Terror in Neuseeland: Killer filmte Ermordung von 49 Menschen – „Er hat geschossen, bis sie tot waren“

Epoch Times15. März 2019 Aktualisiert: 15. März 2019 21:38
Bei bewaffneten Angriffen auf zwei Moscheen im neuseeländischen Christchurch sind zahlreiche Menschen getötet worden. Der "Terroranschlag" sei "gut vorbereitet" gewesen, sagte Regierungschefin Jacinda Ardern.

+++ Newsticker +++

Schilderungen von Überlebenden

Ganz ruhig sei der Schütze gewesen, berichten Augenzeugen über den Moschee-Attentäter im neuseeländischen Christchurch. Ruhig – und enorm kaltblütig: Von Raum zu Raum sei er gegangen, habe die verängstigten Menschen ins Visier genommen und erschossen, manche von ihnen aus nächster Nähe.

Die Überlebenden berichten über grausame Szenen in den beiden Moscheen, wo sich Muslime zum Freitagsgebet versammelt hatten. „Gleich hinter der Eingangstüre saßen ein paar ältere Leute und beteten. Er hat einfach das Feuer auf sie eröffnet“, sagt der Moscheebesucher Syed Mazharuddin dem „New Zealand Herald“. „Eine Frau hat geschrien. Er hat ihr direkt ins Gesicht geschossen.“

Auch Anwar Alanseh hat das Attentat überlebt, er sperrte sich im Badezimmer ein. Was er berichtet, ist herzzerreißend: Menschen hätten den Täter angefleht, ihr Leben zu schonen – vergeblich. „Er hat geschossen, bis sie tot waren.“ Der Schütze habe antimuslimische Beschimpfungen losgelassen und gerufen: „Heute bringen wir euch um“, berichtet Alanseh dem Internetportal stuff.co.nz. In Panik sprangen manche Moscheebesucher aus dem Fenster, andere lagen auf dem blutverschmierten Boden und stellten sich tot.

Während der Attentäter seine Wahnsinnstat verübt, macht ein Bus vor der Moschee halt. Drinnen sitzen die Mitglieder des Kricket-Teams von Bangladesch, die während ihres Neuseeland-Besuchs zum Freitagsgebet wollten. Seine Spieler hätten gesehen, wie „blutende Menschen aus der Moschee kamen“, berichtete Manager Khaled Mashud.

„Es war wie in einem Video, wie in einem Film“, sagt Mashud. „Wenn wir nur drei oder vier Minuten früher da gewesen wären, dann wäre uns Schlimmes passiert.“

Auch der Einwohner Carl Pomare fuhr zufällig mit einem Kollegen während der Tat an der Masjid-al-Noor-Moschee vorbei. Sie hätten sofort angehalten und geholfen, ein verletztes fünfjähriges Mädchen in ein Auto zu laden und ins Krankenhaus zu bringen. „Mein Kollege hat sich um einen Mann gekümmert, der dann aber leider in seinen Armen starb“, sagte Pomare dem Sender RNZ. „Es war surreal.“

Im Hagley Park von Christchurch versammeln sich Mitglieder der muslimischen Gemeinschaft in stiller Trauer. „Das ist der friedlichste, schönste Ort auf Erden, und das wird auch so bleiben“, sagt ein Palästinenser fast beschwörend über Christchurch.

Innenpolitiker fordern Konsequenzen: Mehr Polizei und weniger Kuschel-Justiz gefordert

Mehrere deutsche Innenpolitiker warnen nach dem Anschlag auf Muslime in Neuseeland vor extremistischem Terror auch in Deutschland und fordern auch hierzulande Konsequenzen. Personen und Einrichtungen, die Drohungen aus rechtsextremen Kreisen erhalten haben, müssten unter Polizeischutz gestellt werden, sagte Martina Renner, Innenpolitikerin der Linken-Bundestagsfraktion, den Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“. „Wir erleben, dass Rechtsterror von den deutschen Sicherheitsbehörden viel zu oft als diffuses Phänomen verwirrter Einzeltäter abgetan wird“, so die Linken-Politikerin weiter.

Dabei hätten die Planungen für solche Taten in der Vergangenheit mehrfach auf Anleitungen von Neonazi-Organisationen basiert. „Es sind rassistische Anschläge und Morde, die in der Geschichte der Bundesrepublik die meisten Todesopfer gefordert haben“, so Renner. Das gelte für die jüngste Vergangenheit auch in den USA, Norwegen und nun offenbar auch in Neuseeland. „Ich fordere wie bei den Neonazi-Drohmails und -Feindeslisten, dass alle bedrohten und gefährdeten Einrichtungen und Personen umfassenden polizeilichen Schutz erhalten“, sagte die Linken-Politikerin. Die Sicherheitsbehörden müssten „endlich für diese Gefahr sensibilisiert werden“.

