Trumps PR-Chef flippt verbal aus: „Der Sumpf wird ihn NICHT besiegen“

Von 28. Juli 2017 Aktualisiert: 29. Juli 2017 15:05
Trumps neuer PR-Chef hat sich einen spektakulären Ausraster geleistet: Er wolle alle Leaker umbringen – Bannon sei ein Schwanzlutscher, Priebus ein paranoider Schizophrener … Was steckt dahinter?

Ist er völlig ausgeflippt oder was das ein kalkulierter Coup, zur Ablenkung der Medien? Das fragen sich Beobachter, nachdem Trumps neuer Pressechef Anthony Scaramucci einem Journalisten am Telefon einen Vortrag mit wüsten Beschimpfungen hielt.

Ryan Lizza vom „New Yorker“ veröffentlichte prompt die Tirade, die sich vor allem gegen das Team des Weißen Hauses richtete.

Was war da los?

Anlass war gewesen, dass Lizza auf Twitter ein privates Dinner enthüllte, bei dem US-Präsident Trump den Fox-Moderator Sean Hannity traf.

PR-Chef Scaramucci war über die Veröffentlichung erzürnt: Diese war wieder einmal nur durch ein Leak aus den eigenen Reihen möglich. Er rief Lizza am Mittwochabend an und wollte von ihm wissen, wer der Verräter war.

Dabei wurde der italienisch-stämmige Trump-Getreue sehr ausfällig:

Er drohte, das ganze Presseteam zu feuern. Das beeindruckte den Journalisten jedoch nicht, der das Telefonat mitschnitt und argumentiert: Scaramucci habe nicht um Privatsphäre gebeten.

Hier die brisantesten Passagen:

Ich möchte all die Leaker verf****t nochmal töten und ich möchte, dass die Agenda des Präsidenten in Fahrt kommt, damit wir für das amerikanische Volk erfolgreich sein können.“

Der Mooch ist vor einer Woche aufgekreuzt. (…) Das hier wird sehr schnell aufgeräumt werden, ok? Weil ich diese Typen festgenagelt habe. Ich habe digitale Fingerabdrücke für alles, was sie gemacht haben, durch das FBI und das verf****te Justizdepartment.“ (…) „Sie [die Leaker ]werden belangt werden, wahrscheinlich für Straftaten.“ „Der Lügendetektor startet …“

Ich kriege die Person, die das an Sie geleakt hat. Reince Priebus – falls Sie das leaken wollen – wird sehr bald zum Rücktritt aufgefordert werden“.

Reince ist ein verf***ter paranoider Schizophrener, ein Paranoiker.“

Scaramucci distanzierte sich außerdem von Steve Bannon, der versuche, „seinen eigenen Schwanz zu lutschen“.

Trumps komplizierter Kampf gegen den „Sumpf“

Zwischen Scaramucci und Reince Priebus läuft schon seit Monaten ein verdeckter Kampf. Nachdem Trump gewählt worden war, bat er Scaramucci ins Regierungsteam zu kommen und der Hedgefond-Manager verkaufte deshalb sein Unternehmen SkyBridge Capital. Reince Priebus, der Chef des Republikanischen Nationalkomitees war und im Weißen Haus Stabschef im wurde, blockierte dies jedoch erfolgreich.

Vergangene Woche drehte sich jedoch das Blatt: Trump bot Scaramucci den Job des PR-Chefs an – sehr gegen den Widerstand von Priebus. Der Priebus-nahe Sean Spicer trat deshalb als Pressesprecher zurück. Außerdem teilte das Weiße Haus mit, „Mooch“ werde direkt dem Präsidenten Bericht erstatten – am Stabschef vorbei.

Sie versuchen Widerstand zu leisten, aber das wird nicht klappen“, so Scaramucci nun in dem Telefonat: „Der Sumpf wird ihn [Präsident Trump] nicht besiegen.“

Scaramucci nahm heute auf Twitter zu seiner bilderreichen Sprache Stellung:

Er werde versuchen, sich zurückzuhalten, aber nicht den leidenschaftlichen Kampf für die Agenda Agenda Präsident Trumps aufgeben.

Er habe einem Journalisten vertraut – und das sei ein Fehler gewesen.

Siehe auch:

Trumps Pressechef greift Priebus an – Verrät der Personalchef dauernd alles an die Medien?

Hart gegen Leaker: Trumps Pressechef feuert ersten Mitarbeiter

 

 

 

 

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