El Paso: Schüsse in Supermarkt in Texas – Mindestens 20 Tote – „Inlands-Terrorismus“

Epoch Times3. August 2019 Aktualisiert: 4. August 2019 10:37
Bei einem Schusswaffenangriff im texanischen El Paso hat es nach Angaben der Behörden mindestens 20 Todesopfer gegeben. Ein 21-jähriger Weißer wurde als Tatverdächtiger verhaftet. Die Tat wird als "Inlands-Terrorismus" untersucht.

Bei einem Schusswaffenangriff im texanischen El Paso sind mindestens 20 Menschen getötet und 26 verletzt worden. Die Behörden untersuchen die Tat als „Inlands-Terrorismus“.

Die Polizei hat einen 21-jährigen Weißen als Verdächtigen festgenommen. Es dürfte sich dabei um einen Mann namens Patrick Crusius handeln. Er stammt aus der Stadt Allen in Texas, rund 1.000 Kilometer von El Paso entfernt.

Angriff nahe Walmart-Supermarkt

Der Angriff hatte am Vormittag in der Nähe eines Supermarktes der Kette Walmart begonnen. Eine Frau, die zum Einkaufen kam, sagte auf Fox News, bei der Parkplatzsuche habe sie etwas wie „sehr lautes Feuerwerk“ gehört. Als sie sich dann Richtung Ausfahrt gewandt habe, habe sie einen Mann in schwarzem T-Shirt und Hose mit Tarnmuster gesehen, der offenbar ein Gewehr getragen habe.

„Er nahm die Menschen ins Visier und schoss direkt auf sie“, berichtete die Frau, deren Name nur mit Vanessa angegeben wurde. „Ich habe drei oder vier zu Boden fallen sehen.“ Ein anderer Augenzeuge berichtete auf Fox News, er habe auf dem Parkplatz Verletzten geholfen. „Leider haben wir einen Mann verloren.“

Gegen 11.00 Uhr Ortszeit (19.00 Uhr MESZ) hatte die Polizei von El Paso die Bevölkerung über die Schießerei in dem Einkaufszentrum Cielo Vista informiert. Sie rief die Menschen auf, sich vom Tatort fernzuhalten. Es gebe offenbar mehrere Schützen.

Trump: hasserfüllter und sinnloser Gewaltakt

Der Vorfall löste einen Großeinsatz der Polizei aus. Auch Rettungskräfte und Beamte der Bundesbehörde für die Kontrolle von Waffen, Sprengstoff, Tabak und Alkohol (ATF) eilten zum Tatort. Am Nachmittag schien die Lage unter Kontrolle zu sein. Die Polizei suchte das Gelände aber weiter ab, um sicherzugehen, dass sich dort kein Schütze mehr aufhielt.

Das Weiße Haus teilte mit, US-Präsident Donald Trump sei über den Fall informiert worden und stehe im Austausch darüber mit Justizminister Bill Barr und dem texanischen Gouverneur Greg Abbott. Dieser sprach von einem „hasserfüllten und sinnlosen Gewaltakt“. Trump äußerte ebenfalls Betroffenheit: „Schreckliche Schießereien in El Paso“, schrieb er auf Twitter. An die Betroffenen gerichtet fügte er hinzu: „Möge Gott mit Ihnen allen sein.“

(dpa)

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