Designerin Vivienne WestwoodFoto: über dts Nachrichtenagentur

Modemacherin Vivienne Westwood: „Politiker sind Kriminelle“

Epoch Times5. November 2015 Aktualisiert: 5. November 2015 23:52

Vivienne Westwood, Europas bedeutendste Modemacherin, präsentiert sich als scharfe Kritikerin des europäischen Establishments in Politik und Finanzindustrie: "Politiker sind Kriminelle", wettert die 74-jährige Designerin im Gespräch mit dem am Freitag erscheinenden "Handelsblatt Magazin". "Sie sind für den Profit und gegen die Menschen. Politik ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit."

Aktuelle Ursache ihres Zorns: "Wer uns TTIP geben will, ist ganz bestimmt ein Verbrecher." Ihre Forderung: "Wir müssen sie bekämpfen." Und sie lässt auch die Finanzindustrie nicht ungeschoren bei ihrer Abrechnung: "Die Notenbanken beherrschen die Welt, denn sie drucken unbegrenzt Geld und treiben die Leute in die Verschuldung." Das Fazit der Designerin: "Wie Marx schon sagte: Der Kapitalismus tötet sich selbst, irgendwann ist kein Markt mehr übrig." Westwood hat sich Zeit ihres Lebens als Rebellin gesehen. "Und ich bin bis heute Aktivistin geblieben, auch wenn die Ziele gewechselt haben." Als Partnerin des Sex-Pistols-Managers Malcolm McLaren hatte sie einst dem Punk schrille Outfits geschneidert und der Musik wie ihrem Stil so zum internationalen Durchbruch verholfen. Danach feierte sie internationale Erfolge als Designerin.

Mittlerweile führt sie das Londoner Fashion-Label gemeinsam mit ihrem 25 Jahre jüngeren Mann Andreas Kronthaler, den sie 1992 geheiratet hat. Westwood lenkt auch ihr eigenes Imperium anders, als man es von Unternehmern gewohnt ist: "Ich würde zum Beispiel gern die Größe meines Unternehmens reduzieren. Ich versuche es, aber es ist gar nicht so leicht." Ihr Credo: "Wir müssen in Richtung `Green Economy‘ gehen, sonst sind wir erledigt." Sie leugne nicht, dass Mode ein Teil des Problems sei, so Westwood. "Dabei könnten wir durchaus in Harmonie mit der Erde leben, auch unser Wirtschaftssystem." Sie resümiert: "Wir haben unsere Seele an den Teufel verkauft. Viele Menschen sind oberflächlich. Sie müssen shoppen gehen, um ihren mentalen Kühlschrank mit geistiger Nahrung zu füllen. Denen kann ich nur zurufen: Geht lieber in Kunstausstellungen!"

(dts Nachrichtenagentur)


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion