Nicht nur Busreiseunternehmen sind besorgt über ihre Zukunft. Viele sagen, dass sie vor dem Bankrott stehen. Berlin, 17. Juni 2020.Foto: Sean Gallup/Getty Images

Altmaier: Ab 8. Juli können Überbrückungshilfen für Mittelstand beantragt werden

Epoch Times5. Juli 2020 Aktualisiert: 5. Juli 2020 9:07
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmeier erwartet ab Herbst einen Wirtschaftsaufschwung. Alles in allem werde die deutsche Wirtschaft 2020 sechs Prozent schrumpfen, für 2021 rechnet Altmaier dafür mit einem Wachstum von über fünf Prozent. 

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) rechnet trotz der Corona-Krise bereits ab Herbst wieder mit einem Wirtschaftsaufschwung. „Ich bin mir sicher, dass wir den Abschwung unserer Wirtschaft nach der Sommerpause stoppen können und spätestens ab Oktober die Wirtschaft in Deutschland wieder wächst“, sagte Altmaier der „Bild am Sonntag“ (Bams). Das Ende der Pandemie könne zwar nur ein Impfstoff einleiten, doch das Ende des wirtschaftlichen Abschwungs könne man schon früher erreichen.

Alles in allem werde die deutsche Wirtschaft 2020 sechs Prozent schrumpfen, erläuterte der Minister. Für 2021 rechnet Altmaier dafür mit einem Wachstum von über fünf Prozent.

Ab 8. Juli können Überbrückungshilfen für Mittelstand beantragt werden

Altmaier kündigte an, weitere Teile des Konjunkturpaketes bald umzusetzen. „Ab dem 8. Juli gilt die erhöhte Umweltprämie von 9.000 Euro pro Elektroauto. Die Überbrückungshilfen für den Mittelstand können ebenfalls ab dem 8. Juli in einem bundesweiten Online-Portal beantragt werden“, so der CDU-Politiker.

Dafür stehen 25 Milliarden Euro zur Verfügung. Es geht um bis zu 150.000 Euro pro Betrieb, die nicht zurückgezahlt werden müssen. Das hilft vielen Unternehmen und ihren Angestellten, die nächsten Monate durchzustehen.“

Arbeitsmarkt

Ähnlich zuversichtlich zeigte sich Altmaier auch bei der Entwicklung des Arbeitsmarktes. Er rechnete im Gespräch mit der „Bams“ mit einer Entspannung der Lage ab November. „Ich gehe davon aus, dass wir noch in diesem Jahr bis etwa Oktober den Höchststand der Arbeitslosenzahlen durch Corona erleben werden. Ab November können sie wieder langsam zurückgehen.“ Sein Ziel sei es, bis 2022 den Beschäftigungsstand von vor der Krise und dann schrittweise auch Vollbeschäftigung zu erreichen.

Im Juni waren nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit insgesamt mehr als 2,8 Millionen Menschen in Deutschland arbeitslos gemeldet. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit in der Corona-Krise hatte sich zuletzt aber wieder verlangsamt.

Altmeier kritisiert Remdesivir-Käufe der USA

Der Minister kritisierte die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, das Medikament Remdesivir in großem Stil für die Corona-Patienten in den USA aufzukaufen. „Alleingänge im Kampf gegen Corona helfen niemandem“, sagte Altmaier. „Das Leerkaufen von Märkten und Monopolisieren von Impfstoffen sind eine besonders schlechte Idee.“

Remdesivir wurde von dem US-Konzern Gilead eigentlich zur Behandlung von Ebola entwickelt. Nach den USA und Japan hat nun auch die EU das Mittel zur Behandlung von Corona-Patienten zugelassen. Die EU-weite Versorgung mit dem Mittel ist allerdings fraglich. Die US-Regierung hatte vor einigen Tagen mitgeteilt, sich nahezu die gesamte Produktion des Mittels für die nächsten Monate gesichert zu haben. (afp)

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