Auch die innenpolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Irene Mihalic, sagte: „Wir müssen es sehr ernst nehmen, dass es derzeit um die 1000 Fälle von politisch motivierter Kriminalität gibt, die sich gegen Musliminnen und Muslime richtet.“ Sie forderte, die Behörden müssten, „wo sich Warnungen verdichten, auch die Präsenz der Polizei sicherstellen“.

Zugleich kritisierte Mihalic, dass die Bundesregierung den gewaltbereiten Rechtsextremismus nicht ernst genug nehme. So würden Sicherheitsbehörden und Geheimdienste die Bildung rechtsextremer Netzwerke nicht ausreichend beobachten. „Dieses Defizit muss schleunigst aufgearbeitet werden, damit wir auch Anschlagsplanungen und terroristische Bestrebungen rechtzeitig erkennen können“, so die Grünen-Politikerin weiter.

Der stellvertretenden AfD-Vorsitzende Georg Pazderski sagte mit Blick auf den Anschlag in Christchurch, dass auch Deutschland in den vergangenen Jahren „unsicherer geworden“ sei. „Wir brauchen in allen sicherheitsrelevanten Bereichen mehr Polizei und weniger Kuscheljustiz“, sagte der AfD-Politiker den Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“. Es gebe „eine Zunahme von politischer Gewalt vor allem durch extremistisch und islamistisch motivierte“ Täter. „Unser Land braucht eine Null-Toleranz-Offensive gegen politisch motivierte Gewalt“, so der AfD-Politiker weiter.

Filmmaterial nicht weiterverwenden

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat davor gewarnt, das im Netz kursierende Video vom Anschlag im neuseeländischen Christchurch zu verbreiten. „Solche Videos sind durchaus dazu geeignet, andere Menschen zu solchen Taten zu animieren“, sagte der GdP-Bundesvorsitzende Oliver Malchow der „Rheinischen Post“ aus Düsseldorf laut Vorabmeldung vom Freitag. „Das Risiko, dass es Nachahmer geben könnte, ist dadurch höher.“

Malchow warnte, niemand solle „Filmmaterial, das von solchen Attentaten im Netz kursiert, weiterverbreiten“. Es enthalte Täterwissen, das für die Ermittlungsbehörden sehr wichtig sei. Dieses könne „Beschuldigten helfen, sich bezüglich verdächtigen Wissens mit Verweis auf Videos herauszureden“. Für die Polizei sei es dann „viel schwerer, ihnen exklusives Täterwissen nachzuweisen, wenn wegen der Videos jeder über das Wissen verfügen kann“.

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Malchow sieht im Vorgehen, einen Anschlag live ins Internet zu stellen, eine neue Stufe. „Dass ein Attentäter eine Gewalttat live bei Facebook überträgt, ist ein offensichtlich neues Vorgehen“, sagte er. „Terrorismus will Angst und Schrecken in der Gesellschaft erzeugen und verbreiten – mit sozialen Medien wie Facebook und Twitter geht das weltweit und unmittelbar.“ Er sehe momentan keine rechtliche Handhabe, wie Livestreams reguliert werden könnten.

Frankreich erhöht Sicherheit für Moscheen

Nach dem Anschlag auf zwei Moscheen in Neuseeland mit mindestens 49 Toten hat Frankreich seine Sicherheitsvorkehrungen vor den Freitagsgebeten erhöht: Innenminister Christophe Castaner rief alle Präfekten am Freitag auf, die Überwachung der religiösen Stätten im Land zu erhöhen. Er kündigte verstärkte Patrouillen von Sicherheitskräften vor Moscheen und anderen Gotteshäusern an.

Präsident Emmanuel Macron verurteilte „die schändlichen Taten“ in Christchurch. Vertreter des Islam in Frankreich äußerten sich schockiert über den Anschlag und riefen die Gläubigen zur Wachsamkeit auf. Ein Vertreter des Islamrats CFCM, Abdallah Zekri, sprach von einem „beispiellosen Verbrechen“ gegen Muslime.

Bei dem mutmaßlich rechtsextremen Anschlag wurden mindestens 49 Menschen getötet und dutzende weitere verletzt.

