Heizkörper. Symbolbild. Foto. iStock

Bundesregierung: Die Gasversorgung ist gesichert

Epoch Times24. September 2021 Aktualisiert: 24. September 2021 16:54
Der starke Anstieg der Börsenpreise für Erdgas sorgt für Unruhe. Die Bundesregierung versichert, es gebe keine Versorgungsengpässe. Für die Kunden eines kleinen Lieferanten sieht das anders aus.

Die Bundesregierung sieht derzeit keine Engpässe bei der Gasversorgung in Deutschland. Die Gasspeicher seien auch im internationalen Vergleich gut gefüllt, zum Beispiel viel mehr als in Großbritannien, sagte eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums.

Das Ministerium beobachte die Lage am Gasmarkt sehr genau. Mit Blick auf deutliche Preissteigerungen sagte die Sprecherin, es gebe einen Strauß an Ursachen. Sie verwies etwa auf das Wiederanziehen der Konjunktur in Asien. Der Markt reagiere bereits, so habe Norwegen das Fördervolumen erhöht.

Die Großhandelspreise für Gas waren in den vergangenen Monaten sehr stark gestiegen. Nach Angaben des Vergleichsportals Check24 liegt der Börsenpreis auf einem Allzeithoch. Für September sei bisher ein Preis von 44,03 Euro pro Megawattstunde ermittelt worden. Im September 2020 habe die Megawattstunde nur 7,99 Euro gekostet, das sei eine Steigerung von 451 Prozent.

Viele Verträge gekündigt

Die großen Gasversorger kaufen allerdings langfristig ein, sodass Preissprünge an der Börse nicht unmittelbar durchschlagen. „Wir kaufen die benötigten Energiemengen langfristig und vorausschauend ein, um genau solche Preisspitzen, wie wir sie derzeit erleben, im Sinne unserer Kunden zu vermeiden“, teilte der Energiekonzern Eon mit.

Nach der Preisexplosion an den Gasmärkten will ein kleiner Anbieter die Belieferung von Kunden mit Erdgas einstellen. Das Unternehmen Deutsche Energiepool (DEP) aus Salzbergen in Niedersachsen teilte auf seiner Internetseite mit, es sei „aufgrund wirtschaftlicher Unzumutbarkeit“ gezwungen, viele der geschlossenen Verträge zu kündigen. Bis zum Tag des Wirksamwerdens der Kündigung werde die Deutsche Energiepool die Verträge erfüllen.

Das Unternehmen hat sich nach eigenen Angaben auf die Beschaffung von Erdgas für Industriekunden und Stadtwerke spezialisiert und beliefert seit dem Jahr 2021 auch Privatkunden. Für Nachfragen war es am Freitag nicht zu erreichen.

Bessere Aufsicht durch Bundesnetzagentur gefordert

„Die Massenkündigung der Gaslieferverträge nach nur wenigen Monaten, Wochen oder sogar nur 14 Tagen Laufzeit vor Beginn der Heizperiode ist außergewöhnlich“, sagte der Energieexperte der Verbraucherzentrale NRW, Udo Sieverding. Die Verbraucherzentrale erreichten derzeit auffällig viele Beschwerden von DEP-Kunden.

Auffällig sei auch die DEP-Tarifstruktur mit einem sehr hohen Grundpreis und gleichzeitig außergewöhnlich niedrigem Arbeitspreis, sagte Sieverding. Dies rechne sich für Verbraucher nur dann, wenn bei hohem Verbrauch während der heizintensiven Monate Gas geliefert werde.

Nach den Kündigungen vor der Heizperiode bestehe ein ausgeprägtes Missverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung. Die Bundesnetzagentur müsse als Aufsichtsbehörde wachsam sein.

Privatkunden, denen der Liefervertrag durch das Unternehmen gekündigt wurde, haben Anspruch auf Belieferung durch den örtlichen Grundversorger. Das ist nach eigenen Angaben in vielen Teilen Deutschlands Eon. „Wir stellen sicher, dass es zu keiner Unterbrechung der Energieversorgung kommt“, teilte Eon mit. (dpa/dl)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Unsere Buchempfehlung

Die Umweltbewegung benutzt mit sensationeller Rhetorik den aufrichtigen Wunsch der Menschen, die Umwelt zu schützen. Allerdings treiben verschiedene Akteure den Umweltschutz auf die Spitze und verabsolutieren das harmonische Zusammenwirken der menschlichen Gesellschaft mit der natürlichen Ökologie.

Was viele dabei nicht erkennen, ist, wie Kommunisten diesen neuen „Ökologismus“ benutzen, um sich als moralisch überlegen darzustellen und ihre eigene Agenda voranzutreiben. Auf diese Weise wird der Umweltschutz in hohem Maße politisiert, ins Extrem getrieben und sogar zu einer Pseudoreligion.

Irreführende Propaganda und verschiedene politische Zwangsmaßnahmen gewinnen die Oberhand, wobei sie das Umweltbewusstsein in eine Art „Kommunismus light“ verwandeln. „Öko und die Pseudoreligion Ökologismus“ wird im Kapitel 16 des Buches „Wie der Teufel die Welt beherrscht“ analysiert.

Jetzt bestellen – Das dreibändige Buch ist sofort erhältlich zum Sonderpreis von 50,50 Euro im Epoch Times Online Shop

„Wie der Teufel die Welt beherrscht“ untersucht auf insgesamt 1008 Seiten historische Trends und die Entwicklung von Jahrhunderten aus einer neuen Perspektive. Die Autoren analysieren, wie der Teufel unsere Welt in verschiedenen Masken und mit raffinierten Mitteln besetzt und manipuliert hat.

Gebundenes Buch: Alle 3 Bände für 50,50 Euro (kostenloser Versand innerhalb Deutschlands); Hörbuch und E-Book: 43,- Euro.

Weitere Bestellmöglichkeiten: Bei Amazon oder direkt beim Verlag der Epoch Times – Tel.: +49 (0)30 26395312, E-Mail: [email protected]

Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion