Die Initiatoren der Woche der Demokratie wollen unter anderem für Frieden und Freiheit auf die Straße gehen.
Teilnehmer einer Kundgebung am 30. August 2020 neben der Siegessäule in Berlin.Foto: ADAM BERRY/AFP via Getty Images

„Woche der Demokratie“: Initiative plant Kundgebungen und Demos in Berlin

Von 27. Juli 2022 Aktualisiert: 27. Juli 2022 7:31
Eine Woche lang engagieren sich Künstler, Journalisten, Ärzte und Anwälte für Freiheit, Selbstbestimmung und Grundrechte. Für die erste Veranstaltung der „Woche der Demokratie“ sind 10.000 Teilnehmer angemeldet.


Vom 30. Juli bis zum 6. August ist in Berlin die „Woche der Demokratie“ geplant. Die Woche wird von der Initiative „Wir sind Viele“ organisiert und mit 50 Gesichtern, unter ihnen Ärzte, Künstler, Anwälte und Journalisten, beworben. In der Woche der Demokratie sind mehrere Demonstrationszüge geplant, bei welchen für Menschen und Grundrechte eingetreten werden soll, so eine Sprecherin der Veranstaltung.

Die erste Veranstaltung „Uneingeschränkte Wiederherstellung aller Grundrechte“ ist laut einer Pressesprecherin der Polizei Berlin mit 10.000 Teilnehmern angemeldet. Ein Medienmarsch unter dem Titel „Mehr echte Demokratie wagen“, vorbei an der ARD, ZDF, Funke, „Tagesspiegel“, TAZ und Axel Springer ist mit 500 Teilnehmern und eine Demonstration für Pflegepersonal mit 300 Teilnehmern angemeldet. Zudem soll ein Friedenscamp in der Nähe des Kanzleramtes stattfinden, bei diesem waren laut Sprecherin der Polizei am Montag, 25. Juli, noch 20.000 Teilnehmer angemeldet. Dienstag haben sich 30 Privatpersonen angemeldet, so die Polizei. Abschließen soll die Woche mit einem Friedensfest, bei welchem derzeit 1.000 Teilnehmer angemeldet sind.

Woche der Demokratie für Frieden und Freiheit

Das Motto der ersten Veranstaltung laute „Frieden und Freiheit: Auch in Krisenzeiten“ so eine Sprecherin der „Woche für Demokratie“. Dabei wolle man sich dafür einsetzten, Kriege und Sanktionen zu vermeiden. Şelale Matschie, Seelsorgerin, Markthändlerin und Mutter, sagte über ihre geplante Teilnahme: „Ich werde so lange auf der Straße sein, bis alle Waffenproduktionen und -lieferungen endlich ein Ende gefunden haben, denn Waffen und Kriege bringen nur Tote und Leid“ und weil Berlin ihre Heimat und die Heimat ihrer Kinder sei.

Die Pressestelle der Polizei teilte der Epoch Times mit, dass 10.000 Teilnehmer nicht realistisch seien, die Polizei bereite sich auf eine kleinere Veranstaltung vor. Für den 30. Juli sei zudem eine Gegenkundgebung unter dem Titel „2 + 2 = 4 und die Erde ist keine Scheibe – Gegen Querdenker, Nazis und Faschisten“ mit 1.000 Teilnehmern angemeldet. Ebenso ist für die Abschlussveranstaltung der „Woche der Demokratie“ eine Gegenkundgebung von „Geradedenken e.V.“ mit 200 Teilnehmern angemeldet.

Grundrechte – Freiheit – Selbstbestimmung

Auf die Grundrechtseinschränkungen der letzten zwei Jahre solle am zweiten Tag aufmerksam gemacht werden. Der erste August werde dabei als historischer Tag angesehen. Zwei Jahre zuvor, am 1.8.2020, versammelten sich Tausende Menschen und protestierten gegen die Corona-Maßnahmen. Für diesen Tag würden laut einer Sprecherin der „Woche der Demokratie“ Busse aus Chemnitz und Nordrhein-Westfalen organisiert.

An dem Tag solle sich den Medien gewidmet werden und es werde eine ausgewogene Berichterstattung gefordert. Die Teilnehmer stehen für einen offenen Diskurs ein, wie etwa Werner Nierychlo bezogen auf den Russland-Ukraine-Konflikt: „Ich gehe zur Woche der Demokratie in Berlin auf die Straße, weil ich für Frieden und Dialog mit Russland bin.“ Alexa Rodrian schreibt: „Wir waren und sind eigentlich nur die Antithese und dafür hat man versucht, uns systematisch kaputt zu machen – gegen diese totalitäre Tendenz, gegen Spaltung und dafür, dass wir unseren Kindern eine friedliche, dem Diskurs gegenüber offene und zugewandte Gesellschaft zurückgeben können, gehe ich vom 30.7. bis zum 1.8. in Berlin mit auf die Straße.“

Demo für Pflegepersonal, politische Gefangene und Fahrraddemo

Die Veranstaltung am 3. 8. soll auf die hohen Nebenwirkungszahlen der Corona-Impfung aufmerksam machen. Zudem wird eine freie Impfentscheidung gefordert, so die Ankündigung der Veranstalter. Isi Reicht beispielsweise sei bei der „Woche der Demokratie“ dabei, weil sie das unsagbare Leid, die sogenannten Kollateralschäden, verursacht durch die Corona-Maßnahmen, sichtbarer machen möchte. Eine weitere Forderung der Teilnehmer ist, dass die STIKO ihre Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche zurücknimmt. Schaden und Nutzen von der Corona-Erkrankung, Corona-Maßnahmen, Impfungen und Masken sollen gegeneinander abgewogen werden und dabei von der Regierung der kleinste Schaden erhoben werden.

Einige Teilnehmer bemängeln die fehlende Freiheit und fordern ein Selbstbestimmungsrecht für alle. „Ich gehe zur Woche der Demokratie in Berlin auf die Straße, weil die Selbstbestimmung über unseren Körper nicht verhandelbar ist“, ruft die Neurologin Dr. Margareta Griesz-Brisson auf der Informationsseite für die „Woche der Demokratie“.

Die „Galerie des Grauens“ soll zusätzlich über Impfschäden aufklären. Für politische Gefangene wie Julian Assange und Mumia Abu-Jamal solle sich am 4.8. eingesetzt werden, so die Sprecherin der Veranstaltung.

„Mehr Energie für Frieden und Demokratie“ fordern die Veranstalter auf der letzten Demonstration, der Fahrraddemo. Sie kritisieren, dass die freie Meinungsäußerung eingeschränkt sei und dass Kritiker öffentlich, etwa durch Hausdurchsuchungen und Festnahmen, eingeschüchtert würden.



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