Generalstreik im Westjordanland aus Solidarität mit hungerstreikenden Häftlingen

Epoch Times27. April 2017 Aktualisiert: 27. April 2017 12:28
Angeführt von Palästinenserführer Marwan Barghuti sind am 17. April hunderte palästinensische Häftlinge in israelischen Gefängnissen in den Hungerstreik getreten. Sie fordern bessere Haftbedingungen, darunter Zugang zu Telefonen, erweiterte Besuchsrechte und bessere medizinische Versorgung.

Mit einem Generalstreik im besetzten Westjordanland haben die Palästinenser am Donnerstag ihre Solidarität mit den 1500 Häftlingen bekundet, die sich seit zehn Tagen im Hungerstreik befinden.

Im Zentrum der Hauptstadt des Westjordanlandes, Ramallah, waren die Straßen wie leergefegt, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Geschäfte waren geschlossen, die öffentlichen Verkehrsmittel standen still.

Auf den Bürgersteigen, auf denen sich sonst Händler und Passanten drängen, herrschte Ruhe. Dutzende Menschen strömten aber zu einem Zelt auf einem zentralen Platz, in dem sich Unterstützer der protestierenden Gefangenen versammelten. Von dort aus sollte eine Demonstration starten. Der Streikaufruf wurde in allen Städten des Westjordanlands befolgt, Ausnahmen machten lediglich Ärzte sowie Abiturienten, die kurz vor ihren Prüfungen stehen.

Angeführt von Palästinenserführer Marwan Barghuti sind am 17. April hunderte palästinensische Häftlinge in israelischen Gefängnissen in den Hungerstreik getreten. Sie fordern bessere Haftbedingungen, darunter Zugang zu Telefonen, erweiterte Besuchsrechte und bessere medizinische Versorgung.

Barghuti sitzt in Israel eine lebenslange Haftstrafe ab. Er war einer der Anführer der zweiten Intifada, des palästinensischen Aufstands in den von Israel besetzten Palästinensergebieten von 2000 bis 2005. In der Fatah-Partei ist er der größte Rivale von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas. Umfragen zufolge hat Barghuti Chancen auf das Amt des Palästinenserpräsidenten. (afp)

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