Brisant: Neue Enthüllungen rund um Prinz Andrew im Fall Epstein

Epoch Times22. August 2019 Aktualisiert: 22. August 2019 19:35
Welche Rolle spielte Prinz Andrew im Fall Epstein? Eine Hauptzeugin belastete Prinz Andrew bereits im Jahr 2016 schwer. Nun taucht neues Material auf, das Prinz Andrew in Erklärungsnot bringen könnte.

Die britische Zeitung „Daily Mail“ verglich Reisedaten des Herzogs von York mit den Daten aus dem Logbuch von Jeffrey Epsteins Privatjet. Demnach sind beide, Epstein und Prinz Andrew drei mal zusammen vereist: nach New York, London und auf Epsteins Privatinsel in die Karibik.

Diese neuen Fakten decken sich mit den Aussagen einer der Hauptzeuginnen in dem Fall.
Virginia Guiffre (35, früher Roberts) hatte bereits im Jahr 2016 ausgesagt, im Alter von 17 Jahren in London, New York und später auf Epsteins Privatinsel Sex mit Prinz Andrew gehabt zu haben und dazu gezwungen worden zu sein. Laut „Daily Mail“ wollen die Anwälte Guiffres nun „dringend und zeitnah“ mit dem Prinzen sprechen.

Freundschaft zwischen Prinz Andrew und Jeffrey Epstein

Durch Ghislaine Maxwell, der vermeintlichen „Madame“ in Epsteins Sexhandelskandal und Tochter des in Ungnade gefallenen Medien-Tycoons Robert Maxwell, lernten sich Epstein und Prinz Andrew in den späten 90er-Jahren kennen.

Epsteins Freundschaft hielt auch stand, nachdem Epstein bereits 2008 zu 13 Monaten Gefängnis wegen Anstiftung zur Prostitution einer Minderjährigen verurteilt wurde. 2010 sah man den Prinzen an der Eingangstür zu Epsteins New Yorker Luxusappartement, als er sich von einem weiblichen Gast winkend verabschiedete. Mittlerweile kennt man die Identität der jungen Frau. Es handelt sich um Katherine Keating, Tochter des früheren australischen Premierministers Paul Keating.

Im Januar 2011 schlenderten er und Epstein gelassen durch den Central Park in New York City, sichtlich unbeeindruckt von den Fotografen. Laut „Welt“ rügte der Prinz einen Freund, nachdem dieser ihm seinen fortgesetzten Kontakt [nach der Verurteilung Epsteins] vorgehalten hatte, mit den Worten: „Was für ein Puritaner du doch bist! Jeffrey ist mein Freund. Loyalität zu Freunden ist eine Tugend. Und ich werde ihm gegenüber loyal bleiben.“

Gänzlich anders klang Anfang dieser Woche die Erklärung des Buckingham-Palastes über die Machenschaften Epsteins:

Der Herzog von York war entsetzt über die jüngsten Berichte über Jeffrey Epsteins vermeintliche Verbrechen. Seine Königliche Hoheit verurteilt die Ausbeutung eines jeden Menschen, und die Andeutung, dass er ein solches Verhalten billigen, daran teilnehmen oder es unterstützt haben könnte, ist abscheulich.“

Epsteins Testament

Nun wurde bekannt, dass Epstein zwei Tage vor seinem vermeintlichen Selbstmord in seiner Zelle in einem New Yorker Gefängnis am 10. August, sein Testament neu verfasst hat. Wie die „BILD“ berichtet, besaß Jeffrey Epstein mit 520 Millionen Euro mehr Kapital als angenommen. Er überführte sein ganzes Vermögen in eine Stiftung namens „The 1953 Trust“, benannt nach dem Jahr seiner Geburt.

Begünstigte sind nicht aufgeführt. Für Kläger dürfte es der Zeitung zufolge nun schwerer werden, Ansprüche geltend zu machen und auf Schadensersatz zu klagen. (rm)

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