Tatjana Festerling: „Rechts sein ist der neue Megatrend in Europa“

Epoch Times7. Juni 2016 Aktualisiert: 7. Juli 2016 16:41
Pegida-Frontfrau Tatjana Festerling nannte Montag in Leipzig „Rechts sein“ den „neuen Megatrend in Europa“ und gab eine Definition, was sie darunter versteht.

In Leipzig sprach heute Pegida-Frontfrau Tatjana Festerling bei Legida, der umstrittenen Schwestervereinigung der Dresdener Pegida. „Ich bekenne mich zu rechts. Und zwar aus voller Überzeugung!“, erklärte Festerling unter dem Pfeifkonzert der Gegendemonstranten. „Rechts sein ist der zwingend nötige Gegenpol zu der jahrzehntelangen, linksverseuchten Politik, die uns an den Rand der Katastrophe gebracht hat.“ Sie forderte ihre Zuhörer auf, es ihr gleich zu tun, und sich angstfrei zu rechts-konservativen Positionen zu bekennen. Ihre Rede schloss mit den Worten: „Rechts sein ist der neue Megatrend in Europa. Rechts sein ist die Zukunft!“

Es war eine typische Festerling-Rede: Politiker-Beschimpfungen, Medienschelte, Einwanderungskritik und psychologische Argumentation waren miteinander verwoben.

Festerlings Definition von "rechts"

Das „linke Denken und sogar der Linksextremismus“ beherrsche die Medien und die politischen Auseinandersetzungen in Deutschland, so Festerling. Sie lieferte deshalb eine Definition, was sie unter rechts-konservativen Positionen verstehe:

„Wir ehren die Freiheit als höchsten Wert in Deutschland und Europa. Wir bekennen uns zur Unantastbarkeit des Individuums.“ Man wolle einen „kleinen Staat ohne ausufernden Regulierungswahn“. Die Familie als kleinste gesellschaftliche Einheit sei „ein hohes Gut, das es gegen den Gender-Schwachsinn dieser frustrierten und verkorksten Schachteln zu schützen gilt“.

Sie forderte: „Wir brauchen endlich Politiker und Journalisten, die ihre eigenen Persönlichkeitsstörungen und Komplexe nicht in der Politik und Presse ausleben oder durch irrationale Entscheidungen kompensieren müssen.“

Weiter sei den Rechts-Konservativen das Leistungsprinzip und die Wichtigkeit des Eigentums heilig. Man fördere „ein patriotisches, ein traditions- und kulturbewusstes Gedankengut“. „Und natürlich sind wir hilfsbereit und gutherzig“, betonte Festerling, wobei sie eingrenzte: „All diejenen, die wirklich Hilfe brauchen, haben unsere Solidarität“. Spezielle Schutzbedürftigkeit sieht sie bei „in den islam-faschistischen Diktaturen verfolgten Christen, Juden und säkularen Ex- Muslime.“

Zu Beginn hatte Festerling ihren umstrittenen Mistgabel-Ausspruch wiederholt und lobte das Leipziger Gericht, welches Volksverhetzungs-Vorwürfe dagegen zurückgewiesen hatte.

Er lautete: „Wenn die Mehrheit der Bürger noch klar bei Verstand wäre, dann würden sie zu Mistgabeln greifen und diese volksverratenden, volksverhetzenden Eliten aus den Parlamenten, aus den Gerichten, aus den Kirchen und aus den Pressehäusern prügeln.“

(rf)

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