Hackerangriff: Ein PC wurde gehackt und es erscheint eine Meldung.Foto: iStock

RKI-Webseite erneut von Hackern angegriffen

Epoch Times28. Oktober 2020 Aktualisiert: 28. Oktober 2020 15:17

 

Das Robert-Koch-Institut (RKI) ist am Mittwoch offensichtlich zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage Opfer einer Cyberattacke gewesen. Wie ein Sprecher des Bundesinnenministeriums am Mittag in Berlin sagte, gab es am Morgen einen sogenannten Überlastungsangriff. Dieser habe zu einer vollständigen Auslastung der RKI-Server geführt, wodurch dessen Webseite zeitweise nicht verfügbar gewesen sei.

Der Sprecher bezog sich auf eine diesbezügliche Meldung des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Die Behörde habe dem RKI deswegen Unterstützung angeboten. Der Angriff habe aber auch ohne solche Unterstützung vom Betreiber der Webseite abgewehrt werden können.

Die Bekanntgabe der aktuellen Daten zu den positiven Corona-Testergebnissen durch das RKI im Internet hatte sich am Morgen dadurch erheblich verzögert.

Donnerstag gab es bereits einen Hackerangriff

Zuvor hatte der „Spiegel“ berichtet, die Übermittlungsprobleme bei Corona-Daten an das RKI vom vergangenen Donnerstag seien auf eine weitere Cyberattacke zurückzuführen gewesen. Hier wurde offenbar die Seite so lange mit Hilfe von Bot-Netzen mit Anfragen bombardiert (DDoS-Attacke), bis sie zusammenbrach.

Für Bot-Netze werden zumeist zusammengeschaltete gekaperte Computer genutzt. Dies war auch am vergangenen Donnerstag der Fall, wodurch der angriff verstärkt wurde. Dies habe ein Sprecher des Informationstechnikzentrum Bund (ITZBund) bestätigt. Die Internetseite des RKI wird demnach wie andere digitale Dienste des Bundes über die Server des IT-Dienstleisters ITZBund betrieben.

Täter sind bisher nicht bekannt

„Der Angriff ist durch eine gezielte ‚Verschärfung‘ der Sicherheitsmechanismen für die Webseite abgewehrt worden“, zitierte der „Spiegel“ den ITZBund-Sprecher. Noch am 22. Oktober seien zusätzliche Schutzmaßnahmen ergriffen worden, um einen Ausfall der RKI-Website durch ähnliche Angriffe in Zukunft zu verhindern. Daten sollen nicht abgeflossen sein.

Wer hinter der Attacke steckt, sei bisher nicht bekannt. Dies werde noch untersucht, heißt es laut „Spiegel“ beim ITZBund.

Auf das RKI-Gebäude in Berlin hatte es zudem in der Nacht zum Sonntag einen Brandanschlag gegeben. (afp)

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