Terroralarm in Köln: Weiterer Verdächtiger festgesetzt

Sollte es an Silvester wirklich einen Anschlag auf den Kölner Dom geben? Die Polizei nimmt die Hinweise darauf sehr ernst. Mittlerweile hat sie fünf Männer in Gewahrsam genommen.
Vor dem Pontifikalamt im Kölner Dom zum Jahresabschluss mit Kardinal Woelki wird das Domumfeld von Einsatzkräften der Polizei mit Maschinenpistolen stark bewacht.
Vor dem Pontifikalamt im Kölner Dom zum Jahresabschluss mit Kardinal Woelki wird das Domumfeld von Einsatzkräften der Polizei mit Maschinenpistolen stark bewacht.Foto: Thomas Banneyer/dpa
Epoch Times1. Januar 2024

Im Zusammenhang mit einem möglicherweise geplanten Terroranschlag auf den Kölner Dom hat die Polizei einen weiteren Verdächtigen festgesetzt. Das teilten die Beamten am Neujahrstag mit. Es handle sich um einen 41-Jährigen, der am Silvesterabend in Bochum in Gewahrsam genommen worden sei. Er habe sowohl die deutsche als auch die türkische Staatsangehörigkeit, sagte ein Sprecher.

„Nach dem Hinweis auf ein mögliches Anschlagsszenario für den Kölner Dom haben wir alles in unserer Macht Stehende getan, um die Bevölkerung zu schützen“, erklärte Polizeipräsident Johannes Hermanns. Man sei froh, dass die Menschen Silvester hätten feiern können – „auch mit verstärkten Schutzmaßnahmen“.

Fünf Ingewahrsamnahmen

Die Zahl der nach dem Terroralarm in Gewahrsam genommenen Verdächtigen erhöhte sich damit auf fünf. Am Sonntagmorgen waren bereits drei Männer im Zusammenhang mit möglichen Anschlagsplänen in Duisburg, Herne und in Nörvenich im Kreis Düren in Gewahrsam genommen worden. Nach neueren Angaben der Polizei handelte es sich um einen 25-Jährigen, einen 30-Jährigen und einen 38-Jährigen. Sie seien „tadschikischer bzw. usbekischer Staatsangehörigkeit“.

Schon an Heiligabend war ein 30 Jahre alter Tadschike „zur Gefahrenabwehr“ festgesetzt worden. Er wurde bis zum 7. Januar in einen sogenannten Langzeitgewahrsam genommen. Die Polizei geht von einem größeren Netzwerk aus.

Bei den vier an Silvester festgesetzten Verdächtigen prüfe nun ein Richter, wie lange die freiheitsentziehenden Maßnahmen gegen sie aufrecht erhalten würden, erklärte die Kölner Polizei.

Schutz für den Dom

Hintergrund des Vorgehens der Kölner Polizei ist, dass sie kurz vor Weihnachten Hinweise auf einen geplanten islamistischen Terroranschlag auf den Kölner Dom erhalten hatte. Die Sicherheitsvorkehrungen an der Kathedrale waren daraufhin massiv erhöht worden. In der Silvesternacht war ein Großaufgebot der Polizei im Einsatz. Auch bis auf weiteres soll der Dom von Polizisten geschützt werden. (dpa)



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