Kanadas Ministerpräsident Justin Trudeau.Foto: ALEJANDRO PAGNI/AFP/Getty Images

Kanada: Korruptionsvorwürfe gegen Ministerpräsident Trudeau

Epoch Times28. Februar 2019 Aktualisiert: 28. Februar 2019 6:52
Trudeau habe eine "systematische Kultur der Korruption" in Kanada zugelassen, heißt es seitens der Conservative Party.

In Kanada sieht sich Ministerpräsident Justin Trudeau nun selbst dem Vorwurf der Korruption ausgesetzt. Oppositionsführer Andrew Scheer von der Conservative Party formulierte am Mittwochabend (Ortszeit) eine Rücktrittsforderung.

„Da die Kanadier jetzt wissen, was er getan hat, kann Justin Trudeau nicht einfach damit fortfahren, diese großartige Nation zu regieren“, hieß es in einer Erklärung. Trudeau habe eine „systematische Kultur der Korruption“ zugelassen.

Zuvor hatte die frühere Generalstaatsanwältin Jody Wilson-Raybould den Ministerpräsidenten belastet. Dieser und mehrere seiner Kabinettsmitglieder hätten sie unter Druck gesetzt, gegen das kanadische Bau- und Anlagenbau-Unternehmen SNC Lavalin nicht so hart vorzugehen und einem Deal zuzustimmen.

SNC Lavalin wiederum würde gerne einen mehrere Jahre alten Korruptionsfall unkompliziert und gegen eine größere Strafzahlung beenden. Dem Unternehmen mit Sitz in Montréal wird unter anderem Bestechung im Zusammenhang mit Staatsaufträgen in Libyen zur Last gelegt.

Bei einer Verurteilung würde SNC Lavalin über Jahre keine Aufträge der Regierung mehr bekommen können. Der Konzern gilt in der Provinz Québec als wichtiger Arbeitgeber. Jody Wilson-Raybould wollte sich aber in ihrer Funktion als Generalstaatsanwältin auf keinen solchen Deal einlassen, bevor sie vor wenigen Wochen aus damals unklaren Gründen zurücktrat.

„Meine Mitarbeiter und ich haben uns immer angemessen und professionell verhalten“, wies Trudeau die nunmehr gegen ihn erhobenen Vorwürfe am Mittwochabend zurück. Es sei Aufgabe der Regierung, sich um „Jobs und die Wirtschaft“ zu kümmern. Am 21. Oktober sind in Kanada Wahlen, dann will Trudeau wieder antreten. (dts)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion