Erschreckend viele falsche Berichte rund um angebliche Trump-Russland Absprachen

Von 28. März 2019 Aktualisiert: 28. März 2019 13:16
Seit der Veröffentlichung des berüchtigten und unbegründeten Steele-Dossiers und dem Beginn der Ermittlungen von Sonderermittler Mueller überschlugen sich die alten Mainstream-Medien in ihrer Berichterstattung. Schon während die Untersuchung noch lief, stellten sich die meisten Berichte als falsch heraus.

Durch Robert Mueller, der seine Untersuchungen zu angeblichen Absprachen mit Russland abschloss und keine weiteren Anklagen empfahl, erhielt die fanatische Berichterstattung der alten Mainstream-Medien einen empfindlichen Tiefschlag.

In den nächtlichen Nachrichtensendungen von nur drei Sendern – ABC, CBS und NBC – wurden seit dem 20. Januar 2017 insgesamt 2.284 Minuten zum Thema „Kollusion“ (Absprachen) ausgestrahlt, berichtete das Media Research Center. Dazu gehören nicht die Abertausenden von Artikeln, die von alten Pressestellen veröffentlicht wurden und die Lawine der Berichterstattung über die anderen Kabelsender.

Die Berichterstattung ist mit peinlichen Fehlern und falschen Berichten gespickt, wie z.B. solchen, die wiederholt einen schlagenden Beweis für die Absprachetheorie versprachen, nur um später widerlegt oder zurückgezogen zu werden.

Comey wird Trump „widerlegen“?

Einen Tag bevor der ehemalige FBI-Direktor James Comey vor dem Kongress am 8. Juni 2017 aussagte, schrieb CNN eine Geschichte, die behauptete, dass von Comey „erwartet wurde, Trump zu widerlegen“ und „die Interpretation ihrer Gespräche zu bestreiten…. Trumps Interpretation“.

Trump sagte, dass Comey ihm wiederholt versichert habe, dass er nicht unter die Lupe genommen werde. Aber CNN berichtete, dass drei „Quellen, die mit Comeys Denken vertraut sind“, gesagt hätten, dass Comey erklären würde, dass er dem Präsidenten keine so klare Zusicherung gegeben habe.

Am nächsten Tag sagte Comey unter Eid: „Ich habe diese Zusicherung gemacht.“

3 Rücktritte bei CNN

Nur wenige Wochen später, am 26. Juni 2017, traten der CNN-Reporter Thomas Frank, der Redakteur Eric Lichtblau und der Chefredakteur Lex Haris wegen ihrer Beteiligung an einer widerlegten Geschichte über Trumps damaligen Berater Anthony Scaramucci zurück. Die Geschichte besagte unter anderem, dass das Finanzministerium vier Tage vor der Amtseinführung von Trump unter anderem untersuchte, ob Scaramucci bei einem Treffen mit einem russischen Bankier während des Weltwirtschaftsforums in Davos, Schweiz, die Aufhebung der Sanktionen diskutierte. CNN löschte die Geschichte schließlich und entschuldigte sich bei Scaramucci.

Weder „Spenden“ noch „Spender“

Am 31. August 2017 behauptete NBC News, dass „Paul Manaforts Notizen von einem umstrittenen Treffen mit Russen im Trump Tower während der Präsidentschaftskampagne 2016 das Wort ‚Spenden‘ in der Nähe einer Erwähnung des Republican National Committee enthielten“, so „zwei Quellen, die über die Beweise informierten“.

Manafort diente kurz darauf als Kampagnenmanager von Trump und wurde kürzlich wegen Verbrechen verurteilt, die von Mueller untersucht wurden, aber nichts mit der Kampagne oder den Vorwürfen der „Absprachen“ zu tun hatten.

NBC News veröffentlichte seine Geschichte am nächsten Tag, und behauptete, dass Manaforts Notizen tatsächlich nur das Wort „Spender“ enthielten, so eine ihrer Quellen. Aber „Regierungsbeamte und andere, die sich die Notizen angesehen haben“, sagten Politico, dass nicht einmal das Wort „Spender“ in den Notizen auftauchte, die „nicht als schädlich für die Trump-Familie oder die Kampagnenbeamten angesehen wurden“.

Republikaner, die für das Dossier bezahlten?

Mehrere Journalisten stellten die falsche Behauptung auf, dass Republikaner zuerst für das berüchtigte Steele-Dossier bezahlten, eine Sammlung unbegründeter Behauptungen über angebliche Trump-Russland-Absprachen. Einige Trumpgegner auf der republikanischen Seite beauftragten tatsächlich das gleiche Oppositionsforschungsunternehmen, Fusion GPS, um Informationen über Trump zu finden. Aber sie zogen die Finanzierung zurück, bevor die Firma Steele für den Job engagierte.

Es waren eigentlich die Demokraten und die ehemalige Außenministerin Hillary Clinton, die für das Dossier bezahlt haben.

Ross torpediert den Dow Jones

Am 1. Dezember 2017 sagte Brian Ross von ABC News in der Sendung, dass Trumps ehemaliger nationaler Sicherheitsberater Michael Flynn „bereit sei, auszusagen, dass Präsident Trump als Kandidat… ihm befahl, Kontakt mit den Russen aufzunehmen, was all dem widerspricht, was Donald Trump an dieser Stelle gesagt hat“.

Kurz darauf brach der Aktienmarkt zusammen, der Dow Jones Industrial Average verlor 350 Punkte, bevor er sich wieder erholte.

Doch Stunden später kam Ross mit einer „Klarstellung“ zurück: Trump bat Flynn nur, die Russen nach seiner Wahl zu kontaktieren. Tatsächlich war es Flynns Aufgabe, während des Übergangs mit Vertretern ausländischer Regierungen Kontakt aufzunehmen, um die diplomatischen Grundlagen für die neue Regierung zu schaffen.

Ross wurde wegen des Fehlers suspendiert und verließ später das Netzwerk.

Trump Jr. wusste es „schon“? – Nur so wie jeder andere auch

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Nur eine Woche später berichtete CNN ausführlich über eine Granaten-Offenbarung: Donald Trump Jr. erhielt am 4. September 2016 frühen Zugang zu den E-Mails des ehemaligen Außenministers Colin Powell, der angeblich von den Russen gehackt wurde. Doch kurz darauf berichteten mehrere Medien, dass die ihn angeblich belastende Nachricht, die Trump Jr. erhielt und ihm Zugang zu den E-Mails gewährte, tatsächlich am 14. September – einen Tag nach der Veröffentlichung der E-Mails – verschickt wurde.

Anruf im Weißen Haus abgehört?

Am 3. Mai 2018 berichtete NBC News, dass Bundesermittler wochenlang die Telefonleitungen von Trumps damaligem Anwalt Michael Cohen angezapft hatten, „laut mehreren hochrangigen Beamten und Personen mit Kenntnis der Gerichtsverfahren, die Cohen betreffen“. Die Geschichte besagt sogar, dass mindestens ein Anruf mit dem Weißen Haus abgefangen wurde. Die Behauptung war signifikant, weil Abhörmaßnahmen von einem Bundesrichter genehmigt werden müssen und einen Nachweis über ein laufendes Verbrechen erfordern, sagte der eigene Analyst von NBC News, der ehemalige US-Staatsanwalt Chuck Rosenberg, im Originalartikel.

Aber später an diesem Tag gab NBC News eine Korrektur heraus und schrieb die Geschichte neu und sagte, dass die Ermittler sich nur das Protokoll angesehen hätten, wer Cohens Leitungen angerufen hatte oder wer von ihnen aus angerufen wurde, anstatt sie abzuhören. Die Korrektur erfolgte, nachdem drei hochrangige US-Beamte die ursprüngliche Geschichte bestritten hatten, so die Korrektur.

BuzzFeed widerlegt

Am 18. Januar berichtete BuzzFeed, dass Muellers Büro über Trump erfahren habe, dass Cohen von ihm angewiesen wurde, den Kongress anzulügen. „Cohen hat diese Anweisungen dann in seinen Interviews mit diesem Büro bestätigt“, heißt es im Bericht.

Doch in einer der seltenen Stellungnahmen widerlegte das Mueller Büro den Bericht.

„BuzzFeed’s Beschreibung spezifischer Aussagen an das Büro des Sonderermittlers und die Charakterisierung von Dokumenten und Zeugenaussagen, die von diesem Büro erhalten wurden, bezüglich Michael Cohens Kongressaussagen sind nicht korrekt“, sagte der Sprecher des Büros, Peter Carr, in einer Erklärung.

Die Reporter hinter der Geschichte, Jason Leopold und Anthony Cormier, versuchten immer noch, die Geschichte zu verteidigen, indem sie etwas abweichende Details darüber angaben, ob sie die zugrunde liegenden Dokumente, die sie als eine ihrer Quellen bezeichneten, tatsächlich gesehen hatten.

Doch die New York Times und die Washington Post berichteten unter Berufung auf anonyme Quellen, dass die Aussage von Mueller als vollständige Widerlegung der Kernaussagen der BuzzFeed-Story gemeint war.

Anmerkung der deutschen Redaktion: Nachdem am Sonntag, dem 24. März, die Zusammenfassung des Mueller Reports veröffentlicht wurde, haben die meisten alten Mainstream-Medien in den USA, die sich bewusst oder unbewusst, an der falschen und diffamierenden Berichterstattung gegen Trump und seine Mitarbeiter beteiligt haben, einen drastischen Schwund an Zuschauern und Lesern verzeichnet. Viele Medienkonsumenten wechselten zu Fox News und anderen Medien, die der „Kollusionsthese“ von Anfang an widersprachen. Im deutschen Sprachraum ist etwas Ähnliches derzeit noch nicht erkennbar. Das könnte hierzulande an einem Mangel von Alternativen liegen. Medien, die auch einen Fernsehkanal zur Verfügung haben und dem Narrativ der Demokraten nicht aufsaßen, gibt es gar nicht. Doch gilt Ähnliches auch für die Berichterstattung über Merkel, Russland, die EU, Impfen oder angebliche Flüchtlinge.

Das Original erschien in The Epoch Times (USA) (deutsche Bearbeitung von al)
Originalartikel: Review of Russia Investigation Coverage Reveals Lineup of False News