Anklageschrift gegen Jeffrey Epstein ist da: US-Milliardär soll Dutzende Minderjährige missbraucht haben

Epoch Times8. Juli 2019 Aktualisiert: 8. Juli 2019 19:04
Der US-Milliardär Jeffrey Epstein muss sich wegen des sexuellen Missbrauchs Dutzender Minderjähriger vor Gericht verantworten. Ein Bezirksgericht des Bundesstaats New York veröffentlichte am Montag eine entsprechende Anklageschrift.

Der US-Milliardär Jeffrey Epstein muss sich wegen des sexuellen Missbrauchs Dutzender Minderjähriger vor Gericht verantworten. Die am Montag in einem Bezirksgericht des Bundesstaats New York veröffentlichte Anklageschrift beschuldigt den 66-Jährigen in einem Fall des Sexhandels sowie in einem Fall der Verschwörung zum Sexhandel. Epstein habe „Dutzende minderjährige Mädchen sexuell ausgebeutet und missbraucht“, manche davon nicht älter als 14 Jahre.

Die Übergriffe fanden den Gerichtsunterlagen zufolge in Epsteins Immobilien in New York, Palm Beach und an anderen Orten statt. Der Hedgefonds-Manager wurde am Samstag festgenommen, als er auf dem Rückflug aus Paris mit einem Privatjet in New Jersey landete. Er sollte einem Bericht des Fernsehsenders CBS Miami zufolge am Montag einem Untersuchungsrichter vorgeführt werden.

Epstein bereits 2007 verurteilt – genoss aber 6 Tage Freigang pro Woche

2007 war Epstein bereits wegen Sexualdelikten verurteilt worden, erhielt jedoch aufgrund einer gerichtlichen Vereinbarung, die der heutige US-Arbeitsminister Alexander Acosta als damaliger Staatsanwalt mit ausgehandelt hatte, nur eine 18-monatige Haftstrafe.  Seine Anwälte handelten damals eine Klagevereinbarung – einen sogenannten Plea Deal – aus: Sie einigten sich darauf, dass Epstein an sechs Tagen der Woche seiner gewohnten Arbeit nachgehen konnte und lediglich im Gefängnis schlafen musste. Außerdem musste er dem Opfer eine Abfindung zahlen.

Medienberichten zufolge hatten polizeiliche Ermittlungen damals ergeben, dass der Milliardär Sex mit teils 13-jährigen Mädchen gehabt hatte.

Recherchen des „Miami Herald“ ergaben später, dass der Milliardär, der Ex-Präsidenten Bill Clinton zu seinen Freunden zählt, großzügige Hafterleichterungen wie täglichen Freigang genoss und nach 13 Monaten vorzeitig frei kam. Durch die Enthüllungen der Zeitungen rückte auch die Rolle Acostas in der Angelegenheit in den Fokus.

Immer wieder Berichte über „Lolita-Express“

Seitdem gab es immer wieder Berichte über Epstein und seinen sogenannten Lolita-Express, auf dem er mächtige Männer auf seine private Insel in der Karibik – angeblich für Orgien mit Minderjährigen – geflogen hat. Im Flugbuch des Privatjets fand sich neben zahlreichen weiteren namhaften Persönlichkeiten auch der Name des ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton. (afp/red.)


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion