Innenminister Horst Seehofer, 3. Januar 2019.Foto: MATTHIAS BALK/AFP/Getty Images

Seehofer über Merkel: „Sie ist in dieser Regierung die Beste“

Epoch Times11. Mai 2019 Aktualisiert: 11. Mai 2019 19:11
Bundesinnenminister Seehofer sieht keinerlei Anzeichen für einen vorzeitigen Bruch der schwarz-roten Regierungskoalition oder einen Wechsel im Kanzleramt.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gegen Stimmen aus der Union verteidigt, die einen baldigen Wechsel von Merkel zur CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer wollen. „Der beste Garant für gute Wahlergebnisse ist eine gute und wirksame Politik der großen Koalition. Für einen Wechsel gibt es keinen Anlass“, sagte Seehofer der „Rheinischen Post“.

Kramp-Karrenbauer sei eine sehr qualifizierte Politikerin. „Aber was da gerade diskutiert wird, ist Käse“, so der ehemalige CSU-Chef. Für einen Rücktritt von Merkel als Kanzlerin gebe es außerdem überhaupt keinen Anlass.

Sie ist in dieser Regierung die Beste. Sie hat ein sehr hohes Maß an Vertrauen in der Bevölkerung, ist glaubwürdig“, so der Bundesinnenminister.

„Ich kenne niemanden in der Welt, der so sehr auf Achse ist wie sie. Sie reibt sich auf für unser Land“, fügte Seehofer hinzu.

Die Koalition arbeite gut und vertrauensvoll zusammen und werde bis 2021 vernünftige Politik machen, betonte Seehofer. Zu Spekulationen, nach der Europawahl in zwei Wochen könnte die Regierung auseinanderfallen, sagte der CSU-Politiker, nach der Wahl werde „gar nichts passieren“. Er mahnte allerdings, alle Beteiligten müssten klug und besonnen bleiben.

Zur Möglichkeit erneuter Jamaika-Verhandlungen sagte Seehofer, nicht er, sondern FDP-Chef Christian Lindner habe im November 2017 die Gespräche abgebrochen. „Das hat sich bei mir eingebrannt, und eine Neuauflage dieses Themas steht auch gar nicht an.“

Bei allen Unterschieden habe die große Koalition unendlich viele Gemeinsamkeiten. Und die im Koalitionsvertrag beschlossene Überprüfung zur Halbzeit sei nicht vereinbart worden, „um zu schauen, ob wir aufhören, sondern welche neuen Vorhaben wir vereinbaren“. (afp)


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