Facebook-Moderatoren erlauben „Hassreden“ gegen Weiße und Trump-Unterstützer

Von 28. Juni 2020 Aktualisiert: 29. Juni 2020 12:26
Erst kürzlich enthüllten zwei Facebook-Insider Wahlmanipulationen im Facebook-Konzern in Interviews mit "Project Veritas". Laut den Vorwürfen herrscht eine Doppelmoral beim Konzern. Im Vorfeld der kommenden US-Wahlen gebe es eine massive Beeinflussung der öffentlichen Meinung durch externe Mitarbeiter und den Facebook-Konzern selbst.

Ein ehemaliger Moderator für Facebook enthüllte, er habe vom Social-Media-Konzern die Anweisung erhalten, entgegen der geltenden Unternehmensrichtlinien „Hassreden“ gegen Weiße unter bestimmten Umständen zuzulassen. Wie Aufnahmen einer versteckten Kamera eines Reporters von „Projekt Veritas“ belegen, handelt es sich bei solchen Konzern-Anweisungen nicht um Einzelfälle.

Ryan Hartwig arbeitete für Cognizant in Phoenix, einem Unternehmen, das für Facebook einen Teil der manuellen Inhaltskontrolle übernimmt. In einem Interview mit „Projekt Veritas“, einer gemeinnützigen Organisation für Investigativjournalismus, sagte er, er habe nach Aufnahme der Tätigkeit im März 2018 miterlebt, wie bei Facebook manipuliert wird. „Sechs Personen entscheiden über alles, was auf Facebook erscheint und sie sind alle ähnlicher Ansicht“, sagte Hartwig.

Später machte Hartwig Filmaufnahmen mit versteckter Kamera auf seiner Arbeit und zeichnete Gespräche mit Mitarbeitern und Vorgesetzten auf, um die Meinungsbeeinflussung an die Öffentlichkeit zu bringen.

Im Interview wird ein Screenshot einer internen Veröffentlichung von Shawn Browder, Betriebs- und Schulungsleiter bei Cognizant, vom 7. Juni 2018 eingeblendet. Darin steht, einige Inhalte, die gegen die „Hassreden“-Richtlinien von Facebook verstoßen, würden vorübergehend zugelassen:

„Alles, was gemäß unseren Hassreden-Richtlinien gelöscht wird, aber darauf abzielt, das Bewusstsein für Pride/LGBTQ zu schärfen, wird vorläufig erlaubt“. Insbesondere wenn es um Beiträge gehe, in denen „heterosexuelle weiße Männer angegriffen werden“. „Heterosexuelle weiße Männer sind Dreck, weil sie nicht mehr für den LGBTQ kämpfen“, heißt es weiter.

Hartwig selbst berichtet davon, dass er sich als weißer Mann und Republikaner diskriminiert fühlte. Er sei für zwei Posten aufgrund seiner Spanischkenntnisse prädestiniert gewesen, aber nicht genommen worden. Eine Mitarbeiterin bestätigte das vor versteckter Kamera. Eine andere Mitarbeiterin sagte, dass sie den Kontakt zu Hartwig und anderen konservativ eingestellten Mitarbeitern abgebrochen hat, nachdem man ihr nahegelegt hatte, einen anderen Umgang zu pflegen.

Pro-Trump-Gruppe als „Terrorgruppe“ eingestuft

Ein Teamleiter für die Überprüfung von Facebook-Inhalten bei Accenture, einem anderen von Facebook beauftragten Unternehmen, bestätigte vor versteckter Kamera, dass er für die „rote Flagge“ arbeite. Als Vorbereitung für den Job musste er sich zuerst mit dem Projekt „Hass“ befassen. Auf der „Feindesliste“ des Konzerns stehen ausschließlich Nazi- und Terrororganisationen und Personen aber auch die „Make America Greate Again“-Aktivisten (MAGA), also konservative Aktivisten und Moderatoren wie Alex Jones, Laura Loomer und Paul Joseph Watson.

„Ich habe mir eigentlich fast den ganzen Tag lang, die Bilder der Hass-Organisationen, wie Hitler, den Nazis, MAGA… Sie wissen schon.. Proud Boys, all diesen Kram angesehen“, sagt der Teamleiter. MAGA, eine Pro-Trump-Gruppe, steht für „Make America Great Again“, dem Wahlkampf-Slogan von Präsident Donald Trump in 2016.

