Präsident Trump will brutale Jugendgang MS-13 aus US-Städten vertreiben

Epoch Times28. Juli 2017 Aktualisiert: 28. Juli 2017 21:35
US-Präsident Donald Trump hat der gewalttätigen Jugendbande MS-13, die ihre Wurzeln in El Salvador hat, den Kampf angesagt. Sie ist für ihre Brutalität bekannt und unter anderem auf Drogenhandel, Erpressungen und Entführungen spezialisiert.

US-Präsident Donald Trump hat einer gewalttätigen Jugendbande mit zentralamerikanischen Wurzeln den Kampf angesagt. Am Freitag wollte er einen Vorort von New York besuchen, der von der MS-13 oder Mara Salvatrucha genannten Straßengang tyrannisiert wird. In der Gemeinde Brentwood auf Long Island sind in den vergangenen anderthalb Jahren 17 Menschen von der Bande getötet worden.

Trump hatte bereits am Dienstag in einer Rede vor Anhängern im Bundesstaat Ohio verkündet, dass seine Regierung dabei sei, die US-Städte mit Razzien von „blutdürstigen kriminellen Gangs“ zu „befreien“. Er fügte hinzu, dass dies nicht auf „die politisch korrekte Art“ getan werde: „Unsere Kerle sind rauer als ihre Kerle“.

Bereits über 3.000 Gang-Mitglieder festgenommen

Seit Jahresbeginn haben Beamte des US-Heimatschutzministeriums über 3.000 Gang-Mitglieder festgenommen, wie der zuständige Abteilungsleiter Tom Homan sagte.

US-Justizminister Jeff Session war zudem am Donnerstag nach El Salvador gereist, um mit der dortigen Regierung über die gemeinsame Bekämpfung der Bandenkriminalität zu sprechen. Die meisten MS-13-Mitglieder in den USA haben ihre Wurzeln in dem zentralamerikanischen Kleinstaat.

Trump beschrieb in drastischen Worten die Brutalität der Bande. Diese benutze keine Schusswaffen, weil das Töten so „zu schnell geht“, sagte er bei seiner Rede in Youngstown in Ohio. Die MS-13 ist für ihre große Brutalität bekannt.

Drogenhandel, Erpressungen und Entführungen

Gegründet wurde die Bande in den achtziger Jahren in Los Angeles von jungen Einwanderern. Zahlreiche Mitglieder der Gang wurden über die Jahre aus den USA abgeschoben, in der Folge breitete sich die Bande auch in Zentralamerika aus. Sie ist unter anderem auf Drogenhandel, Erpressungen und Entführungen spezialisiert.

In Brentwood löste der kommende Besuch des Präsidenten aber nicht nur Vorfreude aus. Rund 70 Prozent der 60.000 Einwohner sind Latinos, viele von ihnen haben keine Aufenthaltsgenehmigung. Örtliche Aktivisten warfen Trump vor, bei seinem Besuch gehe es ihm in Wahrheit darum, Stimmung für die Abschiebungen von Menschen ohne Papiere zu machen.

Mehr als 20 Gemeindeorganisationen veranstalteten am Donnerstag in der Stadt eine Demonstration gegen Trump. „Der Präsident benutzt unsere Tragödien, um seine hasserfüllte Agenda voranzubringen, um Abschiebungen und die Trennung von Familien zu rechtfertigen“, sagte der illegal im Land lebende Salvadorianer Kevin, der seinen Nachnamen nicht nennen wollte.

Andere Einwohner begrüßten hingegen die Visite des Präsidenten. Trump zeige so, dass er das Problem der Bandenkriminalität „sehr ernst“ nehme, sagte Robert Mickens. Seine 15-jährige Tochter war zusammen mit einer Freundin mit Macheten und Baseballschlägern ermordet worden. (afp)

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