Europäische Bücher nicht auf „Google Books“

Von 15. September 2009 Aktualisiert: 15. September 2009 16:25

Vorige Woche verkündete Google, dass Bücher, die in Europa im Handel sind, nicht bei ihrer Großkampagne, vergriffene Exem-
plare zu digitalisieren und online zu verkaufen, erfasst werden.

Unter dem zunehmenden Druck europäischer Regulierungsbehörden, Bücherhäuser und Verkäufer sieht Google nach eigener Aussage davon ab, in Europa käuflich erwerbbare Bücher ohne ausdrückliche Zustimmung des Autors in ihr Register aufzunehmen. Der Suchmaschinenanbieter hatte im Oktober 2008 mit Autoren und Herausgebern eine Einigung erzielt, gegen die Zahlung von
125 Millionen Dollar eine von der Autorengilde im Jahr 2005 vorgebrachte Klage zu beenden.

Diese Vereinbarung gilt allerdings nur für Nutzer in den Vereinigten Staaten und stieß auf Kritik. Auch steht noch die Überprüfung von Seiten des dortigen Bundesrichters im Oktober 2009 bevor. Google verlautbarte, sie würden eine Erweiterung des für die vertragliche Regelung aufgestellten Book Rights Registry board um zwei Vertreter, die nicht den USA angehören, anstreben.

Es war im Jahr 2004, als Google begann, ausverkaufte, in öffentlichen Bibliotheken verfügbare Bücher zu digitalisieren, darunter die Bücher der New York Public Library und der Universitätsbibliotheken von Stanford und Havard. Diese stellten sie über Google Books online zur Verfügung und ermöglichten Nutzern, diese online anzuschauen und zu durchsuchen.

Vor der vertraglichen Regelung durften Nutzer nur Auszüge der Bücher lesen, jetzt aber wurde das gesamte kopierrechtlich geschützte Werk zur Verfügung gestellt.

Google erlaubt derzeit Nutzern nicht nur die Bücher zu durchsuchen, sondern gegen eine Gebühr auch online zu kaufen. Außerdem können Universitäten und Institute gegen eine pro Seite anfallende Gebühr unbegrenzt drucken.

Während Bürgerrechtsaktivisten das Digitalisieren und online Zurverfügungstellen von Büchern durch Google unterstützen, beschweren sich Kritiker, dass ein profitorientiertes Unternehmen – vor allem eines mit einer zweifelhaften privatrechtlichen Hi-
storie – solch eine gigantische Bibliothek verwaltet.

Originalartikel (englisch): http://www.theepochtimes.com/n2/content/view/22185/


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