Bundesliga: VfL Borussia Mönchengladbach – BVB Borussia Dortmund 2:0 / Fotos

Von 6. Oktober 2013 Aktualisiert: 6. Oktober 2013 0:08
Wer keine Tore schießt, kann auch nicht gewinnen. Diese Erfahrung musste am 8. Spieltag der Fußballbundesliga der BVB in Mönchengladbach machen.

Wer keine Tore schießt, kann auch nicht gewinnen. Diese Erfahrung musste am 8. Spieltag der Fußballbundesliga der BVB in Mönchengladbach machen.

Vor 54.010 Zuschauern im ausverkauften Borussia-Park dominierten die Gäste von Anfang an das Spiel, attackierten früh und waren viel ballsicherer als die Heim-Elf. So erspielte sich der überlegene BVB mehrere Chancen, die sie jedoch alle nicht zum Führungstreffer nutzen konnten. Dieses Manko, und die Tatsache, dass der Torhüter von Borussia Mönchengladbach, Marc-Andre ter Stegen, mit vielen Glanzparaden die Dortmunder Spieler zur Verzweiflung brachte, waren der Grund dafür, dass es mit einem 0:0 in die Pause ging.

Nach dem Wechsel stand der fünfmalige Deutsche Meister aus Mönchengladbach dann etwas besser in der Abwehr und verbesserte auch seine Bemühungen nach vorne. In der 82. Minute foulte Mats Hummels  Havard Nordtveit im Strafraum und verhinderte dadurch eine klare Torchance für den Gladbacher. Nachdem Hummels dann die rote Karte gesehen hatte, verwandelte Max Kruse den fälligen Elfmeter zum 1:0. Nur vier Minuten später schloss Raffael einen gut vorgetragenen Konter eiskalt zum 2:0 Endstand ab.

Am Samstag, den 19. Oktober, um 18.30 Uhr muss Borussia Mönchengladbach bei Hertha BSC antreten und der BVB spielt vor heimischen Publikum um 15.30 Uhr  gegen Hannover 96.

Der Trainer vom BVB, Jürgen Klopp: „Erst einmal Glückwunsch an Lucien Favre und Borussia Mönchengladbach zum Sieg. Es war ein ungewöhnliches Spiel. Wir bereiten uns ja immer gründlich auf das Spiel vor, aber in keiner der Analysen schien eine so deutliche Überlegenheit möglich. Meine Mannschaft war klar überlegen und hat über einen langen Zeitraum ein außergewöhnlich gutes Auswärtsspiel gemacht. Wir haben den Gegner brutal unter Druck gesetzt, ein extrem gutes Gegenpressing gespielt, aber kein Tor geschossen.

Wir sind im Umgang mit unseren Leistungen schon immer sehr selbstkritisch gewesen und haben deshalb auch heute das Gefühl, dass wir auch einen Anteil an der Niederlage haben. Wir hatten viele Möglichkeiten ein Tor zu erzielen, aber eben der jeweiligen Situation entsprechend nicht genügend ganz klare Chancen. Außerdem hat ter Stegen auch immer noch seine Hände dazwischen gekriegt. Dadurch haben wir das Spiel offen gehalten und Borussia Mönchengladbach am Leben gehalten. Dazu kam, dass wir auch einige Male sehr ungünstig auswechseln mussten. Dann kommt der Elfmeter und die rote Karte für Hummels und dann war es bei dem Aufwand, den die Mannschaft heute betrieben hat, kein Zuckerschlecken, dem Rückstand hinterher zu laufen.

Dann kriegen wir das zweite Tor und dann war natürlich das Spiel entschieden…… und, ….naja, dann haben wir halt verloren. Das  fühlt sich sehr bescheiden an, aber wir werden mit etwas Abstand auch die positiven Dinge des Spiels für uns in die Wertung mit aufnehmen. Denn davon gab es ja schließlich auch eine ganze Menge. Ich wünsche Lucien und der Borussia alles Gute. “

Lucien Favre, der Trainer der Borussia: „Wir haben die erste Halbzeit geschlafen und es war ein Wunder mit einem 0:0 zur Halbzeit in die Kabine zu gehen. Dortmund hatte klare Torchancen und wir haben einfach nicht gespielt. Wenn wir den Ball hatten, haben wir viel zu langsam agiert und auch zu langsam gedacht. Dortmund hat zwar ein sehr gutes „Top-Pressing“ gespielt, aber trotzdem war es von uns eine Katastrophe in der ersten Halbzeit. Ich habe der Mannschaft in der Halbzeit gesagt, dass wir die erste Halbzeit vergessen müssen und nun endlich beginnen Fußball zu spielen. Dann haben wir etwas ausprobiert, aber über 90 Minuten gesehen ist der Sieg unverdient, aber sieht man sich nur die zweite Hälfte an, sind die drei Punkte nicht unverdient. Trotzdem war ich tief enttäuscht und wir haben viel zu tun und müssen noch viel intensiver trainieren.

Die Spieler, die nicht in diesem Tempo mitspielen können, die werden auch nicht mehr spielen. Aber ich bin extrem zufrieden denn das wir gewonnen haben, ist fast ein Wunder.“

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