Große Anzahl von Forderungen nach Gerechtigkeit im Vergewaltigungsfall

Von 17. Juni 2009 Aktualisiert: 17. Juni 2009 0:14
Vergewaltigungsopfer Deng Yujiao nach nichtöffentlicher Verhandlung vom Gericht freigelassen - Öffentliche Aufmerksamkeit zeigt Wirkung

Die Kellnerin Deng Yujiao wurde am 16. Juni nach einer Gerichtsverhandlung  hinter verschlossenen Türen ohne Bestrafung freigelassen. Die weitverbreitete Aufmerksamkeit auf den Fall, bei dem sie vermutlich in Notwehr die sexuellen Annäherungen von KP-Beamten mit einem Messer abgewehrt hatte, zeigte Wirkung. Sowohl in China als auch im Ausland hatte es Proteststürme gegen eine Anklage gegeben.

Am Tag vor der Freilassung hatten zweiunddreißig chinesische Wissenschaftler, Experten und Menschenrechtsaktivisten einen zweiten Offenen Brief an den Obersten Chinesischen Gerichtshof veröffentlicht, in dem sie gegen den Beschluss der Polizei von Enshi protestieren, Deng Yujiao wegen exzessiver Verteidigung anzuklagen.

Dieser Offene Brief folgte auf einen vorhergehenden vom 16. Mai und wiederholt, dass Deng Yujiao sich rechtmäßig gegen sexuellen Missbrauch geschützt hat, als sie den Regierungsbeamten erstach. Der Brief hebt hervor, dass „exzessive Verteidigung“ nicht als rechtskräftige Anklage erhoben werden kann, weil sie nur einen Grund darstellt, ein Strafmaß zu mildern, nachdem das Verbrechen bestätigt ist.

Der Brief kritisierte auch die lokalen Behörden und die Polizeidienststelle, weil sie mit voller Absicht wesentliche Fakten verdreht und der Öffentlichkeit vorenthalten haben und er zählte auch eine Reihe von illegalen und unvernünftigen Handlungen bei der Behandlung des Falles auf.

Am Ende des Briefes drängten die Autoren den Obersten Gerichtshof, bei der Behandlung dieses Falles gerecht und unabhängig zu bleiben. Da der Fall landesweit die Aufmerksamkeit der Menschen erregt hat, warnten sie davor, dass ein ungerechtes Urteil den Konflikt zwischen dem Volk und den Behörden verschärfen würde.

Lu Jun, Sprecher der Rechtsvereinigung aus Peking und einer der Unterzeichner des Briefes, sagte in einem erst kürzlich erfolgten Interview, dass die frühere Anklage wegen Körperverletzung eine sehr große Enttäuschung für die Öffentlichkeit dargestellt habe. Er fügte hinzu, dass die neuerdings erfolgten Bemühungen, Internetdiskussionen und Medienberichte über diesen Fall zu unterbinden, auch weiterhin zeigten, dass die Behörden unabhängige Meinungen unterdrückten.

Ein anderer Unterzeichner, der Pekinger Wissenschaftler Chen Yongmiao, erklärte, dass der Zweck dieses Briefes der sei, das soziale und rechtmäßige Justizwesen zu fördern und die Rechte der unterprivilegierten Gruppen vor korrupter politischer Macht zu schützen.

Originalartikel (englisch): http://www.theepochtimes.com/n2/content/view/18153/
Originalartikel (chinesisch): http://epochtimes.com/gb/9/6/11/n2555295.htm

(The Epoch Times)
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