Chinesische Datenbank geleakt: Militär-Uni von Changsha führt Corona-Tracker

Von 20. Mai 2020 Aktualisiert: 20. Mai 2020 17:27
Der Kommunistischen Partei Chinas und ihren Beteuerungen zu vertrauen, ist in diesen Tagen nicht nur ein moralisches Problem, sondern zudem eine Frage von Leben und Tod. „Foreign Policy“ deckte nun ein weiteres Puzzle-Teilchen der Corona-Pandemie auf.

Nach Angaben des kommunistischen Regimes in Peking soll es seit Beginn der Corona-Pandemie Ende 2019 in China „nur“ 4.638 Todesfälle und 84.063 bestätigte Infektionen mit SARS-CoV-2 (Stand: 19. Mai 2020) gegeben haben. Als Quelle der auf der Webseite der Johns Hopkins University veröffentlichten Daten für China dient DXY, eine chinesische Healthcare Plattform.

Auf Basis dieser veröffentlichten Zahlen versucht die in China herrschende kommunistische Partei, nicht nur das Ausmaß der Seuche im Land herunterzuspielen, sondern sich selbst auch angesichts der verheerenden Pandemiezahlen der westlichen Welt als effektives Staatsmodell zu propagieren – inklusive seiner bizarren Kontroll- und Absperrmaßnahmen.

Dabei wird allerdings der Aspekt völlig außer Acht gelassen, dass gerade durch die Angst vor Kontrollverlust und die damit verbundenen Vertuschungs- und Informationsunterdrückungsmaßnahmen die Pandemie erst entstehen konnte.

Nun berichtete die renommierte US-amerikanische Zeitschrift für internationale Politik, „Foreign Policy“, von einer geleakten Datenbank. Als Quelle wurde die National University of Defense Technology in der zentralchinesischen Stadt Changsha, Hauptstadt der Provinz Hunan, angegeben.

Diese soll eigenen Angaben zufolge „unter direkter Führung der Zentralen Militärkommission“ Chinas stehen. Die Daten bestärken den weit verbreiteten Verdacht, dass die Kommunistische Partei Chinas dem Rest der Welt manipulierte Zahlen zum Ausmaß der Wuhan-Lungenseuche vorlegt.

Geleakter Datentracker

Ein Datentracker der vom Militär verwalteten Universität wird dem Bericht nach von den Beamten der KPCh genutzt und stellt Daten dar, die im Zusammenhang mit der Seuche über die chinesische Bevölkerung gesammelt wurden und werden. „Foreign Policy“ betont, dass die „Quelle des Lecks“ darum gebeten habe, „wegen der Sensibilität der Weitergabe chinesischer Militärdaten anonym zu bleiben“.

Die durchgesickerten Informationen decken sich mit einer allgemeinen, online verfügbaren Corona-Fallkarte der Militär-Universität, sollen aber wesentlich detaillierter sein als die Onlineversion. Diese gibt als Quellen das chinesische Gesundheitsministerium, die Nationale Gesundheitskommission, Medienberichte und andere öffentliche Quellen an.

Um auf die Datatracker-Webseite der Militär-Uni und ihre Online-Karte zugreifen zu können, mussten die Autoren über ein VPN in Uruguay surfen.

230 Städte, 640.000 Aktualisierungen

„Foreign Policy“ geht davon aus, dass auch dieser Datensatz möglicherweise nicht umfassend genug ist – jedoch den bisher umfangreichsten bekannten Datensatz zu Corona-Fällen in China darstellt und dass Peking diesen Datensatz „mit ziemlicher Sicherheit nicht mit US-Beamten oder Ärzten geteilt hat“.

Doch selbst die möglicherweise begrenzten Fallzahlen sprechen eine deutliche Sprache: „Es gibt mehr als 640.000 Aktualisierungen von Informationen, die mindestens 230 Städte abdecken, d.h. 640.000 Zeilen, die angeblich die Anzahl der Fälle an einem bestimmten Ort zum Zeitpunkt der Datenerhebung zeigen.“

Dabei seien die Aktualisierungen jeweils mit Längen- und Breitengraden der Orte sowie der „bestätigten“ Anzahl der Fälle für den Zeitraum Anfang Februar bis Ende April 2020 versehen. Im Umfeld des Seuchenherdes Wuhan wurden weitere Daten in Form von Todes- und Erholungsfällen angegeben.

Datenbeispiele

„Foreign Policy“ überprüfte die Daten hinsichtlich der umfassend angegebenen Krankenhausstandorte, Ortsnamen, Wohnanlagen, Hotels, Supermärkte, Bahnhöfe, Restaurants und Schulen.

Als Beispiele wurden drei Fälle genannt, einer am 14. März in einem KFC in der Millionenmetropole Zhenjiang (Provinz Jiangsu, Ostchina) und zwei am 17. März in einer Kirche in Harbin, Hauptstadt der Provinz Heilongjiang in Nordostchina.

Die Namen der Personen seien in den Daten nicht angegeben, auch nicht, ob es Todesfälle gab. Eine unabhängige Verifizierung der Fälle konnte durch „Foreign Policy“ nicht erfolgen.

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