EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen positionierte sich vor dem Besuch des türkischen Präsidenten Erdogan. "Keine Öffnung der Grenzen".Foto: Philipp von Ditfurth/dpa/dpa

Vor Erdogan-Besuch: Von der Leyen lehnt Öffnung der griechisch-türkischen Grenze ab

Epoch Times9. März 2020 Aktualisiert: 9. März 2020 14:33
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan kommt heute zu Gesprächen nach Brüssel. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen setzte mit ihrer Ablehnung einer Grenzöffnung zur Türkei ein erstes Zeichen über die Position der EU.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat die Öffnung der griechisch-türkischen Grenze für Migranten klar abgelehnt. Die Grenzen „sind nicht offen und sie werden nicht geöffnet“, sagte von der Leyen am Montag in Brüssel. Mit Blick auf ein Treffen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan am Abend sagte sie, die EU stehe noch am Anfang eines neuen Dialoges mit Ankara.

Erdogan hatte Ende Februar die Grenzen zur EU für geöffnet erklärt. Dies sorgte für einen starken Andrang an der türkisch-griechischen Grenze. Die griechischen Behörden drängten die Menschen teilweise unter dem Einsatz von Tränengas zurück.

Gegenseitige Vorwürfe der EU und der Türkei

Die Vorkommnisse an der griechisch-türkischen Grenze seien „unerträglich“, sagte von der Leyen. Es müsse sichergestellt werden, dass dies nicht erneut passiere. Die EU wirft der Türkei vor, die Flüchtlinge als Druckmittel zu missbrauchen. Die Türkei wiederum beschuldigt Brüssel, Zusagen aus dem Flüchtlingsabkommen von 2016 nicht einzuhalten.

Ankara hatte sich damals verpflichtet, alle auf den griechischen Inseln ankommenden Flüchtlinge zurückzunehmen und stärker gegen Schlepperbanden vorzugehen. Die EU versprach im Gegenzug Milliardenhilfen für die Flüchtlingsversorgung in der Türkei, eine beschleunigte Visa-Erleichterung und die Modernisierung der Zollunion.

Erdogan sollte am Abend von der Leyen und EU-Ratspräsident Charles Michel treffen. „Wir werden einen positiveren Weg finden müssen, als es vergangene Woche der Fall war“, sagte die CDU-Politikerin.(afp/al)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion