Bundesumweltministerin Svenja Schulze SPD (L) spricht mit Landwirtschafts- und Verbraucherschutzministerin Julia Klöckner vor der wöchentlichen Kabinettssitzung der Regierung am 13. März 2019 in Berlin, Deutschland.Foto: Sean Gallup/Getty Images

Schulze scheitert mit „Moorschutzstrategie“ an Klöckner

Epoch Times6. August 2021 Aktualisiert: 6. August 2021 15:17

Die Bundesregierung ist mit dem Vorhaben gescheitert, noch vor der Bundestagswahl eine Strategie zum besseren Schutz der Moore in Deutschland vorzulegen. Trotz intensiver Bemühungen sei es nicht gelungen, mit dem Bundeslandwirtschaftsministerium darüber eine Einigung zu erzielen, teilte das Umweltressort am Freitag in Berlin mit. „Das Bundesumweltministerium plant nun, kurzfristig eine eigene Ressortstrategie zu erarbeiten“, hieß es weiter.

Der Entwurf der Moorschutzstrategie war vom Umweltressort demnach gemäß einer Absprache im Koalitionsvertrag von Union und SPD erarbeitet worden. „Dieser Entwurf wurde im Rahmen der Ressortabstimmung mit allen betroffenen Ressorts diskutiert und entsprechend den Anregungen überarbeitet“, teilte das Ministerium weiter mit. Wegen des Widerstands des von Julia Klöckner (CDU) geleiteten Landwirtschaftsministeriums müsse das Vorhaben aber nun „leider als gescheitert angesehen werden“, hieß es weiter.

Dies sei umso bedauerlicher, weil inzwischen die Bedeutung des Moorschutzes auch für den Klimaschutz weithin anerkannt sei, erklärte das Ressort von Umweltministerin Svenja Schulze (SPD). „Ein besserer Moorschutz ist ein zentraler Baustein, um das Klima zu schützen und Artenvielfalt zu erhalten“, wurde betont.

Die nun vom Umweltministerium im Alleingang geplante Moorstrategie soll demnach die bereits mit den übrigen Ressorts getroffenen Vereinbarungen berücksichtigen. „Da mit Ausnahme des Bundeslandwirtschaftsministeriums ein breiter Konsens zur Moorschutzstrategie besteht, strebt das Bundesumweltministerium an, diese noch in diesem Jahr als Strategie der gesamten Regierung zu beschließen.“

Moore gelten als wichtige CO2-Senken. Die Bundesregierung hatte daher eigentlich angekündigt, deren Schutz und Wiedervernässung massiv zu fördern. Darauf würden auch Klimaexperten sowie Umweltverbände drängen, heißt es. Die Grünen-Vorsitzenden Annalena Baerbock und Robert Habeck hatten das Klima-Sofortprogramm ihrer Partei am Dienstag in einem brandenburgischen Moorgebiet vorgestellt, um die Bedeutung der Moore zu unterstreichen. (afp)



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