Alarm: Sieben Millionen Menschen in Afrikas Boko-Haram-Gebieten von Hunger bedroht

Epoch Times23. Februar 2017 Aktualisiert: 22. Februar 2017 23:44
Die islamistische Miliz Boko Haram kämpft seit Jahren für die Errichtung eines islamischen Gottesstaats im mehrheitlich muslimischen Nordosten Nigerias. Inzwischen ist sie auch in den Nachbarländern Niger, Tschad und Kamerun aktiv.

Die Islamistenmiliz Boko Haram hat eine massive humanitäre Krise ausgelöst: In den von den Gewaltaktionen betroffenen Ländern um den Tschad-See seien rund sieben Millionen Menschen von Mangelernährung und Hunger bedroht, erklärten die Hilfsorganisation Oxfam und der norwegische Flüchtlingsrat am Mittwoch im Vorfeld einer internationalen Geberkonferenz in Oslo. Sie riefen zu großzügigen Spenden für die betroffenen Menschen auf.

Boko Haram kämpft seit Jahren für die Errichtung eines islamischen Gottesstaats im mehrheitlich muslimischen Nordosten Nigerias. Inzwischen ist sie auch in den Nachbarländern Niger, Tschad und Kamerun aktiv.

Hungersnot droht

Ausrichter der Geberkonferenz am Freitag in Oslo sind Norwegen, Deutschland, Nigeria und die Vereinen Nationen. Sie veranschlagen eine Summe von 1,4 Milliarden Euro, um die Hungerkrise in den Griff zu bekommen. Im vergangenen Jahr war ein Hilfsaufruf der UNO für die Region mit nur 52 Prozent deutlich unterfinanziert geblieben.

Besonders im Nordosten Nigerias sei die Gefahr einer Hungersnot groß, erklärte die Geschäftsführerin von Oxfam Deutschland, Marion Lieser. „Nach Jahren der Gewalt sind Millionen Menschen am Ende ihrer Kräfte.“ Sie könnten keine Nahrungsmittel anbauen oder kaufen. „Humanitäre Hilfe konnte die Lebenssituation vieler Menschen verbessern.“ Doch ohne zusätzliche Finanzmittel sei dies nicht mehr machbar.

Mehr als 2,6 Millionen Menschen – unter ihnen 1,5 Millionen Kinder – sind den Hilfsorganisationen zufolge auf der Flucht, fast elf Millionen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Es habe zu lange gedauert, bis Regierungen, Hilfsorganisationen und Geberländer auf die Krise reagiert hätten, kritisierten Oxfam und der Flüchtlingsrat. (afp)

 

 

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