Zur Beschwichtigung nach Attacken: Südafrikas Präsident entsendet Delegationen in afrikanische Staaten

Epoch Times15. September 2019 Aktualisiert: 15. September 2019 16:44
Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa hat Regierungsvertreter in afrikanische Länder entsandt, um diese nach fremdenfeindlichen Ausschreitungen in Südafrika zu beschwichtigen. Mindestens zwölf Menschen wurden zuletzt bei Attacken getötet.

Der südafrikanische Präsident Cyril Ramaphosa hat hochrangige Regierungsvertreter in eine Reihe afrikanischer Länder entsandt, um diese nach einer Welle von fremdenfeindlichen Ausschreitungen in Südafrika zu beschwichtigen.

Die Vertreter werden Nigeria, Niger, Ghana, Senegal, Tansania, die Demokratische Republik Kongo und Sambia besuchen, gab die Regierung am Sonntag bekannt. Die Delegationen stehen unter der Leitung des ehemaligen Ministers Jeff Radebe und verließen Südafrika bereits am Samstag.

Mindestens zwölf Menschen, mehrheitlich Südafrikaner, wurden seit Anfang September bei ausländerfeindlichen Gewalttaten in Südafrika getötet. Die Ausschreitungen richteten sich gegen ausländische Unternehmen und von Migranten bewohnte Gebäude hauptsächlich in und um Johannesburg. Hunderte von Wirtschaftsmigranten aus Südafrikas Nachbarländern Simbabwe und Mosambik flohen daraufhin in Unterkünfte. Nigeria flog 600 seiner Bürger zurück in ihre Heimat.

Präsident Ramaphosa war am Samstag während seiner Rede bei der Trauerfeier für Simbabwes ehemaligen Staatschef Robert Mugabe in Harare ausgebuht worden. Er entschuldigte sich in seiner Rede für die Attacken und betonte: „Die Südafrikaner sind nicht fremdenfeindlich.“

Südafrika ist ein wichtiges Ziel für afrikanische Einwanderer auf der Suche nach wirtschaftlichen Chancen. Afrikas zweitgrößte Volkswirtschaft zieht nicht nur Menschen aus Nachbarländern wie Lesotho, Mosambik und Simbabwe an, sondern auch aus weiter entfernten Regionen, darunter Nigeria und Südasien.

In den vergangenen Jahren gab es in Südafrika immer wieder ausländerfeindliche Gewalt. Einige Südafrikaner geben den Einwanderern die Schuld für die hohe Arbeitslosigkeit im Land. (afp)

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