Laut AFP-Analyse sind das Live-Video und das rassistische Manifest echt

Ein aus Australien stammender Angreifer auf die Masjid-al-Noor-Moschee im Stadtzentrum von Neuseelands Hauptstadt Christchurch hat seine Tat selbst gefilmt und live ins Internet gestellt. Kurz zuvor veröffentlichte er im Internet ein 73-seitiges Hass-Manifest, aus dem deutlich wird, dass der Angriff Muslimen galt. Nach einer Analyse der Nachrichtenagentur AFP sind das Live-Video des Angriffs und das rassistische Manifest echt.

Das auf Facebook veröffentlichte Live-Video zeigt einen kurzhaarigen weißen Mann, der zur Masjid-al-Noor-Moschee fährt und dann das Feuer eröffnet, während er das Gotteshaus betritt. Die Aufnahmen davon, wie er aus nächster Nähe seine Opfer erschießt, sind extrem brutal. Die Polizei rief alle Internetnutzer auf, das Video nicht weiterzuverbreiten. Die Aufnahmen wurden von den Websites entfernt, das Twitter-Konto mit dem Manifest wurde gesperrt.

Laut einem AFP-Abgleich stimmen die Video-Aufnahmen mit anderen Internet-Fotos der Moschee und ihrer Umgebung überein, ebenso wie der gemusterte grüne Teppichboden aus dem Inneren der Moschee. Die auf dem Video hörbaren Navi-Anweisungen aus dem Wagen des Angreifers ermöglichten es AFP, mit Hilfe von Google StreetView die Fahrt des Mannes über zwei Kilometer bis zur Moschee nachzuverfolgen. Gelegentlich spricht der Mann während der Fahrt, sein Akzent klingt Australisch.

Das Profilbild und der Name des Facebook-Kontos, auf dem das Video übertragen wurde, tauchen auch auf dem Twitter-Konto mit dem Manifest auf. Darin beschreibt sich der Täter als 28-jähriger gebürtiger Australier aus einer einkommensschwachen Arbeiterfamilie.

Als Gründe für seine Radikalisierung nennt er die Niederlage der französischen Rechtspopulistin Marine Le Pen bei der Präsidentschaftswahl 2017 sowie den Tod der elfjährigen Ebba Akerlund bei einem islamistischen Lastwagenanschlag in der Stockholmer Fußgängerzone im selben Jahr.

Überschrieben ist das Hass-Manifest mit „The Great Replacement“ (Der große Austausch). Der Titel geht auf eine aus Frankreich stammende rechtsextreme Verschwörungstheorie zurück, wonach die Bevölkerung in Europa durch Zuwanderer ersetzt werden soll, deren Geburtenrate deutlich höher sei.

Auf dem Twitter-Konto tauchen unter dem Datum 13. März auch Bilder der Waffen des mutmaßlichen Angreifers auf, die in dem Live-Video zu sehen sind. Sie tragen auf Englisch und in osteuropäischen Sprachen handgeschriebene Namen von mehreren historischen Militärvertretern – darunter von Europäern, die sich im 15. und 16. Jahrhundert an den Kämpfen gegen die Osmanen oder – noch früher – an den christlichen Kreuzzügen beteiligt hatten.

Steinmeier kondoliert nach Anschlag mit 49 Toten

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat der Generalgouverneurin von Neuseeland, Dame Patricia Lee Reddy, zu den Anschlägen auf zwei Moscheen in der neuseeländischen Stadt Christchurch sein Beileid ausgesprochen. Die Nachrichten von den vielen Opfern „erfüllen mich mit tiefer Trauer“, schrieb Steinmeier am Freitag nach Angaben des Präsidialamts.

„Besonders verachtenswert ist, dass Menschen Opfer dieser feigen Anschläge wurden, die friedlich ihrem Glauben nachgingen“, erklärte der Bundespräsident weiter. „Deutschland trauert mit Ihnen. Wir wünschen Ihrem Land die Kraft, sich in dieser schweren Stunde seine Offenheit und Zuversicht zu bewahren.“ Bei dem mutmaßlich rechtsextremen Anschlag wurden mindestens 49 Menschen getötet und dutzende weitere verletzt.

Polizei evakuiert Wohngebiet in Stadt Dunedin

Bei den Ermittlung zu den Anschlägen auf zwei Moscheen im neuseeländischen Christchurch hat die Polizei ein Wohngebiet in der 350 Kilometer entfernt gelegenen Stadt Dunedin evakuiert. Anwohner in der Nähe eines Hauses seien vorsichtshalber in Sicherheit gebracht worden, erklärte die Polizei am Freitag. Das Haus sei im Zusammenhang mit den Ermittlungen „von Interesse“, hieß es. Nähere Einzelheiten wurden nicht genannt.

Bei Anschlägen auf zwei Moscheen in Neuseeland waren am Freitag mindestens 49 Menschen getötet und 48 weitere verletzt worden. Der rechtsextreme Angreifer, ein Australier, filmte die Tat und übertrug sie live im Internet.

Nach Polizeiangaben wurden im Auto des Mannes zwei Sprengsätze sichergestellt und entschärft. Der Angreifer sowie zwei weitere Männer wurden festgenommen.

Erdogan verurteilt Anschlag

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat den Anschlag auf zwei Moscheen in Neuseeland scharf verurteilt und dem Westen vorgeworfen, nichts gegen wachsende Islamfeindlichkeit zu unternehmen.

„Mit diesem Anschlag hat die Islamfeindlichkeit, die die Welt untätig zugelassen und sogar gefördert hat, die Grenzen der individuellen Schikane überschritten, um die Ebene des Massenmords zu erreichen“, sagte Erdogan am Freitag.

Die Weltsicht des Mörders breite sich im Westen „wie ein Krebsgeschwür“ aus, kritisierte der türkische Präsident bei einer Trauerfeier für eine frühere Ministerin. Wenn der Westen nicht rasch Maßnahmen ergreife, würden „weitere Katastrophen“ folgen, warnte er. Er hatte zuvor auf Twitter geschrieben, der Anschlag auf zwei Moscheen im neuseeländischen Christchurch sei „ein neues Beispiel für die Zunahme des Rassismus und der Islamfeindlichkeit“.

Bei den Anschlägen während des Freitagsgebets waren mindestens 49 Menschen getötet worden. Bei einem der Attentäter handelt es sich nach ersten Ermittlungen um einen rechtsextremen Australier.

Nahles: „Wer Muslime angreift, greift uns alle an“

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich „tief erschüttert“ über den blutigen Anschlag auf zwei Moscheen in Neuseeland geäußert. „Ich trauere mit den Neuseeländern um ihre Mitbürger, die friedlich betend in ihren Moscheen überfallen und aus rassistischem Hass ermordet wurden“, zitierte Regierungssprecher Steffen Seibert Merkel am Freitag in Berlin im Internetdienst Twitter. „Wir stehen Seite an Seite gegen solchen Terror“, sagte die Kanzlerin demnach weiter.

Bei dem Anschlag während des Freitagsgebets im neuseeländischen Christchurch wurden nach offiziellen Angaben mindestens 49 Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt. Die Polizei nahm vier Verdächtige fest.

Auch SPD-Chefin Andrea Nahles zeigte sich erschüttert und äußerte ihr Mitgefühl. „Wer Muslime angreift, greift uns alle an“, schrieb sie ebenfalls auf Twitter. „Dieser Hass darf niemals einen Platz bei uns haben – weder in Neuseeland, noch woanders.“ Die Berliner SPD-Politikerin Sawsan Chebli wertete die Tat auf Twitter als ein Ergebnis der „weltweiten Stimmungsmache gegen den Islam und Muslime“.

Kramp-Karrenbauer verurteilt Angriff

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hat den Angriff auf Moscheen in Neuseeland mit mindestens 49 Toten scharf verurteilt. Egal, gegen wen sich Hass, Gewalt und Terror richteten, „am Ende sterben Menschen, verlieren Kinder ihre Eltern und Eltern ihre Kinder. Dafür kann es keine Erklärung und darf es nie Entschuldigung geben“, schrieb Kramp-Karrenbauer auf Twitter.

„Im Gedenken an Opfer in #christchurch nie einen Zweifel daran aufkommen lassen“, ergänzte sie. Bei den mutmaßlichen Terrorangriffen in der neuseeländischen Stadt Christchurch waren mindestens 49 Menschen getötet worden.

Merkel trauert mit Neuseeländern

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich entsetzt über den Terroranschlag in Neuseeland gezeigt. „Tief erschüttert verfolge ich die Nachrichten aus Christchurch“, ließ sie über ihren Regierungssprecher Steffen Seibert ausrichten.

