Aus der ausgebrannten Halle steigt Rauch. Die Flüchtlingsunterkunft hatte komplett in Flammen gestanden.Foto: David Young/dpa

Sechs Migranten verdächtig nach Großbrand in Düsseldorfer Asylheim

Epoch Times8. Juni 2016 Aktualisiert: 8. Juli 2016 1:30
Sechs Migranten wurden vernommen, nachdem ein Großfeuer gestern in Düsseldorf eine als Unterkunft genutzte Halle zerstörte. Die Polizei vermutet Brandstifung durch Bewohner: Für Fremdenfeindlichkeit bestehe kein Hinweis, ebenso nicht auf Brandstiftung von außen.
Nach dem Großbrand in einer Flüchtlingsunterkunft in Düsseldorf werden die Ermittlungen fortgesetzt. Polizei und Staatsanwaltschaft gehen dem Verdachts der schweren Brandstiftung nach.

Vom Brandort nahm die Polizei sechs Männer zur Vernehmung ins Polizeipräsidium. Der Verdacht habe sich im Zuge der Ermittlungen vor Ort ergeben. „Bislang haben sich keine Hinweise auf eine Brandlegung von außen ergeben“, hieß es in einer Mitteilung am Dienstagabend. Hinweise auf eine fremdenfeindliche Straftat gebe es ebenfalls nicht.

Das Feuer hatte am Dienstag die Unterkunft in der Nähe der Messe komplett zerstört, siehe Bericht HIER

In der ehemaligen Lagerhalle der Messe waren laut Stadt 282 ausschließlich allein reisende Männer untergebracht, vor allem Flüchtlinge aus Syrien, dem Irak und Afghanistan. Beim Ausbruch des Brandes waren den Angaben zufolge etwa 130 Menschen im Gebäude. Sie konnten nach derzeitigem Stand gerettet werden. Vermisst werde niemand. 28 Flüchtlinge zogen sich Rauchvergiftungen zu. Auch ein Feuerwehrmann und ein Helfer aus der Unterkunft wurden leicht verletzt.

Noch unklar ist, welches Motiv hinter der möglichen Brandstiftung steckt. Auch die Schadenshöhe stand Dienstagnacht noch nicht fest.

Löscharbeiten dauern an

Die Nachlöscharbeiten sollten nach Angaben der Polizei noch bis zum Mittwoch dauern. Dachteile müssten abgetragen werden, um mögliche Glutnester zu entdecken, sagte ein Feuerwehrsprecher. (dpa / rf)

(dpa)


Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion