Wasserdampf steigt aus dem Kühltum des Atomkraftwerks (AKW) Isar 2.
Wasserdampf steigt aus dem Kühltum des Atomkraftwerks (AKW) Isar 2.Foto: Armin Weigel/dpa

Städte- und Gemeindebund für längere Akw-Laufzeiten

Epoch Times27. Juli 2022
In der Debatte über drohende Energieengpässe hat der Städte- und Gemeindebund (DStGB) einen vorübergehenden Weiterbetrieb der verbliebenen Atomkraftwerke in Deutschland gefordert.

An dieser Stelle wird ein Podcast von Podcaster angezeigt. Bitte akzeptieren Sie mit einem Klick auf den folgenden Button die Marketing-Cookies, um den Podcast anzuhören.

Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg sprach sich in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ vom Mittwoch für eine „kurzzeitige befristete Weiternutzung der Atomkraft in Deutschland“ aus. Mit Blick auf den nächsten und womöglich übernächsten Winter müssten „alle europäischen Potenziale der Energiewirtschaft“ aktiviert werden.

Als Voraussetzung für längere Akw-Laufzeiten nannte der DStGB-Hauptgeschäftsführer, „dass die temporäre Weiternutzung sicher, wirtschaftlich und zweckmäßig ist“.

Die FDP fordert derweil einen Atomgipfel im Kanzleramt. Der energiepolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Michael Kruse, der sich für eine Laufzeitverlängerung bis Frühjahr 2024 ausgesprochen hat, sagte dem „Tagesspiegel“ vom Mittwoch: „Wie maximale Sicherheit gewährleistet werden kann und ob in Einzelfällen dafür auch kurzfristig neue Brennelemente benötigt werden, sollte die Bundesregierung in einem Kernenergiegipfel mit den Betreibern und Branchenverbänden klären.“

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hatte am Dienstag einen Weiterbetrieb der drei verbliebenen Atomkraftwerke über das Jahresende hinaus unter bestimmten Voraussetzungen nicht ausgeschlossen. Beim sogenannten Stresstest könne sich ein „Sonderszenario“ ergeben, sagte Habeck in der Sendung „RTL Aktuell“. „Die Frage, die relevant gestellt werden muss, ist, ob die Stromnetzstabilität in diesem Jahr durch weitere Maßnahmen gesichert werden muss.“

Die drei verbliebenen Atomkraftwerke in Deutschland müssen nach geltendem Atomrecht spätestens Ende Dezember vom Netz gehen. Ein erster Stresstest des Bundeswirtschaftsministeriums zur Stromversorgung im Frühjahr hatte ergeben, dass die Versorgungssicherheit Deutschlands selbst unter schwierigen Bedingungen gewährleistet sei. Aktuell läuft eine zweite Prüfung, deren Ergebnis in den nächsten Wochen erwartet wird. (afp)

 



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Dies umfasst ebenso abschweifende Kommentare, die keinen konkreten Bezug zum jeweiligen Artikel haben. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.


Ihre Epoch Times - Redaktion