„Gelbwesten“: 33. Demonstration in Paris und anderen Städten Frankreichs

Epoch Times29. Juni 2019 Aktualisiert: 29. Juni 2019 21:15
Livestream m Samstagnachmittag: Nicht nur in Paris demonstrieren wie jeden Samstag die "Gelbwesten" gegen die Politik der französischen Regierung.

Trotz der europäischen Hitzewelle sind in Paris erneut die „Gelbwesten“ unterwegs. Am 29. Juni demonstrieren die Teilnehmer zum 33. Mal in Folge gegen die Politik der französischen Regierung. Nach Angaben des Innenministeriums gingen am Samstag 5769 Menschen auf die Straße – so wenige wie noch nie zuvor. Vor einer Woche hatten sich noch 11.800 Menschen an den Protesten beteiligt.

Die „Gelbwesten“-Bewegung gab die Teilnehmerzahl auf ihrer Facebook-Seite mit 10.224 an. In der Hauptstadt Paris demonstrierten nach Angaben des Innenministeriums am Nachmittag 1300 Menschen, in anderen Städten weniger.

LIVE vom 29. Juni 2019 aus Paris:

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Seit Beginn der Bewegung im vergangenen November sind jeden Samstag Zehntausende durch die Straßen Frankreichs gezogen. Ihre Forderungen reichen vom Rücktritt Macrons, der Besteuerung von Kraftstoff bis hin zur Einkommensungleichheit.

Teilweise kam es zu massiven Eingriffen der Polizei. Auch heute gab es bereits Ärger mit der Polizei: Die Demonstrationen wurden teilweise aus dem Villette-Park gedrängt.

Charge de BRAV. Les manifestations evacuent le parc de la Vilette pour rejoindre Republique.

Gerichtsprozess in Nancy

Wie estrepublicain.fr berichtet, fand im französischen Nancy am 25. Juli ein Gerichtsprozess gegen „Gelbwesten“ statt. Drei junge Leute wurden wegen ihrer Teilnahme an der Demonstration vom 13. April in Nancy vor Gericht gestellt. Dabei versuchten die Demonstranten, das Sicherheitssystem zu umgehen und wurden aus der Innenstadt verbannt, sie liefen über Eisenbahngleise, um den Sperrbereich zu betreten – und wurden mit Tränengas von der Polizei empfangen.

Die drei Freunde, die direkt daneben wohnten, liefen mit. Verteidigerin Annie Levi-Cyferman verurteilte „die Anwendung von Repressionen zur Einschüchterung“ und plädierte für die Freilassung der drei Jugendlichen, die nach Hause zurückkehren wollten.

Doch „sie bringen keinen Beweis dafür, dass sie nach Hause zurückgekehrt sind“, sagt die Präsidentin Véronique Journo, die das Trio zu einer Geldstrafe von jeweils 135 € verurteilte. (ks)

 

 

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