott zur Destabilisierung Deutschlands und der EU, basierend auf öffentlich bekannten US-Militärdoktrinen.

Pegida hatte von Anfang an in seinen Forderungen betont, dass Kriegsflüchtlinge temporären Schutz erhalten müssen. Die Bewegung sprach sich gegen die Aufnahme von Wirtschaftsflüchtlingen und für eine Null-Toleranz-Politik gegenüber kriminellen Asylbewerbern und Extremisten aus, deren sofortige Ausweisung sie fordert. Seit einigen Wochen fordern die Dresdener wegen des Massenansturms die Schließung der Grenzen, die Ausrufung eines Asylnotstands und einen Aufnahmestopp jeglicher Neuankömmlinge. (rf)

Pegida Demo in Dresden am 19.10.2015.Pegida Demo in Dresden am 19.10.2015.Foto: Getty Images


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