Es rappelt in der TV-Kiste: Veh contra Schäfer

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Der Frankfurter Coach Armin Veh ist wegen der Negativserie verstimmt.Foto: Bernd Thissen/dpa
Epoch Times14. Dezember 2015
Erst rappelte es im Tor von Eintracht Frankfurt, dann vor den Kameras: Armin Veh hat sich nach der 1:4-Niederlage von Eintracht Frankfurt bei Borussia Dortmund mit Kritiker Winfried Schäfer angelegt.

Der frühere Bundesliga-Coach und heutige Nationaltrainer von Jamaika bemängelte im TV-Sender Sky, dass Veh vergangene Woche seine Spieler öffentlich gescholten hatte. „Das war eine Art Bewerbungsschreiben, was er hier von sich gegeben hat. Aber es wird nichts passieren. Winnie, das kann ich dir sagen“, schimpfte Veh und unterstellte Schäfer unlautere Absichten: „Er hat sich ja schon oft in der Liga beworben.“

In der Tat gilt es als kaum vorstellbar, dass Schäfer in Frankfurt oder überhaupt nochmal in der Bundesliga aufschlägt: Seine glorreichen Zeiten beim Karlsruher SC liegen lange zurück, beim VfB Stuttgart scheiterte er einst. Inzwischen hat der 65-Jährige mit Wohnsitz im badischen Ettlingen einige Stationen im Ausland (unter anderem Kamerun, Vereinigte Arabische Emirate, Thailand) hinter sich – und kommentiert gerne aktuelle Themen im deutschen Fußball.

„Du musst die Spieler so motivieren, dass sie mitarbeiten“, belehrte Schäfer seinen früheren Mitspieler von Borussia Mönchengladbach. „Ich kann ihn nicht leiden, jedes Wort über ihn ist zu viel“, sagte Veh später in Dortmund. Schließlich plagen ihn derzeit andere Sorgen: Die Eintracht hat nur eines der letzten zwölf Spiele gewonnen und steckt als Tabellen-15. tief im Abstiegskampf.

Am Samstag geht es gegen den Tabellennachbarn Werder Bremen. Für diese Woche heißt es: nur Geheimtraining, die Profis haben Interview-Verbot. „Sie sollen sich nur auf das Spiel konzentrieren. Wir müssen da alles raushauen, was wir haben“, sagte Veh.

„Wir raufen uns als Mannschaft zusammen und werden da unten wieder rauskommen“, versprach Alex Meier, der sein Team in der 7. Minute überraschend in Führung gebracht hatte, bevor dann die Angriffswellen des BVB über den Frankfurtern hereinbrachen. Der Bundesliga-Torschützenkönig der vergangenen Saison verteidigte Vehs Verbalattacken („Vor mir gehen andere“) angesichts der kritischen Lage: „Es ist klar, dass der Trainer uns zusammenscheißt, wenn wir Mist bauen.“

Nach der erwarteten Niederlage in Dortmund schlug der Eintracht-Coach moderate Töne an. „Die Mannschaft hat eine gute Reaktion gezeigt. Die Jungs haben sich in jeden Zweikampf geworfen“, sagte er. „Aber wir haben einen schlechten Lauf. In der nächsten Woche haben wir noch ein wichtiges Heimspiel, da werfen wir alles rein.“ Ansonsten müsse man nach der Winterpause die Reset-Taste drücken. „Da sind schwere Zeiten für meine Jungs und für mich. Aber ich halte uns nicht für so schwach.“ Auch Schäfer, so sagte dieser bei Sky versöhnlich, hofft, dass die Eintracht die nächsten Spiele gewinnt. „Das glauben auch nur Sie, dass er das hofft“, sagte Veh zum Moderator.

(dpa)


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