Mindestens zwei Tote bei Erdbeben in Japan – rund 40 Vermisste

Epoch Times6. September 2018 Aktualisiert: 6. September 2018 7:09
Bei einem Erdbeben der Stärke 6,6 sind in Japan mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Örtliche Medien berichteten, rund 40 Menschen würden vermisst.

Bei einem Erdbeben der Stärke 6,6 sind in Japan am Donnerstag mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Das teilte Regierungssprecher Yoshihide Suga mit. Örtliche Medien berichteten, rund 40 Menschen würden vermisst.

Das Beben hatte am Donnerstagmorgen die japanische Nordinsel Hokkaido erschüttert. Wie die US-Erdbebenwarte USGS mitteilte, lag das Epizentrum des Bebens etwa 62 Kilometer südöstlich von Hokkaidos Hauptstadt Sapporo. Der Erdstoß ereignete sich demnach in geringer Tiefe. Ein Nachbeben der Stärke 5,3 erschütterte die Region nur wenig später.

In der betroffenen Gegend gab es nach dem Beben zahlreiche Erdrutsche. Luftaufnahmen zeigten dutzende zerstörte Häuser am Fuße eines Hügels, wo sich einer der Erdrutsche ereignete. Dieselbe Gegend war erst vor wenigen Tagen von Taifun „Jebi“ getroffen worden.

„Wir werden unser Bestes tun, um Leben zu retten“, sagte Japans Regierungschef Shinzo Abe nach einer Dringlichkeitssitzung seines Kabinetts. 4000 Soldaten wurden demnach für Rettungsarbeiten mobilisiert. Es wurde erwartet, dass rund 20.000 weitere Soldaten bei den Arbeiten helfen sollten.

In rund drei Millionen Haushalten fiel nach dem Erdbeben der Strom aus, nachdem ein für die Versorgung der Region zuständiges Wärmekraftwerk durch das Beben beschädigt wurde.

Das Atomkraftwerk Tomari in Hokkaido, das vor dem Erdstoß nicht in Betrieb war, musste seine Notstrom-Reserven anzapfen, um sein Kühlsystem am Laufen zu halten, wie der Sender NHK berichtete.

Die japanische Meteorologiebehörde erklärte, der Meeresspiegel könne infolge des Bebens in Küstenregionen leicht ansteigen. Eine Tsunami-Warnung wurde aber nicht ausgegeben.

Japan liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring. Dort stoßen tektonische Platten aufeinander, so dass sich besonders häufig Erdbeben und Vulkanausbrüche ereignen. Er verläuft im Osten von Chile über Peru und die Westküste der USA bis nach Nord-Alaska und im Westen von Japan über Südostasien bis zu den Pazifik-Inseln.

Erst am Dienstag hatte Taifun „Jebi“ in Teilen Japans für schwere Verwüstungen gesorgt. Es war der stärkste Taifun in Japan seit 25 Jahren. Mindestens elf Menschen kamen ums Leben. (afp)

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