„Ich trauere mit den Neuseeländern um ihre Mitbürger, die friedlich betend in ihren Moscheen überfallen und aus rassistischem Hass ermordet wurden. Wir stehen Seite an Seite gegen solchen Terror“, hieß es in der Erklärung weiter.

Bei dem Terroranschlag am Freitagnachmittag (Ortszeit) waren mindestens 40 Menschen getötet und mindestens 48 Personen verletzt worden. Offenbar eröffneten mehrere Personen an zwei Moscheen in der Stadt Christchurch das Feuer. Vier Personen wurden festgenommen, darunter eine Frau. Einer der Täter soll ein 17 Minuten langes Video von der Tat live gestreamt haben.

Maas nennt Moschee-Angriffe „brutales Verbrechen“

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat die bewaffneten Angriffe auf zwei Moscheen in Neuseeland als „brutales Verbrechen“ verurteilt. „Wir sind tief erschüttert von dem brutalen Verbrechen in Christchurch“, schrieb Maas am Freitag im Kurzbotschaftendienst Twitter. „In diesen schweren Stunden stehen wir fest an der Seite unserer neuseeländischen Freunde.“ Maas sprach den Familien und Freunden der Opfer sein Mitgefühl aus.

Der türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdogan verurteilte die Angriffe aufs Schärfste. Der „Terroranschlag“ habe sich gegen betende Gläubige gerichtet. „Ich verfluche diejenigen, die ihn begangen haben“, erklärte Erdogan.

Bei den Angriffen auf zwei Moscheen im neuseeländischen Christchurch waren am Freitag 40 Menschen getötet und 20 weitere schwer verletzt worden. Neuseelands Regierungschefin Jacinda Ardern sprach von einem „Terroranschlag“, der offenbar „gut vorbereitet“ gewesen sei. Die mutmaßlichen Angreifer seien aber nicht auf Terrorlisten geführt worden.

Die Angriffe waren in der Masjid-al-Noor-Moschee im Stadtzentrum von Christchurch und in einer Moschee im Vorort Linwood verübt worden. Sie ereigneten sich während des Freitagsgebets. Die Polizei nahm vier Verdächtige fest, darunter eine Frau.

„Rechtsextremer Terrorist“ verübte Angriff

Der Moschee-Angriff im neuseeländischen Christchurch ist nach Angaben des australischen Regierungschefs Scott Morrison von einem rechtsextremen Australier verübt worden. Der Angriff sei von einem „extremistischen, rechtsgerichteten, gewalttätigen Terroristen“ verübt worden, sagte Morrison am Freitag. Dieser sei ein in Australien geborener Staatsbürger seines Landes.

Morrison machte keine weiteren Angaben. Er verwies darauf, dass die Ermittlungen von den neuseeländischen Behörden geführt würden.

Durch Schüsse in zwei Moscheen in Christchurch waren während des Freitagsgebets mehrere Menschen getötet worden. Die Polizei sprach von einer „bedeutenden Zahl“ an Todesopfern; in örtlichen Medien war von mindestens neun Toten die Rede.

Vier Verdächtige wurden festgenommen und mehrere Sprengsätze entschärft. Premierministerin Jacinda Ardern verurteilte den „außergewöhnlichen und beispiellosen Gewaltakt“.

Vier Verdächtige festgenommen

Nach den Angriffen auf zwei Moscheen in der neuseeländischen Stadt Christchurch sind vier Verdächtige festgenommen worden.

Es handele sich um drei Männer und eine Frau, sagte Polizeichef Mike Bush am Freitag. Bei den Angriffen habe es eine „bedeutende Zahl“ an Todesopfern gegeben. An den Fahrzeugen der Angreifer seien Sprengsätze gefunden worden, die von der Armee entschärft worden seien.

Die Angriffe waren in der Masjid-al-Noor-Moschee im Stadtzentrum und in einer Moschee im Vorort Linwood verübt worden. Örtliche Medien berichteten von bis zu neun Todesopfern. Wegen der Gefahrenlage rief die Polizei für ganz Neuseeland dazu auf, keine Moschee zu betreten. Die Innenstadt von Christchurch wurde abgeriegelt, Schüler durften ihre Klassenräume nicht verlassen und alle Menschen in Christchurch wurden aufgerufen, nicht auf die Straße zu gehen.

Die neuseeländische Premierministerin Jacinda Ardern sprach von einem „außergewöhnlichen und beispiellosen Gewaltakt“. Ihr Land durchlebe gerade einen seiner „dunkelsten Tage“. (afp/dpa/dts)

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