Aufgenommene Migranten ruhen und sprechen miteinander auf dem Deck des Rettungsschiffs "Ocean Viking", das von den französischen NGOs SOS Mediterranee und Medecins sans Frontieres (MSF) am 15. August 2019 im Mittelmeer betrieben wird.Foto: ANNE CHAON/AFP/Getty Images

SOS Méditerranée bringt Flüchtlinge und Migranten wieder über das Mittelmeer nach Europa

Epoch Times22. Juni 2020 Aktualisiert: 22. Juni 2020 15:31
Nach dreimonatiger Pause hat die NGO SOS Méditerranée die Aktivitäten im Mittelmeer wieder aufgenommen. Das Schiff "Ocean Viking" verließ am Montagmorgen den Hafen von Marseille, wie ein AFP-Reporter an Bord berichtete.

Nach dreimonatiger Pause wegen der Corona-Pandemie hat die Nichtregierungsorganisation SOS Méditerranée ihre Aktivitäten im Mittelmeer wieder aufgenommen. Das Schiff „Ocean Viking“ verließ am Montagmorgen den Hafen von Marseille, wie ein AFP-Reporter an Bord berichtete. Am Donnerstag will die Besatzung den Bereich vor der Küste Libyens erreichen.

NGO-Mitarbeiter: „Drastischer Anstieg an Versuchen“, nach Europa zu gelangen

Der Koordinator für den Mittelmeer-Einsatz, Nicholas Romaniuk, verwies auf die anhaltende Flucht- und Migrationsbewegung über das Mittelmeer auch während der Corona-Pandemie. Es gebe einen „drastischen Anstieg an Versuchen“, nach Europa zu gelangen, sagte er.

Um eine Ausbreitung der Wuhan-Lungenseuche auf der „Ocean Viking“ zu verhindern, hat die Besatzung eine Reihe von Sicherheitsvorkehrungen getroffen, darunter die Einrichtung einer Desinfektionsschleuse sowie mehrerer Isolierplätze an Bord.

NGOs brachten nach eigenen Angaben mehr als 30.000 Menschen nach Europa

SOS Méditerranée kooperierte bis vor kurzem mit der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) bei der Aufnahme und der Verbringung von Menschen aus dem Mittelmeer nach Europa. Mit den Schiffen „Aquarius“ und „Ocean Viking“ brachten sie nach eigenen Angaben mehr als 30.000 Menschen nach Europa.

Nach UN-Angaben machten sich zwischen Anfang Januar und Ende Mai 8.311 Menschen von Libyen aus auf den Weg über das Mittelmeer nach Europa. Das ist ein Anstieg um 150 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. (afp/er).


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion