Deutsche Bundeswehr.Foto: Alexander Koerner/Getty Images

Von der Leyen zu Besuch in Riad: Bundeswehr soll saudische Offiziere ausbilden

Epoch Times8. Dezember 2016 Aktualisiert: 8. Dezember 2016 16:24
Einzelne Offiziere der saudi-arabischen Armee sollen künftig in Deutschland ausgebildet werden. Das Training "mehrerer junger Offiziere und Mitarbeiter des saudiarabischen Militärs" solle im kommenden Jahr beginnen, erklärte die deutsche Botschaft am Donnerstag anlässlich des Besuches der Ministerin.

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) ist zu einem Besuch in Riad eingetroffen, bei dem sie die Ausbildung saudiarabischer Offiziere in Deutschland besiegeln will. Das Training „mehrerer junger Offiziere und Mitarbeiter des saudiarabischen Militärs“ solle im kommenden Jahr beginnen, erklärte die deutsche Botschaft am Donnerstag anlässlich des Besuches der Ministerin.

Von der Leyen wollte den Angaben zufolge bei ihrem zweitägigen Besuch unter anderem mit ihrem Kollegen Mohammed bin Salman sprechen. Nach Informationen des „Spiegel“ rechnete ihr Ministerium bei der Visite auch mit einer Anfrage, Bundeswehrsoldaten nach Saudi-Arabien zu entsenden. Dies wolle von der Leyen aber zunächst nur prüfen lassen.

Die Militärkooperation mit Saudi-Arabien, vor allem die Lieferung von Rüstungsgütern an den arabischen Staat, ist in Deutschland seit Jahren umstritten, da es sich um eine Krisenregion handelt und das Kriegsgerät auch gegen Gegner im Inneren eingesetzt werden kann.

Saudi-Arabien geht immer wieder gewaltsam gegen Proteste im Inland vor, immer wieder werden Todesurteile vollstreckt. Kritiker verweisen außerdem auf die höchst problematische Menschenrechtslage im Land.

Seit eineinhalb Jahren geht Riad zudem im benachbarten Jemen militärisch gegen die schiitischen Huthi-Rebellen vor, immer wieder gibt es zivile Opfer bei Luftangriffen einer von Riad angeführten Militärallianz. Im Frühjahr 2011 hatte sich Saudi-Arabien mit Panzern und Soldaten an der gewaltsamen Niederschlagung von Protesten in Bahrain beteiligt. (afp)


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion