Dezember sorgt für europaweites Plus bei KFZ-Neuzulassungen, SUVs vorn dabei

Von 20. Januar 2020 Aktualisiert: 20. Januar 2020 16:50
Im Dezember wurden in der EU überdurchschnittlich viele KFZ neu zugelassen. In Deutschland liegen SUVs trotz der allgegenwärtigen Klimadebatte weiter im Trend und legten im vergangenen Jahr zum sechsten Mal in Folge zu.

Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die europäischen KFZ-Zulassungszahlen Ende vergangenes Jahr stark an. Im Dezember steigen die Zahlen im vierten Monat in Folge (+21,7 %) und erreichten damit den bisher höchsten Dezemberwert in der Geschichte.

Laut einer Pressemitteilung des Verbands der Europäischen Automobilhersteller ACEA siegen die Zulassungszahlen in drei Ländern besonders stark an. Allein im Dezember verzeichnete Frankreich ein Plus von 27,7 Prozent auf über 211.000 neu zugelassene Fahrzeuge.

Noch deutlicher stiegen die Zulassungszahlen in Schweden (+109,3 Prozent) und den Niederlanden (+113,9 Prozent). Sowohl Frankreich als auch Schweden kündigten für das Jahr 2020 signifikante Änderungen der Bonus-Malus-Komponente der CO2-basierten Besteuerung an. In den Niederlanden verdoppelten sich im Januar die Steuern auf elektrische Firmenwagen.

Insgesamt stiegen im Jahr 2019 die Neuzulassungen in der Europäischen Union um 1,2 Prozent auf insgesamt mehr als 15,3 Mio. Einheiten und markierten damit das sechste Wachstumsjahr in Folge. Das Jahr begann aufgrund der nachhaltigen Auswirkungen der Einführung des WLTP-Tests im September 2018 schwach. Doch das letzte Quartal 2019 und insbesondere der Dezember haben die Entwicklung des EU-Marktes für das Gesamtjahr in den positiven Bereich getrieben.

Betrachtet man die fünf großen EU-Märkte, so verzeichnete Deutschland (+5,0 Prozent) im vergangenen Jahr den größten Zuwachs, gefolgt von Frankreich (+1,9 Prozent) und Italien (+0,3 Prozent). Dagegen verzeichneten sowohl Spanien (-4,8 Prozent) als auch das Vereinigte Königreich (-2,4 Prozent) im Jahr 2019 einen Nachfragerückgang. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei einem Blick auf die großen Autohersteller. Während sich Daimler/Mercedes und BMW über mehr zugelassene Fahrzeuge freuen konnten, verzeichneten Opel (PSA) und Fiat Chrysler rückläufige Zahlen.

SUVs in Deutschland nach wie vor im Trend

Während in den Niederlanden zumindest in den letzten Monaten des Jahres 2019 (teil-)elektrifizierte Fahrzeuge starke Steigerungen erfuhren, dominieren in Deutschland nach wie vor Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren. Nachdem im September 2018 durch die Einführung des WLTP-Tests die Neuzulassungszahlen eingebrochen waren, stabilisierten sich die Zahlen Anfang vergangenen Jahres. Deutliche Steigerungen waren auch in Deutschland erst ab September zu verzeichnen. Dies bestätigen auch die Statistiken des Kraftfahrtbundesamtes.

Demnach konnten hierzulande fast alle deutschen Marken einen Zuwachs verbuchen. Spitzenreiter der Neuzulassungsstatistik ist Smart (+19,6 Prozent), dahinter folgen Porsche (+9,5 Prozent), Mercedes (+6,3 Prozent), BMW (+5,4 Prozent), Audi (+4,7 Prozent) und VW (+3,7 Prozent) ab. Auch in Deutschland musste Opel (-5,3 Prozent) einen Rückgang verbuchen. Mit 18,5 Prozent bleibt VW weiterhin anteilsstärkste Marke.

Einen dreistelligen Zuwachs konnte die Marke Tesla mit +462,3 Prozent in der Neuzulassungsstatistik verzeichnen. 10.711 neu zugelassene Stromer kommen von der US-Marke, die damit den E-Auto-Sektor knapp vor Renault und BMW anführt. Von insgesamt 3.607.258 neu zugelassenen Fahrzeugen 2019 fahren 63.281 rein elektrisch. Das entspricht einem Anteil von unter 1,8 Prozent. Der Marktanteil von Tesla liegt damit unter 0,3 Prozent.

Mehr als die Hälfte aller Neuzulassungen entfielen auf die Segmente SUVs, Kompaktklasse und Kleinwagen, wobei SUVs (+21,1 Prozent) wie bereits in den vergangenen Jahren am deutlichsten zulegten. Entsprechend stiegen die CO2-Emission auf durchschnittlich 157,0 g/km. 2017 lag dieser Wert bei 127,9 g/km.

Mögen Sie unsere Artikel?
Unterstützen Sie EPOCH TIMES
HIER SPENDEN