UN-Sicherheitsrat will wegen Coronavirus Nordkorea-Sanktionen etwas lockern

Epoch Times28. Februar 2020 Aktualisiert: 11. März 2020 14:32
Offiziell ist bis jetzt kein Infizierter in Nordkorea bekannt, dennoch will der UN-Sicherheitsrat Ausnahmen der Wirtschaftssanktionen gegen das Land erlauben.

Der UN-Sicherheitsrat will Ausnahmen von den gegen Nordkorea verhängten Wirtschaftssanktionen erlauben, um dem verarmten Land im Kampf gegen das neuartige Coronavirus zu helfen.

Der zuständige Sanktionsausschuss des Sicherheitsrats billigte am Donnerstag die Lieferung medizinischer Ausrüstung an das Land, wie der deutsche Botschafter Christoph Heusgen mitteilte. Angaben zur Art dieser Ausrüstung machte er nicht.

Nordkorea ist wegen seines Atom- und Raketenprogramms mit massiven internationalen Sanktionen belegt und verfügt nur über eine schwache Infrastruktur im Gesundheitswesen.

Heusgen bezeichnete es bei der angestrebten Hilfe für Nordkorea im Kampf gegen das Coronavirus allerdings als „Problem“, dass der Staat als Schutzmaßnahme gegen die Epidemie seine Grenzen geschlossen hat.

Nach Angaben des deutschen Diplomaten appellierte der Sicherheitsrat an die Führung in Pjöngjang, den Import des medizinischen Geräts dennoch zuzulassen.

Nordkorea hat bislang keinen einzigen Fall von Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus bekanntgegeben. In Südkorea wurden inzwischen mehr als 2000 Ansteckungsfälle bestätigt, auch gibt es dort 13 Todesfälle durch den Erreger.

Von dem ebenfalls an Nordkorea angrenzenden China ging die Epidemie aus. Dort sind inzwischen laut Angaben der Regierung fast 79.000 Menschen an dem Virus erkrankt, die offizielle Zahl der Todesfälle in Festlandchina stieg bis Freitag auf 2788.

Nordkorea hat wegen des Coronavirus seine ohnehin geringen Verbindungen zum Rest der Welt gekappt. So wurden sämtliche internationalen Zug- und Flugverbindungen ausgesetzt. Hunderte Ausländer wurden unter Quarantäne gestellt.

Wegen dieser Maßnahmen wird die deutsche Botschaft in Pjöngjang vorübergehend geschlossen. Die Diplomaten der deutschen Vertretung stünden ebenfalls derzeit unter Quarantäne, hieß es am Donnerstag aus dem Auswärtigen Amt. Daher solle das Personal „bei nächstmöglicher Gelegenheit temporär“ aus Nordkorea abgezogen werden.  (afp)

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