Verdi-Chef Frank Bsirske: Grüne sollten soziales Profil schärfen

Verdi-Chef Frank Bsirske hat den Grünen empfohlen, wieder stärker ihr soziales Profil zu schärfen. Ein Grund sei, dass "mit Martin Schulz jemand in den Vordergrund getreten sei, der das Feld der sozialen Gerechtigkeit glaubhafter vertritt als der Vorgänger-Kanzlerkandidat der SPD."
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Frank Bsirske, Leiter der Gewerkschaft ver.di fordert die Grünen auf, sich im Wahlkampf 2017 stärker mit dem Thema Soziale Gerechtigkeit zu positionieren.Foto: Andreas Rentz/Getty Images
Epoch Times29. April 2017

Verdi-Chef Frank Bsirske hat den Grünen empfohlen, wieder stärker ihr soziales Profil zu schärfen. Damit solle die Partei am besten noch vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen am 14. Mai beginnen, sagte Bsirske, der selbst Grünen-Mitglied ist, der „Heilbronner Stimme“ vom Samstag. Potenzial dafür sei vorhanden, „denn sie haben sozialpolitisch eine ganze Menge vorzuweisen“.

Anlass der Äußerungen Bsirskes sind die zuletzt deutlich gesunkenen Umfragewerte der Grünen, die in Nordrhein-Westfalen sogar um den Wiedereinzug in den Landtag bangen müssen. Der Verdi-Chef wies darauf hin, dass die Partei aus dem für sie enttäuschenden Abschneiden bei der Bundestagswahl den Schluss gezogen habe, „sich stark auf das Thema Ökologie zu fokussieren“.

Parallel dazu sei aber das Thema soziale Gerechtigkeit in den Hintergrund getreten, gab Bsirske zu bedenken. Zugleich setze die SPD dort wieder stärker als zuvor einen Schwerpunkt: „Mit Martin Schulz ist jemand in den Vordergrund getreten, der das Feld der sozialen Gerechtigkeit glaubhafter vertritt als der Vorgänger-Kanzlerkandidat der SPD.“

Eine Wahlempfehlung seiner Gewerkschaft zur Bundestagswahl schloss Bsirske aus. Verdi habe noch nie eine Wahlempfehlung abgegeben und werde dies auch dieses Mal nicht tun, sagte er der „Heilbronner Stimme“. „Wir sind nicht der verlängerte Arm irgendeiner Partei.“ (afp)



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