Ukrainer legen an der Russischen Botschaft in Kiev am 28. März 2018 Blumen für die Opfer der Brandkatastrophe in Kemerovo nieder.Foto: SERGEI SUPINSKY/AFP/Getty Images

64 Tote: Russischer Gouverneur tritt nach Brandkatastrophe in Sibirien zurück

Epoch Times1. April 2018 Aktualisiert: 1. April 2018 20:50
Der Gouverneur der russischen Region Kemerowo ist nach der Brandkatastrophe in einem Einkaufszentrum zurückgetreten. Bei dem Brand in der sibirischen Stadt Kemerewo waren am vorangegangenen Sonntag 64 Menschen ums Leben gekommen, 41 von ihnen waren Kinder

Der Gouverneur der russischen Region Kemerowo ist eine Woche nach der Brandkatastrophe in einem Einkaufszentrum zurückgetreten. Der seit 21 Jahren amtierende Gouverneur Aman Tulejew sagte am Sonntag, er könne sein Amt mit einer „solchen schweren Bürde“ nicht länger ausüben.

Sein Rücktritt sei „die einzig richtige Entscheidung“, sagte er in einer dreiminütigen Videoansprache, die sein Büro verbreitete.

Bei dem Brand in der sibirischen Stadt Kemerewo waren am vorangegangenen Sonntag 64 Menschen ums Leben gekommen, 41 von ihnen waren Kinder. Hinterbliebene und wütende Anwohner hatten den Rücktritt des Gouverneurs gefordert: Sie legten ihm zur Last, den Unglücksort in den ersten Tagen nicht besucht und nicht mit Hinterbliebenen und Überlebenden gesprochen zu haben.

Hinterbliebene warfen Feuerwehr und Polizei vor, den Brand nicht energisch genug bekämpft zu haben – offenbar auch, weil ihnen Ausrüstung dafür fehlte. Zudem waren in dem Einkaufszentrum Sicherheitsbestimmungen missachtet worden. So war beispielsweise der Feueralarm nicht einsatzbereit.

Russlands Präsident Wladimir Putin hatte am Dienstag bei einem Besuch in der sibirischen Stadt von „krimineller Nachlässigkeit und Schlamperei“ gesprochen. Eine Entlassung des Gouverneurs hatte er zunächst aber abgelehnt. (afp)


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion