Ex-Kronprinz erwartet Umsturz im Iran in den kommenden Monaten: „Nur eine Frage der Zeit“

Epoch Times16. Januar 2020 Aktualisiert: 16. Januar 2020 7:03
"Es fehlen nur einige Wochen oder Monate, bis es im Iran zum finalen Kollaps kommen werde, sagte der im US-Exil lebende iranische Ex-Kronprinz Resa Pahlawi. Die derzeitige Lage sei ein wenig so "wie in den letzten drei Monate von 1978, vor der Revolution".

Der im US-Exil lebende iranische Ex-Kronprinz Resa Pahlawi erwartet, dass es im Iran in den kommenden Monaten zu einem Umsturz kommen wird. „Dies ist nur eine Frage der Zeit“, sagte der 59-Jährige am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Washington.

Er zog eine Parallele zwischen den derzeitigen Demonstrationen im Iran und der Islamischen Revolution, die 1979 zum Sturz seines Vaters – des letzten Schahs von Persien – geführt hatte.

Es fehlten nur „einige Wochen oder Monate“, bis es im Iran zum „finalen Kollaps“ kommen werde, sagte Resa Pahlawi. Die derzeitige Lage sei ein wenig so „wie in den letzten drei Monate von 1978, vor der Revolution“.

Pahlawi rät von Verhandlungen mit dem Iran ab

Die heutige „Stimmungslage“ im Iran sei die gleiche wie damals. An die westlichen Regierungen appellierte der frühere Kronprinz, nicht mit der iranischen Führung zu verhandeln.

Der eng mit den USA verbündete Schah war unter dem Druck von Protesten am 16. Januar 1979 aus dem Iran geflüchtet. Er verstarb im Jahr danach im Exil in Ägypten. Der frühere  Kronprinz lebt in einem Vorort von Washington.

Die derzeitigen Proteste im Iran waren entflammt, nachdem die Führung des Landes den versehentlichen Raketenabschuss der ukrainischen Passagiermaschine zugegeben hatte, bei dem Anfang Januar alle 176 Insassen getötet worden waren.

Die Sicherheitskräfte schritten nach Angaben von Amnesty International massiv gegen die Proteste ein. Im ganzen Land seien friedliche Demonstranten durch „illegale Gewaltanwendung“ verletzt worden, teilte die Menschenrechtsorganisation am Mittwoch mit. Die Sicherheitskräfte hätten unter anderem Schrotkugeln, Tränengas und Gummigeschosse eingesetzt. (afp)

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