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Razzia wegen Gründung rechtsterroristischer Vereinigung in Berlin, Brandenburg und Thüringen

Wegen des Verdachts der Gründung einer rechtsterroristischen Vereinigung hat die Bundesanwaltschaft die Wohnungen von acht Beschuldigten in Berlin, Brandenburg und Thüringen durchsuchen lassen.

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Während einer Razzia bei Reichsbürgern in Berlin trägt ein Polizist einen Computer aus einem Haus im Ortsteil Moabit.

Foto: Paul Zinken/dpa

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Lesedauer: 1 Min.

Wegen des Verdachts der Gründung einer rechtsterroristischen Vereinigung hat die Bundesanwaltschaft am Sonntag die Wohnungen von acht Beschuldigten in Berlin, Brandenburg und Thüringen durchsuchen lassen.
Die Verdächtigen sollen der sogenannten Reichsbürgerszene angehören und sich spätestens im Sommer 2017 zusammengeschlossen haben, wie die Behörde in Karlsruhe mitteilte. Dabei sollen sie „auch in Betracht gezogen haben, nötigenfalls zielgerichtet Menschen zu töten“, und sich „zu diesem Zweck bereits Waffen beschafft haben“.
Festnahmen erfolgten den Karlsruher Angaben zufolge zunächst nicht. Die Razzia diente demnach „dazu, die bestehenden Verdachtsmomente zu objektivieren“. Insbesondere solle „geklärt werden, ob die Beschuldigten tatsächlich über Waffen verfügen“. Daher seien auch die Spezialeinheit GSG 9 und das mobile Einsatzkommando des Bundeskriminalamtes eingesetzt worden.
Die Beschuldigten sollen sich laut Bundesanwaltschaft mit dem deutschen Kaiserreich von 1871 bis 1918 identifizieren und die staatliche Ordnung der Bundesrepublik ablehnen. Ihr Ziel soll demnach sein,
„die bundesrepublikanische Ordnung durch eine an die organisatorische Struktur des deutschen Kaiserreichs angelehnte, neue staatliche Ordnung zu ersetzen“.
(afp)

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