Leipzig will in St. Petersburg «auf Welle bleiben»

Epoch Times4. November 2019 Aktualisiert: 4. November 2019 10:20
Im Hinspiel hat Leipzig Zenit St. Petersburg stoppen können, jetzt sind die Vorzeichen umgekehrt. RB reist mit 14 Treffern aus zwei Spielen im Gepäck nach Russland und will dort die Tabellenführung in der Champions-League-Gruppe G verteidigen.

Im Hinspiel gegen Zenit St. Petersburg bekam Timo Werner mit seiner Auswechslung noch einen Denkzettel verpasst, nun ist der Fußball-Nationalspieler nach seiner Leistungsexplosion der große Hoffnungsträger.

Der Stürmer steht exemplarisch für den Aufschwung von RB Leipzig, das nach zwei Tore-Spektakeln in Liga (8:0 gegen Mainz) und Pokal (6:1 in Wolfsburg) am Dienstag (18.55 Uhr/Sky) bei Zenit St. Petersburg in der Champions League einen großen Schritt in Richtung Achtelfinale machen kann.

„Wir wollen dranbleiben und weiter diese Gier auf den Platz bringen. Wir müssen diesen Schwung mitnehmen und versuchen, so lange wie möglich auf dieser Welle zu bleiben“, sagte Werners Sturm-Partner Yussuf Poulsen. Auch der dänische Nationalspieler hatte sich mit einem Tor gegen Mainz, seinem ersten seit Ende August, ordentlich Selbstvertrauen geholt.

Im wohl temperierten, weil beheizten Gazprom-Stadion von St. Petersburg soll nun der dritte Sieg in Folge her. Damit würde sich Leipzig die Grundlage schaffen, im letzten Heimspiel der Gruppenphase Ende November gegen Benfica Lissabon bereits in die K.o.-Runde einziehen zu können. Es wäre ein weiterer Meilenstein in der gerade einmal etwas mehr als zehn Jahre alten Clubgeschichte.

„Wenn wir in St. Petersburg den siebten, achten und neunten Punkt holen, dann haben wir einen sehr bedeutenden Schritt in der Champions League gemacht“, sagte Julian Nagelsmann. Dabei hatte der Trainer selbst vor gerade mal etwas mehr als einer Woche und dem 1:2 in Freiburg von einer Krise gesprochen.

Davon ist nun keine Rede mehr – was vor allem mit Werners wundersamer Wandlung zu tun hat. Im ersten Aufeinandertreffen mit Zenit, nur wenige Tage vor dem Freiburg-Trauerspiel, hatte Werner seinen Tiefpunkt erlebt. Bereits zur Halbzeit nahm Nagelsmann seinen Star vom Feld, der sich dann von der Bank aus ansehen musste, wie seine Teamkollegen aus einem 0:1 noch ein 2:1 machten.

Nun stieg Werner am Montagvormittag mit zehn Beteiligungen an den letzten 14 Leipziger-Toren in den Charter-Flieger nach St. Petersburg. Zusätzlichen Auftrieb dürfte dem 23-Jährigen das Wissen um seine Bilanz in der Königsklasse geben. Für ihn läuft es auf der größten europäischen Bühne vor allem auswärts. Seine fünf Tore aus bisher neun Spielen in der Champions League schoss Werner in der Fremde.

So einfach wie in Wolfsburg und gegen Mainz dürfte es beim russischen Meister mit dem Tore schießen allerdings nicht werden. „Ich kann mir vorstellen, dass sie daheim zeigen wollen, was sie für eine gute Mannschaft sind. Ich denke schon, dass sie da mehr das Spiel machen wollen“, sagte Nationalspieler Marcel Halstenberg. So kann sich Leipzig mehr auf sein schnelles Umschaltspiel konzentrieren – und das passt vor allem perfekt zu Werner. (dpa)

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