Elon Musk.Foto: PHILIP PACHECO/AFP via Getty Images

Chip für das Gehirn: Elon Musk auf Mitarbeitersuche

Von 22. Juli 2020 Aktualisiert: 22. Juli 2020 15:26
Tech-Milliardär und Tesla-Gründer Elon Musk möchte Mensch und Maschine mit einem Chip im Gehirn verbinden. Für seine Firma Neuralink sucht er deshalb versierte Entwickler, die ihm helfen, seine Vision "Musik direkt im Gehirn zu hören" und die Heilung verschiedener Krankheiten umzusetzen. Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie ihren Datenschützer oder IT-Spezialisten.

Elon Musk ist auf der Suche nach technisch versierten Mitarbeitern. Schon wieder. Statt Tesla oder SpaceX steht diesmal der Mensch im Vordergrund, beziehungsweise die Mensch-Maschine-Verbindung mit einem implantierbaren Gehirnchip von Musks Unternehmen Neuralink.

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Besondere Kenntnisse bezüglich der Neurowissenschaften seien nicht nötig. In der jetzigen Phase gelte es vorrangig, elektrische und elektronische Probleme des Chipdesigns sowie mechanische und Software-Probleme der Verbindung und des OP-Roboters zu lösen, erklärte Musk auf Twitter. „Dies würde eine Menge Gehirn- und Wirbelsäulenverletzungen lösen und ist letztlich für die KI-Symbiose von entscheidender Bedeutung“, so der Tesla-Chef weiter.

Endziel: Breitbandinternet und Bewusstseinskontrolle

Seit der Gründung im Jahr 2016 gab Neuralink wenig Einblicke in seine Arbeit. Erst im vergangenen Jahr präsentierte das Unternehmen die jüngsten Fortschritte. Neben feinsten Drähten, die zwischen 4 und 6 µm messen – das entspricht etwa einem Drittel des Durchmessers eines menschlichen Haares – und in der Lage sind, große Datenmengen aus dem Gehirn zu übertragen, arbeitet Neuralink an besagtem OP-Roboter, der Elektroden und Drähte ins Gehirn einführen kann.

Gefragt nach dem praktischen Nutzen, sagte der Tesla-Chef, man könne „Musik direkt vom Chip hören“, ohne den Umweg über die Ohren. Das Hauptziel der Gehirn-Chips sei jedoch auf die Gesundheit des Menschen ausgerichtet. Verschiedene Quellen berichten:

Neuralink könnte dazu beitragen, hirnbedingte Gesundheitsprobleme bei Personen mit neurologischen Beeinträchtigungen zu bekämpfen, möglicherweise die Funktion der Gliedmaßen wiederherzustellen, sowie die allgemeine Beweglichkeit zu verbessern, Probleme mit dem Seh- und Hörvermögen zu lösen und bei Krankheiten wie Parkinson zu helfen.“

Es bestünde zudem die Möglichkeit, dass Neuralink-Implantate Epilepsie, Alzheimer und Schlaganfälle lindern oder sogar verhindern könnten. Auf die Frage einer Twitter-Nutzerin, ob Neuralink-Chips auch den Hormon-Haushalt bei OCD-Patienten regulieren oder Neuronen und Synapsen steuern könnten, antworte Musk lediglich „Ja“.

Wie die „BILD“ berichtet, sei das langfristige Ziel, einen Breitbandzugang ins Internet für das Gehirn zu ermöglichen. Damit könnte der Mensch auch künftig „auf Augenhöhe mit mächtigen künstlichen Intelligenzen arbeiten.“ Zunächst müsse man aber sicherstellen, dass das Gehirn und das zentrale Nervensystem nicht verletzt werden. Über das weitere Vorgehen, einschließlich möglicher Tests am Menschen, möchte Neuralink Ende August informieren.

Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie ihren Datenschützer oder IT-Spezialisten

Neben möglichen Verletzungen des Gehirns müssen in diesem Zusammenhang auch Verletzungen der Datensicherheit und der Privatsphäre ausgeschlossen werden. Sobald das Bewusstsein oder das Handeln des Menschen derartig gesteuert werden können, sind zudem rechtliche Aspekte zu beachten. Ähnlich wie bei autonomen Fahrzeugen stellt sich dann die Frage, wer haftet, wenn der Chip etwas ohne Zustimmung des Menschen tut oder sagt?

Wiederum aus gesundheitlicher Sicht muss ausgeschlossen werden, dass Hacker über den Chip in das menschliche Gehirn eindringen und beispielsweise bestimmte Synapsen „kurzschließen“ können. Ein Kurzschluss im Gehirn oder eine Blutvergiftung durch Reaktionen des Körpers könnten im schlimmsten Fall zum (beabsichtigten) Tod des Trägers führen.

Ebenso sind mögliche Wechselwirkungen des Chips und eines Herzschrittmachers auszuschließen. Außerdem wäre interessant, was passiert, wenn der Chip oder der Mensch einen Stromschlag bekommt.

Sind alle gesundheitlichen Fragen geklärt, bleiben schließlich einige fundamentale Fragen offen. Wer kontrolliert den Chip – der Hersteller oder der Träger? Wer speichert welche Daten wie lange und für was werden diese verwendet, einschließlich Bewegungs- und Werbeprofilen?

Wenn der Chip das Internet mit dem Gehirn verbindet, verbindet der Chip auch das Gehirn mit dem Internet? Zu deutsch: Könnten die Gedanken eines Menschen und seine Wahrnehmungen von anderen eingesehen werden? Und so die Augen als ferngesteuerte Kameras dienen?

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Es ist schade, dass viele grundsätzlich gutherzige Menschen unwissentlich zu Agenten oder Zielen der Manipulation des kommunistischen Gespenstes geworden sind – Lenin nannte diese Menschen „nützliche Idioten“. „Das Kommunistische Manifest“ von Karl Marx beginnt mit den Worten: „Ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst des Kommunismus.“ Die Verwendung des Begriffs „Gespenst“ war keine Laune von Marx.

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