Mönch bei Tag, Callboy bei Nacht: Chinas Geistliche lassen sich für Sex bezahlen

Von 18. Februar 2019 Aktualisiert: 18. Februar 2019 15:05
Teure Autos, große Häuser, von Zölibat keine Spur - Mönche verraten ihren Glauben und verkaufen ihre Körper für Geld und teure Geschenke.

Ein Leben in Enthaltsamkeit – kein Ruhm, kein Reichtum, kein Sex. Im alten China führten die Mönche ein spirituelles Leben im Zölibat und widmeten sich dem buddhistischen Studium.

Heute halten sich nicht mehr alle Mönche an diese religiösen Gebote. Manche Mönche in China geben nur vor, dass sie ein religiöses Leben führen. Nachts gehen sie jedoch einem Gewerbe nach.

Song Zude, ein bekannter chinesischer Unterhaltungskritiker, schrieb kürzlich auf seinem Sina-Weibo-Blog, einer Plattform ähnlich wie Twitter, dass einige chinesische Tempel begonnen hätten, einen einzigartigen Dienst anzubieten.

Eine Gruppe von Geschäftsleuten trifft besondere Vorkehrungen für Mönche, und zwar nur für die gutaussehenden. Sie ziehen sie als männliche Callboys für wohlhabende chinesische Frauen heran.

Song schrieb, dass einige dieser Mönche bis zu mehreren Millionen Yuan pro Monat (1 Million Yuan entspricht etwa 130.500 EUR) an Geld und Geschenken verdienen, die ihre weiblichen Kunden für sie ausgeben.

Einige Mönche besitzen teure Sportwagen und Häuser, während andere genug Reichtum ansammelten, um selbst Callboys heranzuziehen und Beziehungen zu jüngeren Frauen einzugehen.

Diese Mönche ziehen tagsüber weiterhin ihr Mönchsgewand an. Nachts tragen sie einen Anzug und treffen sich mit Frauen.

Die Seele im Tempel verkauft

Auf WeChat hat eine Person namens Tian Ya Lian Xian einen Artikel als Antwort auf Song´s Behauptung veröffentlicht. In diesem Artikel heißt es, dass die Behauptungen von Song nicht überraschend kämen. In China ist es allgemein bekannt, dass Geschäftsleute solche Verträge mit Tempeln abschließen. Mit anderen Worten: Mönche werden von diesen Geschäftsleuten einfach angeworben, um sexuelle Dienstleistungen anzubieten.

Dem WeChat-Artikel zufolge heuern die Geschäftsleute die Mönche an. Dann führen diese religiöse Rituale durch, die ihren wahren Zweck nicht erfüllen können, und betreiben Wahrsagerei, nur um eigenes Einkommen zu generieren. Mehrere bekannte chinesische Mönche sind in der Vergangenheit einen ähnlichen Weg gegangen.

Shi Yongxin, Abt des berühmten Shaolin-Klosters und Vizevorsitzender des chinesischen Verbands der Buddhisten, wurde 2015 von den chinesischen Medien als Vater von zwei unehelichen Kindern entlarvt. Ihm wurde auch vorgeworfen, Beziehungen zu mehreren Frauen, darunter Nonnen und Gläubigen, zu haben und Gelder aus dem Kloster zu unterschlagen.

Shi ist auch politisch als Abgeordneter im nationalen Volkskongress-Parlament engagiert.

Im August letzten Jahres gab Xue Cheng, der Präsident des chinesischen Verbands der Buddhisten seine Position auf. Ihm wurde vorgeworfen, seine Schülerinnen sexuell genötigt und psychologisch manipuliert zu haben. Laut Reuters war er angeblich auch an einem Korruptionsprogramm beteiligt, in dem es um 10 Millionen Yuan (1.305.000 Euro) ging.

Xue war Mitglied der Kommunistischen Partei und gehörte dem Ständigen Ausschuss der Politischen Konsultativkonferenz des chinesischen Volkes, einem beratenden Gremium, an.

Auf Weibo waren einige chinesische Nutzer fassungslos, als sie von Song´s Behauptungen erfuhren.

Eine Neuseeländerin aus der chinesischen Provinz Zhejang schrieb:

Sie können einen Vertrag mit einem Tempel abschließen? Was für ein seltsames Land.“

Eine Neuseeländerin aus Peking hatte einen konkreten Vorschlag: Falls dafür Beweise erbracht werden können, sollten die Mönche aus den Tempeln vertrieben werden.

Das Original erschien auf der englischsprachigen Ausgabe von The Epoch Times: Chinese Monks Become ‘Sugar Babies’ for Wealthy Women / übersetzt von sua

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