Auch einfache Trump-Supporter werden bei Facebook als „Terroristen“ geführt. Sie werden zwar nicht ausgeschlossen, aber ihre Posts unsichtbar gemacht und Meinungen linker Vertreter gefördert.

Facebook erlaubt Morddrohungen gegen „Feinde“

Ein anderer Ex-Facebook-Moderator von Cognizant, Zach McElroy, sagte gegenüber der Epoch Times, dass Facebook sogar Gewaltandrohungen und Morddrohungen gegen Personen auf der Liste zulasse und dass, obwohl Morddrohungen generell bei Facebook verboten seien.

Um Juli 2019 herum habe Facebook seiner Inhaltspolitik eine Ausnahme hinzugefügt, wonach Todesdrohungen und andere Gewaltandrohungen gegen Personen und Gruppen auf seiner „Feindesliste“ zugelassen werden sollen.

Später entfernte Facebook die Ausnahme kommentarlos aus seinen öffentlich zugänglichen Richtlinien, nachdem es zu öffentlichen Beschwerden gekommen war. Laut McElroy wurde diese Änderung den Facebook-Mitarbeitern jedoch nie mitgeteilt. Somit blieb sie inoffiziell weiter in Kraft. Da er im Februar entlassen wurde, konnte er der der Epoch Times nicht sagen, wie der derzeitige Stand ist.

McElroy bestätigte, wie Hartwig, dass er keine linken oder gar weit links stehende Personen oder Gruppen auf der Liste sah.

Facebook-Algorithmus kennzeichnet konservative Inhalte

McElroy äußerte sich erstmals am Dienstag (23.6) in einem Video von „Project Veritas“ zu Manipulationen im Unternehmen. Laut ihm sei mindestens ein Facebook-Algorithmus darauf ausgelegt, vorwiegend rechte Inhalte als problematisch zu kennzeichnen. Der Algorithmus sei nicht menschlich, wurde jedoch von Menschen programmiert, so McElroys.

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Er ist davon überzeugt, dass Facebook-Gründer Mark Zuckerberg zwar öffentlich beteuert, sich nicht in den Wahlkampf einzumischen, aber seine Privatmeinung anders aussehe und diese intern weitergegeben würde.

Aber nicht nur das sei ein Problem, sondern: Die meisten Mitarbeiter gehörten zudem zum linken politischen Lager und würden von sich aus, konservative und Pro-Trump-Posts löschen.

McElroy und einige Undercover-Reporter von „Project Veritas“ befragten Facebook-Moderatoren zu ihrer politischen Haltung vor versteckter Kamera und wie sie mit Posts umgingen, die nicht ihrer eigenen Einstellung entsprechen:

„Wir manipulieren das Spiel und arbeiten für die linke Seite“, sagte eine Person, die als Facebook-Moderator bei Cognizant arbeitet. Mehrere Moderatoren sagten, sie würden konservative und Pro-Trump-Inhalte entfernen, unabhängig davon, ob sie gegen die Facebook-Politik verstoßen oder nicht.

Facebook will Vorwürfen nachgehen

Facebook-Sprecherin Heather King in Washington nahm telefonisch gegenüber Kongressvertretern zu den Vorwürfen im Interview Stellung: „Unsere Facebook-Gutachter prüfen täglich, dass unsere Richtlinien fair und genau angewendet werden und keine politische Seite gefördert wird. Die Äußerungen in diesem Video stimmen mit unseren Richtlinien nicht überein“.

„Wir werden unsere Ausbildung und Aufsicht überprüfen lassen (…) Wir werden auch unsere Partner beobachten, um sicherzustellen, dass sie unsere Politik angemessen und richtig befolgen.“ Die Abschrift des Telefonats erhielt die Epoch Times von „Project Veritas“.

Das englische Original erschien auf „The Epoch Times“ unter: Facebook Moderators Allowed ‘Hate Speech’ Against Whites, Lumped Trump Supporters With Nazis, Insiders Reveal. Die deutsche Bearbeitung erfolgte unter: nh.